Sonder-Fahrplankonferenz am 17.04.26 in Stuttgart

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Vielfahrer
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Sonder-Fahrplankonferenz am 17.04.26 in Stuttgart

Beitrag von Vielfahrer »

Die Verschiebung der Eröffnung von Stuttgart 21 führt u.a. dazu, dass viele Fahrpläne kurzfristig umgearbeitet werden müssen. Auf den Fahrplankonferenzen im Januar gab die NVBW bekannt, dass sie im Laufe des Frühjahrs aktuell über die ab Dezember 26 vorgesehenen neuen Fahrpläne informieren wird. Dies ist nun am 17.04.26 von 13:00 bis 16:00 im Hospitalhof in Stuttgart der Fall. Wer an dieser Konferenz teilnehmen möchte, muss sich zuvor anmelden. Spannend dürfte es u.a. auch für die Gäubahn werden, denn der aktuelle Fahrplan (Brechung der langsamen Züge in Singen) befriedigt die Schweizer noch nicht. Die weiterhin durchgehenden schnellen IC mit wenigen Halten erforderten in den ersten beiden Monaten rund 100 Ersatzzüge zwischen Schaffhausen und Zürich, um die Zürcher Anschlüsse zu gewährleisten. Ich gehe davon aus, dass die SBB und DB sowie die NVBW nunmehr eine Fahrplanstruktur vorlegen, die zuverlässig funktioniert. Das wird mutmaßlich nur dadurch möglich werden, dass die zu knappen Fahrzeiten entspannt werden. Die Systemkreuzungen in Tuttlingen sowie in Oberndorf und die Stuttgarter S-Bahn im Abschnitt zwischen Stg.-Vaihingen und Herrenberg scheinen wesentliche Ursachen der Misere zu sein.

Viele Grüße vom Vielfahrer
wolfgang65
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Re: Sonder-Fahrplankonferenz am 17.04.26 in Stuttgart

Beitrag von wolfgang65 »

Hallo Vielfahrer,

wenn ich "..dass viele Fahrpläne kurzfristig umgearbeitet werden müssen." diesen Satz lese, frage ich mich wo die Leute der NVBW leben - Es ist doch schon seit 2-3 Jahren klar, dass das mit ETCS nichts werden wird. Soll heißen, es war doch jedem klar, dass die nächsten Fahrplanwechsel (Mehrzahl) ohne S21 statt finden werden.

Sollte die NVBW wirklich die einzige Organisation sein, die das nicht wusste oder ist das nur wieder eine Aktion um zu Zeigen, dass man keine Schuld an dem Chaos daran trägt?

Grüße

Wolfgang
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MarkoFlow
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Re: Sonder-Fahrplankonferenz am 17.04.26 in Stuttgart

Beitrag von MarkoFlow »

wolfgang65 hat geschrieben: Mi 25. Mär 2026, 23:55 Spannend dürfte es u.a. auch für die Gäubahn werden, Gyuto Messer denn der aktuelle Fahrplan (Brechung der langsamen Züge in Singen) befriedigt die Schweizer noch nicht. Die weiterhin durchgehenden schnellen IC mit wenigen Halten erforderten in den ersten beiden Monaten rund 100 Ersatzzüge zwischen Schaffhausen und Zürich, um die Zürcher Anschlüsse zu gewährleisten.
Danke für die Zusammenfassung und den Hinweis auf den Termin im Hospitalhof. Dass die SBB bereits in diesem Maße mit Ersatzzügen gegensteuern muss, zeigt deutlich, wie instabil die aktuelle Lage ist. Es bleibt zu hoffen, dass bei der Konferenz wirklich praktikable Lösungen für die Gäubahn präsentiert werden, die über kurzfristige Korrekturen hinausgehen.
Vielfahrer
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Re: Sonder-Fahrplankonferenz am 17.04.26 in Stuttgart

Beitrag von Vielfahrer »

Hallo,

dass sich gegen die Pläne, bei den langsamen IC-Zügen einige Halte zu streichen und bei den schnelleren IC-Zügen die Fahrzeit um 15 Minuten zu verlängern und Halte in Sulz und Oberndorf sowie wechselweise in Spaichingen bzw. Engen zuzugeben, Widerstand regen wird, war zu erwarten. Besonders im Gäu, also dem Raum Herrenberg, Gäufelden und Bondorf, wurde dies mit Unterstützung des Landkreises Böblingen massiv kritisiert, ohne freilich bessere Vorschläge zu unterbreiten.

Südlich von Horb entsteht durch die neue Fahrplanstruktur ein echter Stundentakt für Horb, Sulz, Oberndorf, Rottweil, Tuttlingen und Singen. Die Verschiebung der Zugkreuzung von Oberndorf nach Epfendorf entspannt den bisher zu knappen Fahrplan, wie man insbesondere in Tuttlingen immer sehen konnte. Der nordwärts fahrende IC stand oft mehrere Minuten abfahrbereit auf Gleis 5, weil der südwärts fahrende IC einige Minuten zu spät eintraf. Die an und für sich gut gemeinten Ringzuganschlüsse in Tuttlingen in Richtung Immendingen – Leipferdingen (-Blumberg-Zollhaus) funktionierten meist nicht und auch im Abschnitt zwischen Tuttlingen und Rottweil wurden die Ringzüge durch die verspäteten IC häufig um mehrere Minuten folgeverspätet. Die Leidtragenden waren nicht selten Umsteiger vom Ringzug in Aldingen auf die Busse in die Fläche (Trossingen, Frittlingen, Gosheim und Wehingen), weil diese nur begrenzt auf die verspäteten Ringzüge warten konnten.

Die neue Fahrplanstruktur stellt nun südlich von Horb eine wohl stabile Basis für einen besseren und verlässlicheren Fahrplan dar. Auch entspannen sich die Anschlüsse in Rottweil von und nach Villingen – Donaueschingen – Bräunlingen um wenige Minuten, wobei diese in der Regel auch heute schon verlässlich funktionierten.

Die Kritiker im Raum Herrenberg – Gäufelden – Bondorf sowie im Landkreis Böblingen sehen diese Vorteile offenbar nicht und fordern die Beibehaltung der ihrer IC-Halte mindestens alle 2 Stunden. Zwar kann man mit dem Regionalzug von Herrenberg mit Halten in Gäufelden, Bondorf, Ergenzingen und Eutingen im Gäu nach Horb gelangen und dort auf den IC in Richtung Singen umsteigen, die Umsteigezeit von knapp 30 Minuten entwertet diese Verbindung jedoch enorm. Verschieben lässt sich die RE-Trasse leider nicht in eine Lage mit kürzerer Umstiegszeit, weil diese schon von der Linie Pforzheim – Calw – Nagold – Hochdorf belegt ist, die ebenfalls den Anschluss nach Süden beanspruchen.

Nicht vergessen sollte man auch, dass in Herrenberg viele Buslinien auf den IC-Halt ausgerichtet waren, auch die Ammertalbahn stellte in beiden Richtungen sehr gute Anschlüsse her. Die Verschiebung der IC um 15 Minuten kappt diese Anschlüsse alle oder verlängert die Umstiegszeit um mindestens 15 Minuten. Man darf da gespannt sein, wie der lokale Aufgabenträger für die Busverkehre sich darauf einstellen wird.

Wie zu vernehmen war, soll am frühen Morgen bzw. am späten Abend jeweils ein IC weiterhin in Herrenberg halten. Außerdem scheint sich die vor wenigen Jahren eingerichtete Transportkette ab Singen mit der HzL bis Rottweil, dort Umstieg nach Eutingen und dann weiter nach Herrenberg mit S-Bahn-Anschluss nach Stuttgart dahingehend zu bewähren, dass mit dem neuen Fahrplan ein zusätzlicher IC ab Zürich nach Stuttgart in einer um 1 Stunde späteren Fahrlage als heute hinzu kommt.

Über die Neuerungen – auch auf der Gäubahn – wird auf der Fahrplankonferenz des Verbands Region Stuttgart am 30. September 2026 berichtet werden.

Viele Grüße vom Vielfahrer
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