Planungsstand Ringzug 2.0
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Sam7C7
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Re: Planungsstand Ringzug 2.0
Hallo zusammen,
ein Zeitungsartikel in der Schwäbischen beleuchtet heute den Ringzug 2.0 und dessen dramatische Entwicklung. Darin wird vom Autor hauptsächlich auf eine Vorlage des Kreisausschusses für Umwelt und Verkehr verwiesen, welche ich leider nirgends finden kann. Falls jemand etwas Näheres darüber weiß, würde ich mich über Hinweise freuen.
Im Wesentlichen werden folgende Themen diskutiert:
Nach den letzten Informationen war ja zu erwarten, dass die Kosten deutlich gestiegen sind, aber das Wort „Anstieg“ würde der Wahrheit kaum gerecht werden. Die geschätzten Gesamtkosten sind von ursprünglich 97 Millionen Euro (Stand 2023) auf mittlerweile über 350 Millionen Euro geradezu explodiert. Damit steigt dann natürlich auch der nicht förderfähige Eigenanteil. Als Hauptgründe werden die hohen Bau- und Planungskosten genannt.
Wegen der angespannten Haushaltslage im Landkreis Tuttlingen stehen viele Teilprojekte auf dem Prüfstand. Auf die Elektrifizierung der Strecke Tuttlingen–Fridingen sowie auf den neuen Haltepunkt in Hintschingen soll komplett verzichtet werden. Der neue Haltepunkt in der Tuttlinger Stadtmitte und der Kreuzungsbahnhof Mühlheim sollen dagegen auf jeden Fall gebaut werden. Bei Projekten wie dem sechsten Gleis in Tuttlingen oder dem teuren Umbau des Bahnhofs Immendingen (35 Millionen Euro) laufen die Diskussionen mit der Bahn über Alternativen wohl noch.
Auch beim Trossinger „Bähnle“ wird es teurer für die Stadt Trossingen. Verwaltung und Gemeinderat haben sich jedoch bereits für dessen Erhalt ausgesprochen, auch wenn es nicht gefördert wird.
Wenn so die Zukunft der Projektentwicklung in unserem Land aussieht, dann werden wir nichts mehr auf die Reihe bekommen. Unabhängig von der aktuell angespannten Finanzsituation kann es doch nicht sein, dass der Bund sich hier an vielen Stellen die Infrastruktur von den Landkreisen erneuern lassen möchte. Anscheinend wäre zum Beispiel der komplette Neubau einer Donaubrücke bei Fridingen für die Elektrifizierung erforderlich. Ich kann mir schon vorstellen, welche das sein soll, aber vermutlich müsste man diese sowieso bald mal erneuern. Die Brücke direkt beim Bahnhof wurde ja bereits erneuert, und vermutlich sind alle Brücken in der Ecke ähnlich alt.
ein Zeitungsartikel in der Schwäbischen beleuchtet heute den Ringzug 2.0 und dessen dramatische Entwicklung. Darin wird vom Autor hauptsächlich auf eine Vorlage des Kreisausschusses für Umwelt und Verkehr verwiesen, welche ich leider nirgends finden kann. Falls jemand etwas Näheres darüber weiß, würde ich mich über Hinweise freuen.
Im Wesentlichen werden folgende Themen diskutiert:
Nach den letzten Informationen war ja zu erwarten, dass die Kosten deutlich gestiegen sind, aber das Wort „Anstieg“ würde der Wahrheit kaum gerecht werden. Die geschätzten Gesamtkosten sind von ursprünglich 97 Millionen Euro (Stand 2023) auf mittlerweile über 350 Millionen Euro geradezu explodiert. Damit steigt dann natürlich auch der nicht förderfähige Eigenanteil. Als Hauptgründe werden die hohen Bau- und Planungskosten genannt.
Wegen der angespannten Haushaltslage im Landkreis Tuttlingen stehen viele Teilprojekte auf dem Prüfstand. Auf die Elektrifizierung der Strecke Tuttlingen–Fridingen sowie auf den neuen Haltepunkt in Hintschingen soll komplett verzichtet werden. Der neue Haltepunkt in der Tuttlinger Stadtmitte und der Kreuzungsbahnhof Mühlheim sollen dagegen auf jeden Fall gebaut werden. Bei Projekten wie dem sechsten Gleis in Tuttlingen oder dem teuren Umbau des Bahnhofs Immendingen (35 Millionen Euro) laufen die Diskussionen mit der Bahn über Alternativen wohl noch.
Auch beim Trossinger „Bähnle“ wird es teurer für die Stadt Trossingen. Verwaltung und Gemeinderat haben sich jedoch bereits für dessen Erhalt ausgesprochen, auch wenn es nicht gefördert wird.
Wenn so die Zukunft der Projektentwicklung in unserem Land aussieht, dann werden wir nichts mehr auf die Reihe bekommen. Unabhängig von der aktuell angespannten Finanzsituation kann es doch nicht sein, dass der Bund sich hier an vielen Stellen die Infrastruktur von den Landkreisen erneuern lassen möchte. Anscheinend wäre zum Beispiel der komplette Neubau einer Donaubrücke bei Fridingen für die Elektrifizierung erforderlich. Ich kann mir schon vorstellen, welche das sein soll, aber vermutlich müsste man diese sowieso bald mal erneuern. Die Brücke direkt beim Bahnhof wurde ja bereits erneuert, und vermutlich sind alle Brücken in der Ecke ähnlich alt.
Viele Grüße
Sam7C7
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Vielfahrer
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Re: Planungsstand Ringzug 2.0
In der Schwäbischen Zeitung, dem Gränzboten, findet sich ein ausführlicher Artikel von Redakteur Michael Hochheuser zur Zukunft des Ringzugs in der Region. Während man noch 2023 von 97 Millionen Euro Gesamtkosten ausging, werden aktuell Kosten zwischen 351 und 354 Millionen Euro - und dies nur für den Ausbau im Landkreis Tuttlingen, kalkuliert. Eine Steigerung um das 3 1/2-fache! Die reinen Baukosten sollen bei ca. 270 bis 272 Millionen Euro liegen, dazu kommen Planungskosten in Höhe von 81 Mio. Euro.
Angesichts dieser Entwicklung, die mit rund 40 Millionen Euro auf den Landkreis Tuttlingen durchschlagen dürfte, wird verständlich, dass nach Einsparmöglichkeiten gesucht wird. Während die Elektrifizierung zwischen Immendingen und Tuttlingen weiterverfolgt wird, soll auf die Elektrifizierung des Abschnitts Tuttlingen - Fridingen verzichtet werden, da u.a. dafür die Donaubrücke bei Fridingen neu gebaut werden müsste. Auch auf den Halt in Hintschingen will man verzichten und dadurch 2,2 Mio. Euro einsparen, weil dort nur relativ wenige Fahrgäste erwartet werden. Auf der anderen Seite muss dann Hintschingen allerdings weiterhin mit Bussen oder wenigstens im On-Demand-Verkehr angebunden werden, was auch nicht kostenlos geht. Umgesetzt werden soll auf jeden Fall der neue Halt in Tuttlingen Stadtmitte, da er stark frequentiert werden wird. Nicht eingespart werden soll auch das Kreuzungsgleis in Mühlheim, welches für die zukünftig häufiger fahrenden Ringzüge und die RE der Donautalbahn benötigt wird.
Der Umbau des Bahnhofs Immendingen (Kosten ca. 35 Millionen Euro) geht dem Landkreis insofern zu weit, weil er primär für den Güterverkehr erforderlich sei. Auch der zusätzliche Bahnsteig in Tuttlingen am geplanten Gleis 6 schlägt mit bis zu 29 Millionen Euro zu Buche und soll deshalb nochmals kritisch überprüft werden auf seine Notwendigkeit.
Nicht in Frage gestellt wird der Umbau des Staatsbahnhofs Trossingen. Dieser wird erforderlich, um die Stadt Trossingen gut an die Ringzüge und den zukünftigen Metropolexpress zwischen Villingen-Schwenningen und Stuttgart anzubinden. Und auch die Infrastruktur der Trossinger Eisenbahn soll erneuert werden. Hier betragen die Kosten zwischen 44 und 54 Millionen Euro, von denen der Landkreis Tuttlingen knapp 6 Millionen Euro übernehmen müsste.
Die Elektrifizierung der Strecke Rottweil - Villingen-Schwenningen wird vom Landkreis Tuttlingen unterstützt. Für ihn fallen dadurch keine direkten Kosten an, da die Strecke nicht über Tuttlinger Landkreisgebiet verläuft. Indirekt fallen aber schon Kosten an, weil man dann für einen Weiterbetrieb der Museumsbahn einen Umschaltbetrieb benötigt, da der Ringzug 2.0 und die Museumsbahn nicht mit dem gleichen Stromsystem fahren können.
Die Stadt Trossingen und ihr Gemeinderat haben sich dafür ausgesprochen, zur Not die Kosten für die Umschalteinrichtung selbst zu tragen. Man will auf alle Fälle die historische Bahn erhalten. Gebaut werden soll auch zwischen dem Staatsbahnhof und dem Stadtbahnhof der vorgesehene Haltepunkt Troase, der 6,6 Mio. Euro kosten soll. Die Stadt Trossingen erwartet sich vom neuen Haltepunkt neben einer besseren Erschließung auch eine höhere Frequentierung des Naturbads. Die vorgesehene Bahnsteiglänge soll allerdings von 150 m auf 75 m reduziert werden.
Viele Grüße vom Vielfahrer
Angesichts dieser Entwicklung, die mit rund 40 Millionen Euro auf den Landkreis Tuttlingen durchschlagen dürfte, wird verständlich, dass nach Einsparmöglichkeiten gesucht wird. Während die Elektrifizierung zwischen Immendingen und Tuttlingen weiterverfolgt wird, soll auf die Elektrifizierung des Abschnitts Tuttlingen - Fridingen verzichtet werden, da u.a. dafür die Donaubrücke bei Fridingen neu gebaut werden müsste. Auch auf den Halt in Hintschingen will man verzichten und dadurch 2,2 Mio. Euro einsparen, weil dort nur relativ wenige Fahrgäste erwartet werden. Auf der anderen Seite muss dann Hintschingen allerdings weiterhin mit Bussen oder wenigstens im On-Demand-Verkehr angebunden werden, was auch nicht kostenlos geht. Umgesetzt werden soll auf jeden Fall der neue Halt in Tuttlingen Stadtmitte, da er stark frequentiert werden wird. Nicht eingespart werden soll auch das Kreuzungsgleis in Mühlheim, welches für die zukünftig häufiger fahrenden Ringzüge und die RE der Donautalbahn benötigt wird.
Der Umbau des Bahnhofs Immendingen (Kosten ca. 35 Millionen Euro) geht dem Landkreis insofern zu weit, weil er primär für den Güterverkehr erforderlich sei. Auch der zusätzliche Bahnsteig in Tuttlingen am geplanten Gleis 6 schlägt mit bis zu 29 Millionen Euro zu Buche und soll deshalb nochmals kritisch überprüft werden auf seine Notwendigkeit.
Nicht in Frage gestellt wird der Umbau des Staatsbahnhofs Trossingen. Dieser wird erforderlich, um die Stadt Trossingen gut an die Ringzüge und den zukünftigen Metropolexpress zwischen Villingen-Schwenningen und Stuttgart anzubinden. Und auch die Infrastruktur der Trossinger Eisenbahn soll erneuert werden. Hier betragen die Kosten zwischen 44 und 54 Millionen Euro, von denen der Landkreis Tuttlingen knapp 6 Millionen Euro übernehmen müsste.
Die Elektrifizierung der Strecke Rottweil - Villingen-Schwenningen wird vom Landkreis Tuttlingen unterstützt. Für ihn fallen dadurch keine direkten Kosten an, da die Strecke nicht über Tuttlinger Landkreisgebiet verläuft. Indirekt fallen aber schon Kosten an, weil man dann für einen Weiterbetrieb der Museumsbahn einen Umschaltbetrieb benötigt, da der Ringzug 2.0 und die Museumsbahn nicht mit dem gleichen Stromsystem fahren können.
Die Stadt Trossingen und ihr Gemeinderat haben sich dafür ausgesprochen, zur Not die Kosten für die Umschalteinrichtung selbst zu tragen. Man will auf alle Fälle die historische Bahn erhalten. Gebaut werden soll auch zwischen dem Staatsbahnhof und dem Stadtbahnhof der vorgesehene Haltepunkt Troase, der 6,6 Mio. Euro kosten soll. Die Stadt Trossingen erwartet sich vom neuen Haltepunkt neben einer besseren Erschließung auch eine höhere Frequentierung des Naturbads. Die vorgesehene Bahnsteiglänge soll allerdings von 150 m auf 75 m reduziert werden.
Viele Grüße vom Vielfahrer
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Re: Planungsstand Ringzug 2.0
Hallo zusammen,
Grüße Andreas
Da gebe ich dir grundsätzlich Recht. Im Falle von der Donaubrücke wirds mit Strippe ziehen im Bestandsbauwerk schwierig und das Alter wird auch eher einen Neubau rechtfertigen.Sam7C7 hat geschrieben: Mi 20. Mai 2026, 07:45 Wenn so die Zukunft der Projektentwicklung in unserem Land aussieht, dann werden wir nichts mehr auf die Reihe bekommen. Unabhängig von der aktuell angespannten Finanzsituation kann es doch nicht sein, dass der Bund sich hier an vielen Stellen die Infrastruktur von den Landkreisen erneuern lassen möchte. Anscheinend wäre zum Beispiel der komplette Neubau einer Donaubrücke bei Fridingen für die Elektrifizierung erforderlich. Ich kann mir schon vorstellen, welche das sein soll, aber vermutlich müsste man diese sowieso bald mal erneuern. Die Brücke direkt beim Bahnhof wurde ja bereits erneuert, und vermutlich sind alle Brücken in der Ecke ähnlich alt.
Das ist auch eine Maßnahme die baulich nicht so extrem teuer sein kann, da auf der Fläche ja früher schon mal Bahnanlagen waren und somit zumindest keine große Erdarbeiten nötig sind.Vielfahrer hat geschrieben: Mi 20. Mai 2026, 19:36 Nicht eingespart werden soll auch das Kreuzungsgleis in Mühlheim, welches für die zukünftig häufiger fahrenden Ringzüge und die RE der Donautalbahn benötigt wird.
Was soll denn da konkret gemacht werden? Aber hier recht sich halt der Wahn der Jahrtausendwende, würden zumindest Gl.5 und 6 noch liegen bzw. vernünftigt angeschlossen sein, müsste man in Immendingen nicht bei jedem Holzzug gleich den Ausnahmezustand ausrufen (Gut der Fdl TTU tut sein übriges dazu).Vielfahrer hat geschrieben: Mi 20. Mai 2026, 19:36Der Umbau des Bahnhofs Immendingen (Kosten ca. 35 Millionen Euro) geht dem Landkreis insofern zu weit, weil er primär für den Güterverkehr erforderlich sei.
In Tuttlingen ist gefühlt chronischer Mangel, ich frage mich allerdings was die da für 29 Mio hinbauen? Das ist ja abartig.Vielfahrer hat geschrieben: Mi 20. Mai 2026, 19:36Auch der zusätzliche Bahnsteig in Tuttlingen am geplanten Gleis 6 schlägt mit bis zu 29 Millionen Euro zu Buche und soll deshalb nochmals kritisch überprüft werden auf seine Notwendigkeit.
Hier gehört dem Planer von damals auch eine Nackenschelle verpasst, so sieht halt kein vernünftiger Bahnhof aus.Vielfahrer hat geschrieben: Mi 20. Mai 2026, 19:36Nicht in Frage gestellt wird der Umbau des Staatsbahnhofs Trossingen. Dieser wird erforderlich, um die Stadt Trossingen gut an die Ringzüge und den zukünftigen Metropolexpress zwischen Villingen-Schwenningen und Stuttgart anzubinden.
Das sollte jeder unterstützen der für eine nachhaltige Bahn ist, damit lassen sich wie bei Tutlingen-Immendingen Lückenschlüsse durchführen, die dem Gesamtsystem nutzen. Leider wird das ja nie berücksichtigt, sonst könnten da auch andere mal den Geldbeutel aufmachen.Vielfahrer hat geschrieben: Mi 20. Mai 2026, 19:36Die Elektrifizierung der Strecke Rottweil - Villingen-Schwenningen wird vom Landkreis Tuttlingen unterstützt.
Grüße Andreas
Stinkt und macht en hufe Krach, 218 des isch halt ä Sach
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DennisAdler
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Re: Planungsstand Ringzug 2.0
Die Kostensteigerung ist schon heftig. Von 97 Millionen auf über 350 Millionen ist natürlich eine andere Hausnummer. Sparmaßnahmen bei solchen Projekten erinnern mich immer daran, wie man zu Hause den Platz optimiert. Ich nutze mittlerweile oft praktische Vakuum-Kompressionsbeutel für Textilien, um ungenutzten Raum effizient zu füllen. Wusstest du, dass die Vakuumtechnik physikalisch gesehen die Dichte der Fasern nicht verändert, sondern nur die Luft entzieht? Ein cleverer Trick für Ordnung.
Zuletzt geändert von DennisAdler am Mo 22. Jun 2026, 10:20, insgesamt 1-mal geändert.
- Christian
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Re: Planungsstand Ringzug 2.0
An den falschen Stellen wird doch schon ewig gespart ...
Ich seh schon, auch im Ringzug wird sich der Mireo Plus B breit machen. Soll ja wohl auch hier auf der Zollerbahn / Landesbaahn kommen.
Dabei gäb es dazu eine bessere Alternative: Flirt Akku
Aber das entscheiden leider andere und ist hier ja auch nicht Thema 
Ich seh schon, auch im Ringzug wird sich der Mireo Plus B breit machen. Soll ja wohl auch hier auf der Zollerbahn / Landesbaahn kommen.
Dabei gäb es dazu eine bessere Alternative: Flirt Akku
Grüße,
Christian
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wolfgang65
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Re: Planungsstand Ringzug 2.0
Hallo zusammen,
gibt es eigentlich irgendwo einen detaillierten Zeitplan für das Bauprojekt? ich kann zwar überall die Fertigstellung finden, aber nicht weiteres.
Grüße
Wolfgang
gibt es eigentlich irgendwo einen detaillierten Zeitplan für das Bauprojekt? ich kann zwar überall die Fertigstellung finden, aber nicht weiteres.
Grüße
Wolfgang
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Re: Planungsstand Ringzug 2.0
Hallo,
in den Kreistagsunterlagen zum am 01.07. tagenden Ausschuss für Umwelt und Verkehr im LRA Tuttlingen finden sich nun auch offizielle und öffentliche Vorlagen zum Thema Ringzugausbau (die Schwäbische/Gränzbote hat offensichtlich nicht öffentliche Unterlagen verwendet).
Daraus wird weitestgehend der Planungsstand bestätigt, u. a. soll die Strecke nach Fridingen nicht elektrifiziert werden. Aber auch Ausbaustufen der Bahnhöfe Tuttlingen und Immendingen (hatten wir das nicht alles, bis es 2004 herausgerissen wurde?) sollen irgendwie anders gelöst werden, als dass in Immendingen der ganze Bahnhof umgebaut oder in Tuttlingen ein sechstes Gleis gebaut werden soll.
Man beschäftigt sich offenbar aktiv in Abstimmung mit dem Land damit, den Ringzugverkehr nach Blumberg aufzugeben, einen landesfinanzierten Bus dorthin, und den Ringzug stattdessen zwischen Fridingen und Geisingen fahren zu lassen.
Als Zeitplan würde man gerne im nächsten Jahr die Finanzierungsvereinbarung unterschreiben, wenn die standardisierte Bewertung bis dahin fertig (und im besten Falle positiv) ist.
(Hoffentlich funktionierender) Direktlink in die Ausschuss-Tagesordnung
...nicht zu verachten ist auch der derzeitige Entwurf zur Neufassung des Tuttlinger Nahverkehrsplanes, der entscheidende Fehler der Vergangenheit aufräumt und auch Neuerungen im Verkehr ab 2029 vorsieht. Die fürchterliche Abtrennung der übergreifenden Verkehre in andere Landkreise sollen teils wieder eingeführt werden, u.a. soll Tuttlingen-Schwenningen und Tuttlingen-Meßkirch die Landes-Regiobus-Förderung in Anspruch genommen werden. Wie schon zu urigen Zeiten, damals unter SBG-Regie, scheint auch eine Durchbindung Tuttlingen-Stockach-Ludwigshafen (aber nicht unbedingt als Schnellbus) wieder aufgegriffen zu werden. Der aktuell betriebene On-Demand-Verkehr kann nur rund 50% der Fahrtanfragen bedienen - das soll in Zukunft in kleinere ODV-Gebiete aufgeteilt werden, die dann doch eher mit Grob-Fahrplänen einem flexibleren Anruf-Sammeltaxi gleichen und nicht mehr mit unglaublich vielen Leerfahrten kreuz-und-quer durch den Landkreis fahren.
in den Kreistagsunterlagen zum am 01.07. tagenden Ausschuss für Umwelt und Verkehr im LRA Tuttlingen finden sich nun auch offizielle und öffentliche Vorlagen zum Thema Ringzugausbau (die Schwäbische/Gränzbote hat offensichtlich nicht öffentliche Unterlagen verwendet).
Daraus wird weitestgehend der Planungsstand bestätigt, u. a. soll die Strecke nach Fridingen nicht elektrifiziert werden. Aber auch Ausbaustufen der Bahnhöfe Tuttlingen und Immendingen (hatten wir das nicht alles, bis es 2004 herausgerissen wurde?) sollen irgendwie anders gelöst werden, als dass in Immendingen der ganze Bahnhof umgebaut oder in Tuttlingen ein sechstes Gleis gebaut werden soll.
Man beschäftigt sich offenbar aktiv in Abstimmung mit dem Land damit, den Ringzugverkehr nach Blumberg aufzugeben, einen landesfinanzierten Bus dorthin, und den Ringzug stattdessen zwischen Fridingen und Geisingen fahren zu lassen.
Als Zeitplan würde man gerne im nächsten Jahr die Finanzierungsvereinbarung unterschreiben, wenn die standardisierte Bewertung bis dahin fertig (und im besten Falle positiv) ist.
(Hoffentlich funktionierender) Direktlink in die Ausschuss-Tagesordnung
...nicht zu verachten ist auch der derzeitige Entwurf zur Neufassung des Tuttlinger Nahverkehrsplanes, der entscheidende Fehler der Vergangenheit aufräumt und auch Neuerungen im Verkehr ab 2029 vorsieht. Die fürchterliche Abtrennung der übergreifenden Verkehre in andere Landkreise sollen teils wieder eingeführt werden, u.a. soll Tuttlingen-Schwenningen und Tuttlingen-Meßkirch die Landes-Regiobus-Förderung in Anspruch genommen werden. Wie schon zu urigen Zeiten, damals unter SBG-Regie, scheint auch eine Durchbindung Tuttlingen-Stockach-Ludwigshafen (aber nicht unbedingt als Schnellbus) wieder aufgegriffen zu werden. Der aktuell betriebene On-Demand-Verkehr kann nur rund 50% der Fahrtanfragen bedienen - das soll in Zukunft in kleinere ODV-Gebiete aufgeteilt werden, die dann doch eher mit Grob-Fahrplänen einem flexibleren Anruf-Sammeltaxi gleichen und nicht mehr mit unglaublich vielen Leerfahrten kreuz-und-quer durch den Landkreis fahren.
Aus dem Fridinger wurde der Villinger 
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Lukas394
- Weichenputzer

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Re: Planungsstand Ringzug 2.0
Krass, wie die Kosten beim Ringzug 2.0 explodiert sind, das erinnert leider an viele andere große Bahnbauprojekte, bei denen die Anfangsplanung die Realität deutlich unterschätzt. Die teilweise Elektrifizierung, vor allem das Streichen des Abschnitts Tuttlingen–Fridingen, zeigt, wie harte Kompromisse bei knappem Budget nötig sind. Interessant ist, wie sich das technisch auf die Nahversorgung auswirkt, etwa in Hintschingen, wo der Zug durch einen On-Demand-Bus ersetzt wird. Das wirft Fragen auf, wie Modernisierung und Erreichbarkeit zusammenpassen. Ein Netz mit verschiedenen Infrastrukturbeständen zu managen, macht die Sache nicht leichter. Hoffentlich klappt die Zusammenarbeit mit der Bahn und den Kommunen besser, damit es nicht noch mehr unnötige Mehrkosten gibt.
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Sam7C7
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Re: Planungsstand Ringzug 2.0
Hallo zusammen,
leider wird es vermutlich auch hier so laufen wie an vielen anderen Orten: Lange Planung, große Ambitionen, eine ewig lange Bauzeit, und am Ende kommt nur ein mittelmäßiges, um nicht zu sagen schlechtes, Ergebnis dabei heraus. Es ist natürlich verständlich, dass man mit den vorhandenen Mitteln haushalten muss – aber man darf nicht vergessen: Man bekommt eben nur das, wofür man bezahlt. Ein fünftes Gleis in Tuttlingen zu verlängern, mag für das theoretische Szenario zwar ausreichen, aber es ist nicht dasselbe wie ein echtes sechstes Gleis. Zudem ist eine Lösung, die nur dann funktioniert, wenn man Fahrtlagen um wenige Minuten verschiebt, von vornherein wenig resilient gegenüber Verspätungen. Dass wir hier in Deutschland eine derart stabiles System ohne Verspätungen bekommen, von der viele träumen, werden wir wohl alle nicht mehr erleben. Wie das dann endet, kann sich jeder denken...
Ich hoffe, dass man nach der Sitzung noch etwas Material zu den verschiedenen Planungsvarianten einsehen kann.
leider wird es vermutlich auch hier so laufen wie an vielen anderen Orten: Lange Planung, große Ambitionen, eine ewig lange Bauzeit, und am Ende kommt nur ein mittelmäßiges, um nicht zu sagen schlechtes, Ergebnis dabei heraus. Es ist natürlich verständlich, dass man mit den vorhandenen Mitteln haushalten muss – aber man darf nicht vergessen: Man bekommt eben nur das, wofür man bezahlt. Ein fünftes Gleis in Tuttlingen zu verlängern, mag für das theoretische Szenario zwar ausreichen, aber es ist nicht dasselbe wie ein echtes sechstes Gleis. Zudem ist eine Lösung, die nur dann funktioniert, wenn man Fahrtlagen um wenige Minuten verschiebt, von vornherein wenig resilient gegenüber Verspätungen. Dass wir hier in Deutschland eine derart stabiles System ohne Verspätungen bekommen, von der viele träumen, werden wir wohl alle nicht mehr erleben. Wie das dann endet, kann sich jeder denken...
Ich hoffe, dass man nach der Sitzung noch etwas Material zu den verschiedenen Planungsvarianten einsehen kann.
Viele Grüße
Sam7C7
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Re: Planungsstand Ringzug 2.0
Hallo,
wenn wir mal die Planungen des Deutschlandtakts unterstellen, dann wird es auch in Zukunft einen Nullknoten der IC in Tuttlingen geben (Gleis2, Gleis 5). Heute befinden sich auf 2 weiteren Gleisen die Ringzüge der Relation Immendingen – Rottweil (Gleis 3, Gleis 4). Hier ändert sich aber die Planung in der Zukunft. Die zukünftige stündliche Durchbindung aus dem Raum Geisingen nach Fridingen wird um 30 Minuten verschoben. Diese Ringzüge sind also nicht gleichzeitig mit den ICs in Tuttlingen. Dafür ist vorgesehen, die RE der Donautalbahn so zu fahren, dass sie in Tuttlingen mit den IC-Zügen gute Anschlüsse haben(Gleis 3, Gleis 4). Ringzüge und Donautalbahn werden sich dann in Mühlheim jeweils stündlich in Richtung und Gegenrichtung begegnen. Demnach wären zukünftig zur vollen Stunde 4 Gleise in Tuttlingen besetzt. Bleibt noch die Ringzugverbindung aus Rottweil. Hier wird es davon abhängen, wie man diese legt, wenn diese weiterhin nur stündlich verkehrt: ein guter IC-Anschluss aus Richtung Tuttlingen – Rottweil in Richtung Stuttgart führt dazu, dass diese Ringzüge in Tuttlingen aus dem 30er-Knoten verkehren müssen. Der Umstieg in Rottweil in Richtung Stuttgart dürfte stärker sein als in Tuttlingen in Richtung Bodensee, zumal der IC-Halt Spaichingen ja nicht stündlich vorgesehen ist. Und wenn die Nachfrage groß genug ist, könnte man auch halbstündliche Ringzüge zwischen Rottweil und Tuttlingen verkehren lassen. Diese würden dann in Tuttlingen das Gleis 1 benötigen und dort eine Eigenwende durchführen im Nullknoten. Auch wenn man aus dem Bodenseeraum den Seehas jemals nach Tuttlingen verlängern sollte, so würde es nur Sinn ergeben, in Singen aus dem Nullknoten nach Tuttlingen zu fahren, denn aus dem 30er-Knoten würde dies zu einer IC-Überholung in Engen führen. Wozu dann noch nach Tuttlingen fahren? Da werden sehr viele Zugkilometer produziert für eine geringe Nachfrage, denn unterwegs ist zwischen Engen und Tuttlingen (19 km) nichts zu holen.
Das 6. Gleis müsste primär dem Güterverkehr dienen, der zukünftig eine stündliche Trasse in beiden Richtungen erhalten soll. Wenn man in Schaffhausen abfährt und über die Singener Kurve in Richtung Norden einfädelt, dann ist Tuttlingen der erste Bahnhof, der über Kapazitäten verfügen müsste, um ggf. eine Überholung durch andere Züge zu ermöglichen. Je nach Ringzugfahrplan sind aber 4 oder 5 Gleise im Nullknoten schon belegt. Ein sechstes Gleis könnte jedoch für den überregionalen Güterverkehr Nutzen bringen, nämlich zu deutlichen Fahrzeitverkürzungen führen.
Viele Grüße vom Vielfahrer
wenn wir mal die Planungen des Deutschlandtakts unterstellen, dann wird es auch in Zukunft einen Nullknoten der IC in Tuttlingen geben (Gleis2, Gleis 5). Heute befinden sich auf 2 weiteren Gleisen die Ringzüge der Relation Immendingen – Rottweil (Gleis 3, Gleis 4). Hier ändert sich aber die Planung in der Zukunft. Die zukünftige stündliche Durchbindung aus dem Raum Geisingen nach Fridingen wird um 30 Minuten verschoben. Diese Ringzüge sind also nicht gleichzeitig mit den ICs in Tuttlingen. Dafür ist vorgesehen, die RE der Donautalbahn so zu fahren, dass sie in Tuttlingen mit den IC-Zügen gute Anschlüsse haben(Gleis 3, Gleis 4). Ringzüge und Donautalbahn werden sich dann in Mühlheim jeweils stündlich in Richtung und Gegenrichtung begegnen. Demnach wären zukünftig zur vollen Stunde 4 Gleise in Tuttlingen besetzt. Bleibt noch die Ringzugverbindung aus Rottweil. Hier wird es davon abhängen, wie man diese legt, wenn diese weiterhin nur stündlich verkehrt: ein guter IC-Anschluss aus Richtung Tuttlingen – Rottweil in Richtung Stuttgart führt dazu, dass diese Ringzüge in Tuttlingen aus dem 30er-Knoten verkehren müssen. Der Umstieg in Rottweil in Richtung Stuttgart dürfte stärker sein als in Tuttlingen in Richtung Bodensee, zumal der IC-Halt Spaichingen ja nicht stündlich vorgesehen ist. Und wenn die Nachfrage groß genug ist, könnte man auch halbstündliche Ringzüge zwischen Rottweil und Tuttlingen verkehren lassen. Diese würden dann in Tuttlingen das Gleis 1 benötigen und dort eine Eigenwende durchführen im Nullknoten. Auch wenn man aus dem Bodenseeraum den Seehas jemals nach Tuttlingen verlängern sollte, so würde es nur Sinn ergeben, in Singen aus dem Nullknoten nach Tuttlingen zu fahren, denn aus dem 30er-Knoten würde dies zu einer IC-Überholung in Engen führen. Wozu dann noch nach Tuttlingen fahren? Da werden sehr viele Zugkilometer produziert für eine geringe Nachfrage, denn unterwegs ist zwischen Engen und Tuttlingen (19 km) nichts zu holen.
Das 6. Gleis müsste primär dem Güterverkehr dienen, der zukünftig eine stündliche Trasse in beiden Richtungen erhalten soll. Wenn man in Schaffhausen abfährt und über die Singener Kurve in Richtung Norden einfädelt, dann ist Tuttlingen der erste Bahnhof, der über Kapazitäten verfügen müsste, um ggf. eine Überholung durch andere Züge zu ermöglichen. Je nach Ringzugfahrplan sind aber 4 oder 5 Gleise im Nullknoten schon belegt. Ein sechstes Gleis könnte jedoch für den überregionalen Güterverkehr Nutzen bringen, nämlich zu deutlichen Fahrzeitverkürzungen führen.
Viele Grüße vom Vielfahrer