Interessengemeinschaft Südbahn tagt in FN

Strecken in Baden-Württemberg, die unten nich aufgeführt sind.
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Interessengemeinschaft Südbahn tagt in FN

Beitrag von Vielfahrer » Mo 28. Okt 2019, 12:48

Hallo,
in der kommenden Woche kommt es wieder mal zu einer Sitzung der Interessengemeinschaft Südbahn in Friedrichshafen. Gegenstand sind die mittel- und längerfristigen Fahrplankonzeptionen des Landes, der Stand der Elektrifizierungsarbeiten sowie der Schienenersatzverkehr während der Bauzeiten und ggf. weitere Punkte.

Ein paar Tage später trifft sich in Konstanz die Interessengemeinschaft Bodenseegürtelbahn, wobei auch hier das Schwerpunktthema der Ausbau und die Elektrifizierung des Abschnitts Radolfzell - Friedrichshafen sein dürfte. Die Planungsarbeiten nach HOAI sind inzwischen in die Wege geleitet. Ideal wäre es, wenn die Baufirmen nach Abschluss der Südbahnelektrifizierung dann gleich mit der Bodenseegürtelbahn weiter arbeiten könnten. Auch vom Hochrhein vernimmt man, dass es zügig voran geht, so dass die Achse Basel - München über kurz oder lang komplett elektrifiziert sein wird.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: Interessengemeinschaft Südbahn tagt in FN

Beitrag von Vielfahrer » Mi 6. Nov 2019, 15:17

Hallo,

im Techn. Rathaus der Stadt Friedrichshafen fand heute die 26. Sitzung des Interessenverbands Südbahn statt. Sämtliche Sitzplätze waren mit den Vertretern entlang der Südbahn von Städten und Gemeinden, Landkreisen, Regionalverbänden und Industrie- und Handelskammern sowie von der Regio-S-Bahn Donau-Iller und der Bodensee-Oberschwabenbahn besetzt. Das Land Baden-Württemberg war mit Frau Kaiser, einer Vertreterin des Verkehrsministeriums, ebenso vertreten wie die NVBW mit ihrem Fahrplanchef Herrn Maier und Wendel, die DB durch die Herren Kaupper und Mayer von ZugBus RAB sowie Herrn Glaser, den Projektleiter der Südbahnelektrifizierung. Eine durchaus hochkarätige Besetzung.

Landrat Wölfle vom Bodenseekreis, dem einen oder anderen aus dem Ringzuggebiet noch als Gemeinderat aus Donaueschingen, später als Bürgermeister der Stadt Trossingen und als Vorsitzender des Regionalverbands Schwarzwald-Baar-Heuberg, bekannt, leitete in seiner Eigenschaft als Landrat des Bodenseekreises die Sitzung, zog aber mitunter auch mal den Hut der BOB auf, in deren Verwaltungsgremium er ebenfalls sitzt.

Der frühere Verbandsdirektor der Region Bodensee-Oberschwaben und heutige Chef der Stadtwerke Friedrichshafen, Herr Köhler, berichtete als Hausherr zunächst, dass er sich freue, dass die 26. Sitzung des Interessenverbands mal wieder in der Verkehrsdrehscheibe Friedrichshafen am Bodensee stattfinden konnte. Immerhin hätte man mit dem Flughafen Friedrichshafen, dem Hafen Friedrichshafen und dem straßengebundenen Verkehr (Fernbusse und Regionalbusse) auch noch die Schienenverkehre von Bodenseegürtelbahn und Südbahn, die alle in Friedrichshafen zusammenlaufen.

Landrat Wölfle bat um Auskünfte, wie sich das Angebot auf der Schiene ab Ende 2021 entwickeln wird. In den Plänen sei halbstündlich schnell enthalten. Kommt dies und wenn nicht, wann kommt dies dann? Wie sieht eine entsprechende Stufenlösung aus, die ab dem 21.12.2021 beginnen wird, wenn die Südbahn zwischen Lindau und Ulm komplett elektrifiziert ist. Er sprach den Ärger an, der bei der 25. Sitzung des Interessenverbands entstanden ist, als der Vertreter des Verkehrsministeriums auf die noch längere Zeit laufenden Verkehrsverträge mit der RAB ZugBus hingewiesen hat, die trotz Elektrifizierung der Südbahn Leistungen mit Dieseltriebwagen vorsehen. Man habe den Fahrgästen, die unter dem doch monatelangen SEV leiden würden, bislang versprochen, dass mit der Elektrifizierung alles besser würde, neue Fahrzeuge, schnelle und häufigere Verbindungen und nun rücke der Tag der Verifizierung immer näher.

Der Leiter der Fahrplanabteilung der NVBW, Dietmar Maier, führte aus Sicht der NVBW kurz in die Thematik ein und übergab dann für die Details der Planungen an Herrn Meinhard Wendel von der NVBW, der sich den Verkehrsangeboten während der verschiedenen Zeithorizonte widmete. Zunächst aber erläuterte Herr Wendel die weiteren Sperrpausen, die bis zur Fertigstellung der Elektrifizierung noch vorgesehen sind:

Friedrichshafen – Lindau wird vom 16.09.2019 bis zum 29.02.2020 voll gesperrt sein, auch über den Jahreswechsel.
Wangen – Hergatz wird vom 25.01.20 bis zum 31.03.20 voll gesperrt sein.
Ravensburg – Aulendorf wird vom 02.03.20 bis zum 15.07.20 ebenso voll gesperrt werden.
Zwischen Hergatz und Lindau wird auf der zweigleisigen Allgäubahn ganzjährig bis Ende 2020 (Betriebsaufnahme elektrischer Verkehr auf der Allgäubahn) ein eingleisiger Betrieb durchgeführt, bei welchem es zu Zeitverschiebungen und einzelnen Zugausfällen kommen wird. Eine Vollsperrung zwischen Hergatz und Lindau-Aeschach ist jedoch vom 08.08.20 bis zum 31.08.20 unumgänglich.
Ab dem 14.09.20 bis zum 19.12.20 wird Ravensburg – Friedrichshafen gesperrt, Friedrichshafen Stadtbf – Hafenbahnhof wird vom 14.09.20 bis zum 28.11.20 gesperrt.
Im Folgejahr trifft es vom 08.03.21 bis zum 02.04.21 nochmals den Abschnitt Aulendorf – Ravensburg, vom 06.04.21 bis zum 01.05.21 den Abschnitt Ravensburg – Friedrichshafen. Hinsichtlich der Landesgartenschau in Überlingen gibt es spezielle Überlegungen, die aber noch nicht ganz abgeschlossen sind.

Die Fahrplankonzepte des Status quo werden ohne grundsätzliche Änderungen auch ab Ende 2020 und 2021 weitergeführt. Änderungen gibt es lediglich im Raum Kißlegg. Mit Elektrifzierung der Allgäubahn Lindau – Kißlegg – Geltendorf wird dort der Betrieb elektrisch durchgeführt, weshalb die Dieselleistungen Memmingen – Kißlegg – Lindau komplett entfallen. Es wird einen Zweistundentakt Aulendorf – Kißlegg – Leutkirch und einen um eine Stunde versetzten Zweistundentakt Aulendorf – Kißlegg – Wangen und zurück geben, sowie ggf. ergänzende Fahrten zwischen Leutkirch und Wangen im Schülerverkehr.
Zwischen Memmingen und Lindau über Kißlegg wird zweistündlich der EC verkehren, dazwischen immmer ein durchgängiger elektrischer RE-Zug, die bayrische Seite stockt also das Angebot auf.

Bei der Südbahn gibt es beim schnellen Verkehr die Zielvorstellung, stündlich ab Stuttgart über die NBS nach Lindau zu fahren und stündlich ab Stuttgart über die Filstalbahn nach Friedrichshafen zu fahren. Dazu dürfte es aber so schnell nicht kommen, da weder die NBS, noch Stuttgart 21 und schon gar nicht die Flughafenanbindung ab Ende 2021 fertig sein werden.

Wie genau das Verkehrsangebot aussehen wird, konnte die NVBW, was unter den Teilnehmern starken Unmut erzeugt hat, leider nicht sagen. Dietmar Maier führte aus, dass es Planungen der DB geben würde, die von einer 4-Minuten-Wende in Friedrichshafen ausgehen. Es wäre aber nicht definitiv sicher, dass die Züge weiter in Richtung Lindau fahren werden. Möglicherweise müsse man bei diesem Konzept in Friedrichshafen umsteigen. Diese Aussage hat schärfsten Protest bei den Anliegern hervorgerufen, insbesondere natürlich aus dem Abschnitt Friedrichshafen – Lindau, aber auch seitens der Industrie- und Handelskammern, die ja mit Geld der Kammern sich an den Planungskosten auch beteiligt haben. Man würde jetzt später als erwartet die Leistungen bekommen und diese dann noch in einer schlechteren Qualität (Umsteigen). Das ginge überhaupt nicht. Klare Botschaft an das Land bzw. die NVBW war, dass „sie jetzt liefern“ müssen. Dass Dietmar Maier auf die aktuell durchgeführten betriebswirtschaftlichen Untersuchungen hinwies, die dieses DB-Konzept mit einem anders gearteten robusten Fahrplankonzept des Landes vergleichen (macht SMA), beruhigte die Gemüter nicht vollständig. Die Vertreterin des Ministeriums war offensichtlich stark beeindruckt, mit welcher Vehemenz bessere und vorallem versprochenen Leistungen eingefordert wurden, konnte in der Sache aber leider nichts dazu sagen, außer dass sie ihren Eindruck den zuständigen Abteilungsleitern bis hin zum Minister mitteilen wird.

Dietmar Maier zeigte dann an einem Zeitstrahl auf, wie sich aktuell für die NVBW die weitere Entwicklung darstellt:
Dez 2020: Inbetriebnahme der elektrifizierten Allgäubahn mit neuem Verkehrskonzept zwischen München und Zürich bzw. München und Lindau via Memmingen. Dies führt zu Anpassungen im Netz 16 (Sigmaringen – Aulendorf – Memmingen) mit den zuvor beschrieben Pendelverkehren Aulendorf – Leutkirch bzw. Aulendorf – Wangen, die weiterhin mit Diesel verkehren werden.
Dez 2021: Inbetriebnahme der elektrifizierten Südbahn mit neuem Verkehrskonzept. Sicher zusagen konnte das Land für den Zug Stuttgart – Filstal – Ulm – Friedrichshafen den elektrischen Betrieb (Netz 2). Offen blieb die Frage, ob es umsteigefrei nach Lindau weiter geht, also um die Frage, ob der DB-Fahrplan zum Tragen kommt mit den 4 Minuten in Friedrichshafen oder das Alternativmodell eines robusten Fahrplans des Landes.
Dez 2022: Verlagerung des ICE-Verkehrs Stuttgart – Ulm auf die NBS ab Wendlingen. Die Führung von Regionalzügen ab Wendlingen nach Ulm ist aber noch offen, da bei Wendlingen 12 km auf dem Gegengleis gefahren werden muss. Es ist fraglich, ob da der Nahverkehr unter diesen Bedingungen reinpasst. Eventuell gibt es nur einen Stummelbetrieb Ulm – Merklingen. Eine Durchbindung der Regionalleistungen auf der NBS nach Friedrichshafen oder Lindau ist in diesem Zeithorizont nicht vorgesehen, d.h. die durchgängigen Verkehre werden weiter über das Filstal laufen, haben aber den Vorteil, dass die verspätungsanfälligen ICE im Abschnitt Plochingen – Ulm vom Gleis sind.
Dez 2023 soll die Regional-S-Bahn Donau-Iller starten, d.h. auf der Südbahn ein Stundentakt von Ulm nach Aulendorf und ein weiterer Stundentakt von Ulm über Laupheim-Stadt nach Ummendorf., so dass sich im Nahbereich von Ulm ein 30-Minuten-Takt mit RB-Leistungen ergibt.
Dez 2024 soll die RegionalStadtbahn Neckar-Alb in Betrieb gehen, wenigstens in Teilen.
Dez 2025 soll S 21 in Betrieb genommen werden
Dez 2027 wird die Fertigstellung der Flughafenanbindung erwartet
Ab Dez 2028 ist mit weiteren Elektrifizierungen etwa zwischen Tübingen und Albstadt sowie zwischen Friedrichshafen und Radolfzell bzw. Erzingen und Basel zu rechnen.
Es wird also ein mehrjähriger Prozess werden, bei dem immer wieder neue Fahrplankonzepte angeboten werden müssen. Das ist eine Menge Arbeit für die NVBW. Man hätte dort es auch lieber so gesehen, dass alles auf einen Schlag verändert werden könnte.

Zur Frage von Dieselzügen unter Fahrdraht berichtete Herr Maier, dass man ja ursprünglich davon ausgegangen wäre, dass S 21 im Jahr 2021 in Betrieb gehen werde. Entsprechend seien auch die Laufzeiten von Verträgen gewählt worden. Als sich abgezeichnet hätte, dass es länger dauert, wurden die Verträge darauf ausgerichtet. Insofern kommt die Südbahnelektrifizierung jetzt zu früh. Die NVBW befinde sich in Gesprächen mit dem Betreiber RAB, ob im Rahmen bestehender Verträge vielleicht doch das Fahrzeugmaterial etwas früher ausgewechselt werden könnte. Allerdings würde dies den Einsatz von gebrauchten Material bedeuten, denn RAB könne ja nicht für zwei oder 3 Jahre Neufahrzeuge einsetzen, die dann bei einem eventuellen Verlust bei einer Ausschreibung nicht mehr benötigt würden.
Beim Netz 2 sieht das Land elektrische Züge (Langläufer)
Beim Netz 16 a Ulm – Aulendorf sieht das Land auch gute Chancen, mit dem RAB ab Elektrifizierung der Südbahn im laufenden Vertrag zu elektrischer Traktion zu kommen. Die Vertragslaufzeit geht bis Ende 2023.
Bei Netz 16 b (Friedrichshafen – Lindau wird die Umstellung auf Elektrofahrzeuge geprüft. Ausgang hängt auch davon ab, was RAB dafür verlangen wird).
Beim Netz 5 (Ulm – Basel) gibt es die Option, in Friedrichshafen umzusteigen oder die Lok zu wechseln
Beim Netz 33 (BOB) wird die BOB nur investieren in elektrische Fahrzeuge, wenn sie diese länger als der sich jeweils nur um 1 Jahr verlängernde Vertrag einsetzen kann.

Nachdem diese so dargestellt wurde, verschärfte sich die Kritik am Land stark. Man wisse über die Termine von Verträgen und Fertigstellungen doch von länger Bescheid und käme jetzt mit lauter ungewissen Aussagen. Man solle endlich mal Leute zum Interessenverband schicken, die Rede und Antwort stehen können.

Nichts desto trotz war die Situation so, wie sie eben ist, vom Land und der NVBW beschrieben worden. Eine Nachfrage der Gemeinde Erbach bei Ulm galt der Haltepolitk der schnellen Züge, in die Erbach (> 1.000 Nutzer pro Tag) gerne integriert sein möchte. Auch hier konnte logischerweise nur eine ausweichende Antwort gegeben werden, da Zeiten noch nicht feststehen, und davon hängt nun mal ab, ob Zeit vorhanden ist, um zusätzliche Halte zu bedienen.

Klar war, dass es keine Durchbindungen in den nächsten Jahren (also vor 2025) über die NBS nach Stuttgart geben wird, weil die Trasse zwischen Plochingen und Wendlingen, die den ganzen Tübinger Verkehr, zusätzlich die ICE im 30-Minuten-Takt und weitere Einzelfahrlagen von IC, EC und TGV sowie die S-Bahn Stuttgart (S 1 mit Aufgabenträger Region mit am Tisch) das nicht her gibt. Außerdem müssen neue Fahrzeuge über ETCS verfügen, was für den Übergangszeitraum bis dahin nicht gegeben ist. Vermutlich wird es also 2025 (Inbetriebnahme von S 21) werden, bis die Südbahn komplett auf neue Beine gestellt werden kann.

Im zweiten Tagesordnungspunkt informierte Herr Glaser über den Stand der Elektrifizierungsarbeiten entlang der Südbahn. Er ergänzte zunächst, dass sich auch im Jahr 2020 noch einige weitere jeweils nur wenige Tage dauernde Vollsperrungen leider nicht vermeiden lassen. Es geht um die vollständige Elektrifizierung von Bahnhöfen in Ulm Hbf, Laupheim-West und Biberach. Diese Bahnhöfe können dann zeitweise nicht angefahren werden, d.h. es ist ein streckenmäßig längerer SEV zusätzlich notwendig. Dies hätte sich erst jetzt gezeigt, nachdem die Bauausführende Firma Spitzke die Detailplanungen abgeschlossen hätte. Die DB reagiere darauf mit unterfristigen Verschiebungen von Teilmaßnahmen. Ferner werden entlang der Bodenseegürtelbahn ESTW in Betrieb genommen, die auch zu Sperrzeiten führen, die sinnigerweise dann mit anderen sperrungserfordernden Maßnahmen kombiniert werden. Die Stellwerke in Langenargen, in Kreßbronn und in Nonnenhorn sind solche Kandidaten. Kreßbronn – Lindau wird vom 21.12.20 bis 13.01.21 deshalb nicht befahrbar sein. Auch die Stromversorgung erfordert ihren Tribut, ferner verschiedene Straßenbrücken und insgesamt 16 Bahnübergänge. Aktueller Stand sei, dass zwischen Friedrichshafen und Lindau etwa 250 von 400 Masten aufgestellt seien und parallel dazu an den Kettenwerken gearbeitet wird. Außerdem müsse sichergestellt werden, dass der 10 mal pro Woche verkehrende Kieszug von Roßberg nach Kreßbronn auch während der Sperrpausen verkehren kann.

Ein Highlight der Elektrifizierungs- und Ertüchtigungsmaßnahmen an der Südbahn ist die Argenbrücke. Der SWR hat die Beseitigung der alten Argenbrücke in einem Filmbeitrag festgehalten. Die Brücke wog 360 t. Eine neue Brücke wird am 14.11.2019 eingesetzt. Diese wiegt 560 t und hat auch keine höhere Tragkraft. Herr Glaser wies darauf hin, wie sich die Ingenieure früher um jedes Gramm Gewicht gesorgt hätten, während man heute eher von der Stange baut. Am 22.01.20 würde in München ferner ein Gerichtstermin stattfinden, nachdem es gegen die Elektrifizierung Klagen gegeben hat, die noch auszuräumen sind.

Im dritten Tagesordnungspunkt berichtete Oliver Mayer vom RAB über die vorgesehenen Schienenersatzverkehre zwischen Ravensburg und Aulendorf (02.03.20 bis 12.07.20). Man gehe so vor, dass in Aulendorf und in Friedrichshafen die Anschlüsse stabil blieben und die Mehrfahrzeit der Busse im Vergleich zur Bahn durch einen 30-Minuten-Takt auf der Schiene ausgeglichen würde. Sozusagen würde man das künftige Betriebskonzept eines durchgängigen 30-Minuten-Takts vorweg nehmen, allerdings mit der SEV-Begründung.

Unter dem Strich wieder eine sehr interessante Sitzung des Interessenverbands, bei welcher sich zeigt, mit wieviel Herzblut die Oberschwaben an ihrer Bahn hängen.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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