nun sind wir (meine Familie und ich) wieder aus dem Urlaub aus Schenna in Südtirol zurück und ich möchte euch ein paar Bilder aus dieser Ecke zeigen.
2.August:
Die Hinfahrt am Morgen ging über Ravensburg, Bregenz, die Rheintalautobahn bis Landquart und weiter nach Selfranga /Klosters. Dort gönnten wir uns das Erlebnis „Autozug durch den Vereinatunnel“. Leider gibt es von dort keine Bilder. Als wir ankamen durften wir gleich auf den Zug auffahren, bei der Ankunft in Sagliains war auf die Schnelle kein vernünftiger Platz zu finden. Weiter ging es dann über den Ofenpass nach Mals, wo wir einen kleinen Halt einlegten.
Ich nutzte die Pause, um den noch vollständig erhaltenen Wendestern der Vinschgaubahn zu erkunden. Dieser wurde während der Generalsanierung der Strecke auch wieder hergerichtet. Er steht nun zum Wenden von Tenderlokomotiven bei Museumsfahrten zur Verfügung.


Zur besseren Verdeutlichung das Ganze von oben:

Soweit mir bekannt, existierten solche Wendesterne nur in Oberitalien und Sardinien.
Vor der Weiterfahrt noch ein Foto vom Bahnhof Mals:

Abfahrbereit stehen ATR 100 010 und 004 nach Meran bereit.
Etwa anderthalb Stunden später sind wir dann am Ziel angelangt:

3.August:
Heute ging es auf den Markt nach Meran, einem der größten Märkte in Südtirol. Daran sind wir Urlauber aber nicht ganz unschuldig.

Der Busbahnhof von Meran. Im Hintergrund die 2294 Meter hohe Mutspitze.

Beim vorletzten Südtirolurlaub vor 23 Jahren haben wir sie noch erklommen.
Nachmittags gab‘s dann auch noch ein paar Bilder von Zügen:

Die „Einrichtungslokomotive“ E 464 060 wird bald den TI 20460 über Bozen zum Brenner schieben.

Am selben Bahnsteig gegenüber stehen die beiden ATR 100 010 und 004 nach Mals bereit.
4. August:
Eine Fahrt mit der Iffinger Seilbahn auf Meran 2000, dem Wandergebiet oberhalb Merans.

Ein Blick von der Bergstation (2010m) auf Meran.

Hier oben gibt es anspruchsvolle, aber auch gemütliche Wanderwege.

Der Iffinger (im Hintergrund, 2581m) verhüllt sich in Wolken.

Eine Fahrt mit der 1100 Meter langen Rodelbahn durfte natürlich auch nicht fehlen.
Abends waren wir noch im Weingut Kränzel:

Aus dem dortigen Irrgarten aus Weinreben sind wir erst nach gut einer Stunde rausgekommen.
5. August:
Heute ging es zum Wandern mit der Seilbahn von Verdins nach Tall:

Die recht kleine Bahn bringt einen in wenigen Minuten ins 1640 Meter hoch gelegene Tall, wo viele Kilometer Wanderwege darauf warten begangen zu werden.

Wir entschieden uns für eine gemütliche Tour hinüber nach Videgg. Der Holunderblütensaft schmeckt beim Hiaslhof besonders gut.

Auf dem Taser-Höhenweg ging es dann weiter zum Taser, Dort begann dann der Abstieg nach Schenna. Hier nochmal ein Blick zurück nach Videgg.
6. August:
Am Montag fuhren wir ins Gardaland, an der Südspitze des Gardasees, …

… der wie alle Vergnügungsparks heftige Achterbahnen, …

…aber auch gemütliches und …

… nasses zu bieten hatte.
7. August:
Was kann man in Südtirol eigentlich tun außer Wandern? Richtig – Seilbahn fahren. Und Zug. Auf dem Ritten bei Bozen gibt es eine kleine Schmalspurbahn von Klobenstein nach Oberbozen und weiter nach Maria Himmelfahrt. Von dort aus führte eine Zahnradbahn hinunter nach Bozen. Im Dezember 1964 kam es auf der Steilstrecke zu einem schweren Unfall mit vier Todesopfern. Daraufhin wurde eine Seilschwebebahn auf den Ritten nach Oberbozen gebaut, welche 1966 dem Betrieb übergeben wurde. Danach wurde die Zahnradstrecke stillgelegt, und abgebaut.

Von September 2007 bis Mai 2009 wurde die alte Bahn komplett abgerissen, und durch eine neue Großkabinen-Umlaufbahn ersetzt. Mit 8 Gondeln können nun alle 4 Minuten 35 Personen auf die 4.565 Meter lange Fahrt geschickt werden. Im Bild die Talstation.

Während der 11-minütigen Fahrt hat man einen schönen Blick auf Bozen, und den dazugehörenden Bahnhof.

Im Wald kann man ab und zu noch Reste der ehemaligen Zahnradbahn erkennen.

Einer der beiden Triebwagen der ehemaligen Straßenbahn Esslingen–Nellingen–Denkendorf steht vor dem Depot in Oberbozen, der darin stehende TW 24 wurde - zusammen mit TW 21 - von der Trogenerbahn gekauft. Dort waren sie als BDe 4/8 21 + 24 im Einsatz.

TW 21 steht in Oberbozen zur Abfahrt nach Klobenstein bereit.

Der aus dem Jahr 1907 stammende TW 2 auf seiner letzten Fahrt des Tages kurz vor Oberbozen.

TW 24 überquert auf der Fahrt nach Klobenstein die Straße beim Haltepunkt Linzbach.

TW 21 bei Rinner auf der Fahrt nach Oberbozen.

Bei Wolfsgruben ist TW 24 unterwegs nach Oberbozen.

Das letzte Bild der Rittnerbahn entstand bei der Einfahrt von TW 21 in den Kreuzungsbahnhof Lichtenstern. Mit ihm fuhren wir zurück nach Oberbozen, und von dort wieder mit der Seilbahn runter nach Bozen, um noch ein bisschen Stadt zu bummeln.
7. August:
Zum Abschluss des Urlaubs machten wir noch einen auf gemütlich…

…und fuhren mit der Hirzer-Seilbahn nach Kammleben (1976müNN).

Der 2666 Meter hohe Hirzer in seiner vollen Pracht.
8.August:
Tag der Heimreise.

Nochmal ein Blick zurück nach Schenna.

Zum Schluss noch ein Bild vom Kirchturm des Dörfchens (Alt-)Graun welches 1950 bei der Flutung des Reschensees im Wasser versank.
So, das war der Bericht von unserem Urlaub in Südtirol. Ich hoffe, ich habe Euch nicht zu sehr mit den Bildern gelangweilt, war doch nicht allzuviel Eisenbahn dabei.
Grüßle
Friederich



