Heute mal was ganz Besonderes, im Sommer 1991 konnte ich den schwedischen Superschnellzug SJ X2000 im Bahnhof Rottweil ablichten, welcher auf der Gäubahn Testfahrten absolvierte. In Rottweil machte er wohl Kehrtwende.
Leider habe ich nur diese Bilder von dem schönen Zug, ich kann heute nicht mehr nachvollziehen, warum ich keine Streckenaufnahmen gemacht habe.
Das ist ja echt ein interessantes Gefährt. Wenn die alten Bahnsteigdächer nicht wären, könnte man denken, die Aufnahmen sind neu. Dann ist die Gäubahn für Testfahrten ja wirklich interessant. Wenn sogar schwedische Züge hier Testfahrten machen.
Reinhard
Ich bn wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. Manche auch beides.
Wenn ich mich richtig entsinne, war der italienische Pendolino (aktive Neigetechnik) der erste auf der Gäubahn getestete Zug, mit dem man Fahrzeitverkürzungen erreichen wollte. Die ganzen Versuche gingen zurück auf Arbeiten der SMA, die diese im Auftrag des Interessenverbands Gäubahn durchgeführt hat. Getestet wurden auf der Gäubahn also nicht die Fahrzeuge sondern die Eignung der Gäubahn für Neigetechnikzüge. Dem Vernehmen nach ist die Gäubahn wegen ihrer vielen Kurven mit unmittelbar anschließenden Gegenkurven eine besonders anspruchsvolle Strecke. Meist hatte ich das Glück, bei den Testfahrten als Passagier mitfahren zu können, so auch bei dem X 2000.
Der schwedische X 2000 war auch einer dieser Versuchszüge, mit denen herausgefunden werden sollte, ob sich Neigetechnik auf der Gäubahn einsetzen lässt.
Einmal war auch ein Talgo-Zug unterwegs (passive Neigetechnik), ehe man sich dann für den Cisalpino entschied. Wegen unzureichender Wartung gab es aber mit diesem Fahrzeug immense Probleme, bis es schließlich durch den ICE-T (5-teilig) abgelöst wurde, der dann später 7-teilig verkehrte.
Noch während der Phase der Testfahrten war einige Zeit lang planmäßig der RABe der SBB unterwegs (die sog. Graue Maus), also der ehemalige TEE-Triebwagenzug der SBB.
den Kerl habe ich in meinen Anfängen der Eisenbahnfotografie am 28. Juli 1991 in Mannheim erwischt. Damals machte ich meine erste "Testfahrt" mit dem ICE von Stuttgart nach Mannheim.
Grüßle
Friederich
Betrachte jeden Augenblick wie eine schöne Blume, dann wird jeder Tag wie ein schöner Strauß. Karl Ferdinand Gutzkow
ich habe folgende Frage zu den gezeigten schönen Bildern: hat von Euch noch jemand die Wagenreihung zu der Testgarnitur vorliegen? Hintergrund ist, dass die schwedische Firma Jeco (www.jeco.se) heuer ein 1:87-Modell des X2000 aufgelegt hat und ich diese Garnitur in der Konfiguration, wie sie bei uns unterwegs war, nachbilden möchte.
jetzt ist meine Verwirrung komplett. In der Zeitschrift "Bahn Extra: 1991 - Das Eisenbahn-Jahr" sind auf den Seiten 78/79 sowie auf Seite 88 Bilder des X2000 auf einer NBS, an der Mosel und auf der Gäubahn, und da ist es ist immer eine fünfteilige Garnitur: Steuerwagen - Bistro - Mittelwagen - Mittelwagen - Triebkopf.
Auf dem Bild von Friederich in Mannheim ist der Zug jedoch deutlich länger (5 oder 6 Wagen, nicht genau erkennbar). Daher meine Frage, wie das denn ging? War der Zug mehrfach in Deutschland, oder kam der als "Langzug" aus Schweden, und bei uns wurden dann Wagen ausgereiht und hinterstellt? Das ist ja bei solchen Zügen nicht so einfach möglich wie bei Lok-Wagen-Garnituren.