Seite 1 von 1

[Aus Ringzug 2.0] Elektrifizierung Zollernbahn

Verfasst: Do 25. Jun 2026, 12:17
von Vielfahrer
Hallo Christian,

Nach meinem aktuellen Kenntnisstand wird die komplette Zollernbahn von Tübingen bis Albstadt-Ebingen im Rahmen der Regionalstadtbahn Neckar-Alb und zwischen Albstadt-Ebingen und Sigmaringen auf Drängen des Landkreises Sigmaringen elektrifiziert. Die Elektrifizierung läuft in verschiedenen Abschnitten. Zunächst ist Tübingen - Hechingen dran, weil hier längere Zweigleisigkeit erstellt werden soll. Danach folgt Hechingen - Balingen, wo auch mehrere neue Regionalstadtbahn-Haltepunkte gebaut werden. Danach kommt Balingen - Albstadt-Ebingen an die Reihe. Wenn bis Albstadt-Ebingen elektrifiziert ist, folgt Albstadt-Ebingen - Sigmaringen, was auch nicht ganz billig wird, da die Tunnelprofile erweitert werden müssen. Haltestellen sind meines Wissens keine zusätzlichen vorgesehen, obwohl in Ebingen-Ost oder in Kaiseringen, Oberschmeien, Unterschmeien und Laiz welche sinnvoll wären und der frühere Bahnhof Inzigkofen als Ausgangspunkt für interessante Wanderungen im Naturpark Obere Donau m. E. eine Berechtigung hätten.

Laut Planungen soll während der Bauzeit der heute eingleisigen Strecke jeweils abschnittsweise ein SEV-Ersatz eingerichtet werden. Die Anschaffung von Batterie-elektischen Zügen ist m.E. daher nicht sinnvoll. Ziel des Landkreises Sigmaringen ist es, nach Abschluss der Elektrifizierungsarbeiten dauerhaft wieder umsteigefreie schnelle Zugverbindungen direkt nach Stuttgart über Tübingen - Reutlingen zu erhalten. Was sollten das Mirkos oder andere Batterie-elektrische Fahrzeuge unter 160 km elektrifizierter Strecke bewerkstelligen?
Albstadt Ebingen - Onstmettingen und Hechingen - Burladingen sollen im Rahmen der Regionalstadtbahn auch elektrifiziert werden. Zwischen Burladingen und Gammertingen bzw. Gammertingen und Sigmaringen gibt es bislang keine offiziellen Elektrifizierungsabsichten. Elektrifiziert werden soll übrigens in diesem Zusammenhang auch die Strecke Reutlingen - Pfullingen - Honau - Lichtenstein - Großengstingen Schulzentrum. Von Gammertingen aus gibt es einen beachtlichen Verkehr in Richtung Reutlingen, der auch zukünftig über Lichtenstein laufen wird, nur eben nicht mehr auf der Buslinie 400 der SWEG. Die Fahrgäste werden sich freuen, wenn Sie zukünftig mindestens ab Großengstingen direkt in die Reutlinger Innenstadt mit der Regionalstadtbahn fahren können.

Bei dieser Gelegenheit will ich auch noch erwähnen, dass der Gemeinderat von Bad Schussenried der Reaktivierung der früheren Strecke Bad Schussenried bis zur Stadtmitte Bad Schussenrieds mehrheitlich eine Absage erteilt hat. Die Stadt Bad Schussenried denkt eher an einen Bürgerbus zwischen der Innenstadt und ihrem Bahnhof an der Südbahn.

In der Stadt Pfullingen übrigens hat in der vergangenen Woche auch ein Bürgerentscheid stattgefunden. Hier ging es nicht um die Frage, ob die Regionalstadtbahn kommt oder nicht, sondern es sollte geklärt werden, ob die Regionalstadtbahn im Bereich Pfullingens auf der früheren Trasse der Echaztalbahn verkehrt oder besser auf einer neuen Trasse direkt durch die Innenstadt. Die Bürgerinnen und Bürger haben sich für die letztere Variante entschieden. Dazu Glückwunsch!

Viele Grüße vom Vielfahrer

Re: Planungsstand Ringzug 2.0

Verfasst: Sa 27. Jun 2026, 08:11
von Karl Müller
Vielfahrer hat geschrieben: Do 25. Jun 2026, 12:17 Hallo Christian,

Nach meinem aktuellen Kenntnisstand wird die komplette Zollernbahn von Tübingen bis Albstadt-Ebingen im Rahmen der Regionalstadtbahn Neckar-Alb und zwischen Albstadt-Ebingen und Sigmaringen auf Drängen des Landkreises Sigmaringen elektrifiziert. Die Elektrifizierung läuft in verschiedenen Abschnitten. Zunächst ist Tübingen - Hechingen dran, weil hier längere Zweigleisigkeit erstellt werden soll. Danach folgt Hechingen - Balingen, wo auch mehrere neue Regionalstadtbahn-Haltepunkte gebaut werden. Danach kommt Balingen - Albstadt-Ebingen an die Reihe. Wenn bis Albstadt-Ebingen elektrifiziert ist, folgt Albstadt-Ebingen - Sigmaringen, was auch nicht ganz billig wird, da die Tunnelprofile erweitert werden müssen. Haltestellen sind meines Wissens keine zusätzlichen vorgesehen, obwohl in Ebingen-Ost oder in Kaiseringen, Oberschmeien, Unterschmeien und Laiz welche sinnvoll wären und der frühere Bahnhof Inzigkofen als Ausgangspunkt für interessante Wanderungen im Naturpark Obere Donau m. E. eine Berechtigung hätten.

Laut Planungen soll während der Bauzeit der heute eingleisigen Strecke jeweils abschnittsweise ein SEV-Ersatz eingerichtet werden. Die Anschaffung von Batterie-elektischen Zügen ist m.E. daher nicht sinnvoll. Ziel des Landkreises Sigmaringen ist es, nach Abschluss der Elektrifizierungsarbeiten dauerhaft wieder umsteigefreie schnelle Zugverbindungen direkt nach Stuttgart über Tübingen - Reutlingen zu erhalten. Was sollten das Mirkos oder andere Batterie-elektrische Fahrzeuge unter 160 km elektrifizierter Strecke bewerkstelligen?
Albstadt Ebingen - Onstmettingen und Hechingen - Burladingen sollen im Rahmen der Regionalstadtbahn auch elektrifiziert werden. Zwischen Burladingen und Gammertingen bzw. Gammertingen und Sigmaringen gibt es bislang keine offiziellen Elektrifizierungsabsichten. Elektrifiziert werden soll übrigens in diesem Zusammenhang auch die Strecke Reutlingen - Pfullingen - Honau - Lichtenstein - Großengstingen Schulzentrum. Von Gammertingen aus gibt es einen beachtlichen Verkehr in Richtung Reutlingen, der auch zukünftig über Lichtenstein laufen wird, nur eben nicht mehr auf der Buslinie 400 der SWEG. Die Fahrgäste werden sich freuen, wenn Sie zukünftig mindestens ab Großengstingen direkt in die Reutlinger Innenstadt mit der Regionalstadtbahn fahren können.

Bei dieser Gelegenheit will ich auch noch erwähnen, dass der Gemeinderat von Bad Schussenried der Reaktivierung der früheren Strecke Bad Schussenried bis zur Stadtmitte Bad Schussenrieds mehrheitlich eine Absage erteilt hat. Die Stadt Bad Schussenried denkt eher an einen Bürgerbus zwischen der Innenstadt und ihrem Bahnhof an der Südbahn.

In der Stadt Pfullingen übrigens hat in der vergangenen Woche auch ein Bürgerentscheid stattgefunden. Hier ging es nicht um die Frage, ob die Regionalstadtbahn kommt oder nicht, sondern es sollte geklärt werden, ob die Regionalstadtbahn im Bereich Pfullingens auf der früheren Trasse der Echaztalbahn verkehrt oder besser auf einer neuen Trasse direkt durch die Innenstadt. Die Bürgerinnen und Bürger haben sich für die letztere Variante entschieden. Dazu Glückwunsch!

Viele Grüße vom Vielfahrer
Werter Vielfahrer,
das ist alles der Planungsstand bei der RSBNA, nicht über den Ringzug.
Gruß Oli

Re: Planungsstand Ringzug 2.0

Verfasst: Sa 27. Jun 2026, 09:28
von Christian
Hi zusammen,
wolfgang65 hat geschrieben: Fr 26. Jun 2026, 15:53 Hallo zusammen,

gibt es eigentlich irgendwo einen detaillierten Zeitplan für das Bauprojekt? ich kann zwar überall die Fertigstellung finden, aber nicht weiteres.
Bezieht sich das auf das Projekt Ringzug 2.0 oder die RegionalStadtBahnNeckarAlb?
Karl Müller hat geschrieben: Sa 27. Jun 2026, 08:11 Werter Vielfahrer,
das ist alles der Planungsstand bei der RSBNA, nicht über den Ringzug.
Gruß Oli
Ich denke Uli ist hier nur auf einen Schlusssatz eingegangen, zwecks Elektrifizierung ZAB. Ich Teile das später passend auf *;-)*