Planungsstand Ringzug 2.0

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Sam7C7
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Re: Planungsstand Ringzug 2.0

Beitrag von Sam7C7 »

Hallo zusammen,

ein Zeitungsartikel in der Schwäbischen beleuchtet heute den Ringzug 2.0 und dessen dramatische Entwicklung. Darin wird vom Autor hauptsächlich auf eine Vorlage des Kreisausschusses für Umwelt und Verkehr verwiesen, welche ich leider nirgends finden kann. Falls jemand etwas Näheres darüber weiß, würde ich mich über Hinweise freuen.

Im Wesentlichen werden folgende Themen diskutiert:

Nach den letzten Informationen war ja zu erwarten, dass die Kosten deutlich gestiegen sind, aber das Wort „Anstieg“ würde der Wahrheit kaum gerecht werden. Die geschätzten Gesamtkosten sind von ursprünglich 97 Millionen Euro (Stand 2023) auf mittlerweile über 350 Millionen Euro geradezu explodiert. Damit steigt dann natürlich auch der nicht förderfähige Eigenanteil. Als Hauptgründe werden die hohen Bau- und Planungskosten genannt.

Wegen der angespannten Haushaltslage im Landkreis Tuttlingen stehen viele Teilprojekte auf dem Prüfstand. Auf die Elektrifizierung der Strecke Tuttlingen–Fridingen sowie auf den neuen Haltepunkt in Hintschingen soll komplett verzichtet werden. Der neue Haltepunkt in der Tuttlinger Stadtmitte und der Kreuzungsbahnhof Mühlheim sollen dagegen auf jeden Fall gebaut werden. Bei Projekten wie dem sechsten Gleis in Tuttlingen oder dem teuren Umbau des Bahnhofs Immendingen (35 Millionen Euro) laufen die Diskussionen mit der Bahn über Alternativen wohl noch.

Auch beim Trossinger „Bähnle“ wird es teurer für die Stadt Trossingen. Verwaltung und Gemeinderat haben sich jedoch bereits für dessen Erhalt ausgesprochen, auch wenn es nicht gefördert wird.

Wenn so die Zukunft der Projektentwicklung in unserem Land aussieht, dann werden wir nichts mehr auf die Reihe bekommen. Unabhängig von der aktuell angespannten Finanzsituation kann es doch nicht sein, dass der Bund sich hier an vielen Stellen die Infrastruktur von den Landkreisen erneuern lassen möchte. Anscheinend wäre zum Beispiel der komplette Neubau einer Donaubrücke bei Fridingen für die Elektrifizierung erforderlich. Ich kann mir schon vorstellen, welche das sein soll, aber vermutlich müsste man diese sowieso bald mal erneuern. Die Brücke direkt beim Bahnhof wurde ja bereits erneuert, und vermutlich sind alle Brücken in der Ecke ähnlich alt.
Viele Grüße
Sam7C7 *:-)*
Vielfahrer
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Re: Planungsstand Ringzug 2.0

Beitrag von Vielfahrer »

In der Schwäbischen Zeitung, dem Gränzboten, findet sich ein ausführlicher Artikel von Redakteur Michael Hochheuser zur Zukunft des Ringzugs in der Region. Während man noch 2023 von 97 Millionen Euro Gesamtkosten ausging, werden aktuell Kosten zwischen 351 und 354 Millionen Euro - und dies nur für den Ausbau im Landkreis Tuttlingen, kalkuliert. Eine Steigerung um das 3 1/2-fache! Die reinen Baukosten sollen bei ca. 270 bis 272 Millionen Euro liegen, dazu kommen Planungskosten in Höhe von 81 Mio. Euro.

Angesichts dieser Entwicklung, die mit rund 40 Millionen Euro auf den Landkreis Tuttlingen durchschlagen dürfte, wird verständlich, dass nach Einsparmöglichkeiten gesucht wird. Während die Elektrifizierung zwischen Immendingen und Tuttlingen weiterverfolgt wird, soll auf die Elektrifizierung des Abschnitts Tuttlingen - Fridingen verzichtet werden, da u.a. dafür die Donaubrücke bei Fridingen neu gebaut werden müsste. Auch auf den Halt in Hintschingen will man verzichten und dadurch 2,2 Mio. Euro einsparen, weil dort nur relativ wenige Fahrgäste erwartet werden. Auf der anderen Seite muss dann Hintschingen allerdings weiterhin mit Bussen oder wenigstens im On-Demand-Verkehr angebunden werden, was auch nicht kostenlos geht. Umgesetzt werden soll auf jeden Fall der neue Halt in Tuttlingen Stadtmitte, da er stark frequentiert werden wird. Nicht eingespart werden soll auch das Kreuzungsgleis in Mühlheim, welches für die zukünftig häufiger fahrenden Ringzüge und die RE der Donautalbahn benötigt wird.

Der Umbau des Bahnhofs Immendingen (Kosten ca. 35 Millionen Euro) geht dem Landkreis insofern zu weit, weil er primär für den Güterverkehr erforderlich sei. Auch der zusätzliche Bahnsteig in Tuttlingen am geplanten Gleis 6 schlägt mit bis zu 29 Millionen Euro zu Buche und soll deshalb nochmals kritisch überprüft werden auf seine Notwendigkeit.

Nicht in Frage gestellt wird der Umbau des Staatsbahnhofs Trossingen. Dieser wird erforderlich, um die Stadt Trossingen gut an die Ringzüge und den zukünftigen Metropolexpress zwischen Villingen-Schwenningen und Stuttgart anzubinden. Und auch die Infrastruktur der Trossinger Eisenbahn soll erneuert werden. Hier betragen die Kosten zwischen 44 und 54 Millionen Euro, von denen der Landkreis Tuttlingen knapp 6 Millionen Euro übernehmen müsste.

Die Elektrifizierung der Strecke Rottweil - Villingen-Schwenningen wird vom Landkreis Tuttlingen unterstützt. Für ihn fallen dadurch keine direkten Kosten an, da die Strecke nicht über Tuttlinger Landkreisgebiet verläuft. Indirekt fallen aber schon Kosten an, weil man dann für einen Weiterbetrieb der Museumsbahn einen Umschaltbetrieb benötigt, da der Ringzug 2.0 und die Museumsbahn nicht mit dem gleichen Stromsystem fahren können.
Die Stadt Trossingen und ihr Gemeinderat haben sich dafür ausgesprochen, zur Not die Kosten für die Umschalteinrichtung selbst zu tragen. Man will auf alle Fälle die historische Bahn erhalten. Gebaut werden soll auch zwischen dem Staatsbahnhof und dem Stadtbahnhof der vorgesehene Haltepunkt Troase, der 6,6 Mio. Euro kosten soll. Die Stadt Trossingen erwartet sich vom neuen Haltepunkt neben einer besseren Erschließung auch eine höhere Frequentierung des Naturbads. Die vorgesehene Bahnsteiglänge soll allerdings von 150 m auf 75 m reduziert werden.

Viele Grüße vom Vielfahrer
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KBS720
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Re: Planungsstand Ringzug 2.0

Beitrag von KBS720 »

Hallo zusammen,
Sam7C7 hat geschrieben: Mi 20. Mai 2026, 07:45 Wenn so die Zukunft der Projektentwicklung in unserem Land aussieht, dann werden wir nichts mehr auf die Reihe bekommen. Unabhängig von der aktuell angespannten Finanzsituation kann es doch nicht sein, dass der Bund sich hier an vielen Stellen die Infrastruktur von den Landkreisen erneuern lassen möchte. Anscheinend wäre zum Beispiel der komplette Neubau einer Donaubrücke bei Fridingen für die Elektrifizierung erforderlich. Ich kann mir schon vorstellen, welche das sein soll, aber vermutlich müsste man diese sowieso bald mal erneuern. Die Brücke direkt beim Bahnhof wurde ja bereits erneuert, und vermutlich sind alle Brücken in der Ecke ähnlich alt.
Da gebe ich dir grundsätzlich Recht. Im Falle von der Donaubrücke wirds mit Strippe ziehen im Bestandsbauwerk schwierig und das Alter wird auch eher einen Neubau rechtfertigen.

Vielfahrer hat geschrieben: Mi 20. Mai 2026, 19:36 Nicht eingespart werden soll auch das Kreuzungsgleis in Mühlheim, welches für die zukünftig häufiger fahrenden Ringzüge und die RE der Donautalbahn benötigt wird.
Das ist auch eine Maßnahme die baulich nicht so extrem teuer sein kann, da auf der Fläche ja früher schon mal Bahnanlagen waren und somit zumindest keine große Erdarbeiten nötig sind.
Vielfahrer hat geschrieben: Mi 20. Mai 2026, 19:36Der Umbau des Bahnhofs Immendingen (Kosten ca. 35 Millionen Euro) geht dem Landkreis insofern zu weit, weil er primär für den Güterverkehr erforderlich sei.
Was soll denn da konkret gemacht werden? Aber hier recht sich halt der Wahn der Jahrtausendwende, würden zumindest Gl.5 und 6 noch liegen bzw. vernünftigt angeschlossen sein, müsste man in Immendingen nicht bei jedem Holzzug gleich den Ausnahmezustand ausrufen (Gut der Fdl TTU tut sein übriges dazu).
Vielfahrer hat geschrieben: Mi 20. Mai 2026, 19:36Auch der zusätzliche Bahnsteig in Tuttlingen am geplanten Gleis 6 schlägt mit bis zu 29 Millionen Euro zu Buche und soll deshalb nochmals kritisch überprüft werden auf seine Notwendigkeit.
In Tuttlingen ist gefühlt chronischer Mangel, ich frage mich allerdings was die da für 29 Mio hinbauen? Das ist ja abartig.
Vielfahrer hat geschrieben: Mi 20. Mai 2026, 19:36Nicht in Frage gestellt wird der Umbau des Staatsbahnhofs Trossingen. Dieser wird erforderlich, um die Stadt Trossingen gut an die Ringzüge und den zukünftigen Metropolexpress zwischen Villingen-Schwenningen und Stuttgart anzubinden.
Hier gehört dem Planer von damals auch eine Nackenschelle verpasst, so sieht halt kein vernünftiger Bahnhof aus.

Vielfahrer hat geschrieben: Mi 20. Mai 2026, 19:36Die Elektrifizierung der Strecke Rottweil - Villingen-Schwenningen wird vom Landkreis Tuttlingen unterstützt.
Das sollte jeder unterstützen der für eine nachhaltige Bahn ist, damit lassen sich wie bei Tutlingen-Immendingen Lückenschlüsse durchführen, die dem Gesamtsystem nutzen. Leider wird das ja nie berücksichtigt, sonst könnten da auch andere mal den Geldbeutel aufmachen.

Grüße Andreas
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Re: Planungsstand Ringzug 2.0

Beitrag von DennisAdler »

Die Kostensteigerung ist schon heftig. Von 97 Millionen auf über 350 Millionen ist natürlich eine andere Hausnummer. Sparmaßnahmen bei solchen Projekten erinnern mich immer daran, wie man zu Hause den Platz optimiert. Ich nutze mittlerweile oft praktische Vakuum-Kompressionsbeutel für Textilien, um ungenutzten Raum effizient zu füllen. Wusstest du, dass die Vakuumtechnik physikalisch gesehen die Dichte der Fasern nicht verändert, sondern nur die Luft entzieht? Ein cleverer Trick für Ordnung.
Zuletzt geändert von DennisAdler am Mo 22. Jun 2026, 10:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Christian
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Re: Planungsstand Ringzug 2.0

Beitrag von Christian »

An den falschen Stellen wird doch schon ewig gespart ... :enttäuscht:

Ich seh schon, auch im Ringzug wird sich der Mireo Plus B breit machen. Soll ja wohl auch hier auf der Zollerbahn / Landesbaahn kommen.
Dabei gäb es dazu eine bessere Alternative: Flirt Akku *B-)* Aber das entscheiden leider andere und ist hier ja auch nicht Thema *schäm*
Grüße,
Christian
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Re: Planungsstand Ringzug 2.0

Beitrag von Vielfahrer »

Hallo Christian,

Nach meinem aktuellen Kenntnisstand wird die komplette Zollernbahn von Tübingen bis Albstadt-Ebingen im Rahmen der Regionalstadtbahn Neckar-Alb und zwischen Albstadt-Ebingen und Sigmaringen auf Drängen des Landkreises Sigmaringen elektrifiziert. Die Elektrifizierung läuft in verschiedenen Abschnitten. Zunächst ist Tübingen - Hechingen dran, weil hier längere Zweigleisigkeit erstellt werden soll. Danach folgt Hechingen - Balingen, wo auch mehrere neue Regionalstadtbahn-Haltepunkte gebaut werden. Danach kommt Balingen - Albstadt-Ebingen an die Reihe. Wenn bis Albstadt-Ebingen elektrifiziert ist, folgt Albstadt-Ebingen - Sigmaringen, was auch nicht ganz billig wird, da die Tunnelprofile erweitert werden müssen. Haltestellen sind meines Wissens keine zusätzlichen vorgesehen, obwohl in Ebingen-Ost oder in Kaiseringen, Oberschmeien, Unterschmeien und Laiz welche sinnvoll wären und der frühere Bahnhof Inzigkofen als Ausgangspunkt für interessante Wanderungen im Naturpark Obere Donau m. E. eine Berechtigung hätten.

Laut Planungen soll während der Bauzeit der heute eingleisigen Strecke jeweils abschnittsweise ein SEV-Ersatz eingerichtet werden. Die Anschaffung von Batterie-elektischen Zügen ist m.E. daher nicht sinnvoll. Ziel des Landkreises Sigmaringen ist es, nach Abschluss der Elektrifizierungsarbeiten dauerhaft wieder umsteigefreie schnelle Zugverbindungen direkt nach Stuttgart über Tübingen - Reutlingen zu erhalten. Was sollten das Mirkos oder andere Batterie-elektrische Fahrzeuge unter 160 km elektrifizierter Strecke bewerkstelligen?
Albstadt Ebingen - Onstmettingen und Hechingen - Burladingen sollen im Rahmen der Regionalstadtbahn auch elektrifiziert werden. Zwischen Burladingen und Gammertingen bzw. Gammertingen und Sigmaringen gibt es bislang keine offiziellen Elektrifizierungsabsichten. Elektrifiziert werden soll übrigens in diesem Zusammenhang auch die Strecke Reutlingen - Pfullingen - Honau - Lichtenstein - Großengstingen Schulzentrum. Von Gammertingen aus gibt es einen beachtlichen Verkehr in Richtung Reutlingen, der auch zukünftig über Lichtenstein laufen wird, nur eben nicht mehr auf der Buslinie 400 der SWEG. Die Fahrgäste werden sich freuen, wenn Sie zukünftig mindestens ab Großengstingen direkt in die Reutlinger Innenstadt mit der Regionalstadtbahn fahren können.

Bei dieser Gelegenheit will ich auch noch erwähnen, dass der Gemeinderat von Bad Schussenried der Reaktivierung der früheren Strecke Bad Schussenried bis zur Stadtmitte Bad Schussenrieds mehrheitlich eine Absage erteilt hat. Die Stadt Bad Schussenried denkt eher an einen Bürgerbus zwischen der Innenstadt und ihrem Bahnhof an der Südbahn.

In der Stadt Pfullingen übrigens hat in der vergangenen Woche auch ein Bürgerentscheid stattgefunden. Hier ging es nicht um die Frage, ob die Regionalstadtbahn kommt oder nicht, sondern es sollte geklärt werden, ob die Regionalstadtbahn im Bereich Pfullingens auf der früheren Trasse der Echaztalbahn verkehrt oder besser auf einer neuen Trasse direkt durch die Innenstadt. Die Bürgerinnen und Bürger haben sich für die letztere Variante entschieden. Dazu Glückwunsch!

Viele Grüße vom Vielfahrer
wolfgang65
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Re: Planungsstand Ringzug 2.0

Beitrag von wolfgang65 »

Hallo zusammen,

gibt es eigentlich irgendwo einen detaillierten Zeitplan für das Bauprojekt? ich kann zwar überall die Fertigstellung finden, aber nicht weiteres.

Grüße

Wolfgang
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Villinger
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Re: Planungsstand Ringzug 2.0

Beitrag von Villinger »

Hallo,

in den Kreistagsunterlagen zum am 01.07. tagenden Ausschuss für Umwelt und Verkehr im LRA Tuttlingen finden sich nun auch offizielle und öffentliche Vorlagen zum Thema Ringzugausbau (die Schwäbische/Gränzbote hat offensichtlich nicht öffentliche Unterlagen verwendet).

Daraus wird weitestgehend der Planungsstand bestätigt, u. a. soll die Strecke nach Fridingen nicht elektrifiziert werden. Aber auch Ausbaustufen der Bahnhöfe Tuttlingen und Immendingen (hatten wir das nicht alles, bis es 2004 herausgerissen wurde?) sollen irgendwie anders gelöst werden, als dass in Immendingen der ganze Bahnhof umgebaut oder in Tuttlingen ein sechstes Gleis gebaut werden soll.

Man beschäftigt sich offenbar aktiv in Abstimmung mit dem Land damit, den Ringzugverkehr nach Blumberg aufzugeben, einen landesfinanzierten Bus dorthin, und den Ringzug stattdessen zwischen Fridingen und Geisingen fahren zu lassen.

Als Zeitplan würde man gerne im nächsten Jahr die Finanzierungsvereinbarung unterschreiben, wenn die standardisierte Bewertung bis dahin fertig (und im besten Falle positiv) ist.

(Hoffentlich funktionierender) Direktlink in die Ausschuss-Tagesordnung

...nicht zu verachten ist auch der derzeitige Entwurf zur Neufassung des Tuttlinger Nahverkehrsplanes, der entscheidende Fehler der Vergangenheit aufräumt und auch Neuerungen im Verkehr ab 2029 vorsieht. Die fürchterliche Abtrennung der übergreifenden Verkehre in andere Landkreise sollen teils wieder eingeführt werden, u.a. soll Tuttlingen-Schwenningen und Tuttlingen-Meßkirch die Landes-Regiobus-Förderung in Anspruch genommen werden. Wie schon zu urigen Zeiten, damals unter SBG-Regie, scheint auch eine Durchbindung Tuttlingen-Stockach-Ludwigshafen (aber nicht unbedingt als Schnellbus) wieder aufgegriffen zu werden. Der aktuell betriebene On-Demand-Verkehr kann nur rund 50% der Fahrtanfragen bedienen - das soll in Zukunft in kleinere ODV-Gebiete aufgeteilt werden, die dann doch eher mit Grob-Fahrplänen einem flexibleren Anruf-Sammeltaxi gleichen und nicht mehr mit unglaublich vielen Leerfahrten kreuz-und-quer durch den Landkreis fahren.
Bild Aus dem Fridinger wurde der Villinger Bild
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