Heute möchte ich von einer schönen Eienbahnfahrt durch 3 Länder am Bodensee berichten, welche ich letzten Samstag unternommen habe. Als Fahrkarte nach Lindau und zurück ab Konstanz diente das BW-Single Ticket. Von Lindau bis Kreuzlingen fuhr ich mit der preiswerten Euregiotageskarte Bodensee.
Die Fahrt begann um 09.51 Uhr in Rottweil mit dem RE aus Stuttgart, welcher mich nach Singen brachte. Der Zug war voll besetzt, ein Durchkommen teilweise wegen überall abgestellten Fahrrädern fast nicht möglich. Vor Tuttlingen standen wir einige Minuten und hatte dann bei der Ankunft in Singen + 8 Minuten. Es reichte aber gerade noch, da der IRE aus Karlsruhe hinter her kam.
Was ich nach wie vor nicht verstehe, dass wiederum viele, sehr viele Reisende zum anderen Bahnsteig hetzen mussten und sich dort in den bereits voll besetzt ankommenden IRE aus Karlsruhe zwängen. Warum fahren nicht wenigsten einzelne Züge der KBS 740 bis Konstanz durch wie früher. Gut besetzt sind die Züge allemal. Was man da den Reisenden zumutet, welche voll bepackt umherhetzen müssen, na ja....
Es ging als weiter nach Radolfzell, wo ein Umstieg in die Bodenseegürtelbahn stattfand. Über Friedrichshafen erreichte ich dann Lindau, wo das Bodenseeticket gelöst wurde.
In Lindau konnte ich wenigsten des Gastzug der "Vogtlandbahn" ablichten, welcher die Relation Lindau - München befuhr.


Mit der Vorarlberg S-Bahn fuhr ich dann nach Lindau, wo ich einige Minuten Aufenthalt hatte und auch interessante Züge fotografieren konnte.

Eine E-Lok der Baureihe 1116 vor einem angekommenden IC.

Die Einfahrt einer Vorarlberg S-Bahn aus Lindau.
Das für imposanteste war die Doppeleinheit des in Lindau stehenden Railjet, mit den Namen: "Die Rechtsanwälte" in der
Fahrrelation Bregenz - Wien mit jeweils zwei Loks und Steuerwagen. Ich habe noch nie einen solch langen Reisezug gesehen.







Noch ein Vorarlberg S-Bahn Zug bei der Ankunft in Bregenz.
Mit einem solchen Zug ging es dann von Bregenz nach St. Margarethen in die Schweiz. Imposant die Baustelle der großen neuen Eisenbahnrheinbrücke vor dem Bahnhof in St. Margarethen.
Von dort ging es dann mit verschiedenen Turbozügen über Rorschach, Romanshorn nach Kreuzlingen. Die Fahrt war ein Genuss, saubere und pünktliche Züge, gutes Platzangebot, funktionierende Klimaanlagen und schöne Aussichten auf das Bodenseeufer.
In Rorschach konnte ich wieder einiges Interessantes ablichten, da ich etwas Aufenthalt hatte.

Nur ein Nachschuß eines D-Zuges in Richtung St. Magarethen, schön dass noch teilweise die alten grünen SBB Wagen eingesetzt werden.

Eine Turbozug nach Weinfelden.

Die westliche Bahnhofsausfahrt von Rorschach, die Hauptstrecke gerade aus, und rechts die Strecke nach Romanshorn

Eine abgestellte Diesellok der SBB.

Ein anderer abgestellter Turbozug, wohl der etwas älteren Bauart.

Dann hatte ich noch Glück, die Zahnradbahn Rorschach - Heiden bei der Durchfahrt zum Bhf Rorschach-Hafen zu sehen. Schön wie alt und neu kombiniert wird.
In Kreuzlingen sollte ich eigentlich Anschluss an den IRE nach Karlsruhe haben, zu meinem Ärger und einigen anderen Reisenden fuhr dieser aus unbekannten Gründen nicht. Es stand lediglich an der Anzeigetafel: Zug entfällt!
Da leider keine Durchsage am Bhf gemacht wurde und auch keine Auskunftsperson anzutreffen war, drohte mein ganzer Reiseplan durcheinander zu geraten. Mit viel Glück verirrrte ich mich mit anderen Reisenden auf eine anderen Bahnsteig, wo ein Seehas einfuhr, der aber in Konstanz wieder endete.
Da der IRE ja nicht fuhr, drängten sich alle Reisenden in den nächsten Seehas nach Singen, diese Fahrt im überfüllten Zug, welcher auch noch mehrfach unterwegs auf freier Strecke stehen blieb, war nicht so schön.
In Singen angekommen bemerkte ich ein ziemliches Chaos, welches ich am Morgen auf der Hinfahrt noch gar nicht mitbekommen habe . Da dort das Gleis 5 ausgebaut war, fuhren viele Züge anders und teilweise mit Verspätungen. Es erfolgten aber wenigsten ständig Lautsprecherdurchsagen !
Als ich die Bahnhofstoilette aufsuchen wollte, war diese geschlossen. entsprechende Zettel waren angebracht. Meine Nachfrage am Infoschalter, welches es in Singen ja noch gibt, ergab, dass man dies dort noch gar nicht so richtig realisiert hatte, man könne auch nichts machen, zudem gäbe es einen Streit zwischen der Stadt Singen und der Deutchen Bahn wegen der Toilletten, leider auf Kosten der Reisenden, den Ersatz gab es nicht. Der Bhf Singen war an diesem Ferienwochenende sehr stark frequentiert, ich finde diesen Zustand schlichtweg eine Zumutung, da ich bestimmt nicht der einzigste Leidtragende war. Ich will gar nicht an die kommenden Wochenende denken.
An Zügen gab es nicht so viel zu sehen, da die Umbaumaßnahmen doch stark Einfluß nahmen.

Eien abgestellte IRE-Garnitur, vielleicht die ausgefallene ?

Das Gleis 5 war derzeit ausgebaut.

Der RE nach Stuttgart, welcher mich nach Hause brachte.


Einige Züge nach Schaffhausen und Waldhut fuhren vom Kopfgleis ab.
So, dass war es wieder für heute, ich werde die Reise trotz einiger negativer Erfahrungen (das Positive hat aber bei weitem überwiegt) auf jedenfall mal wieder machen. Aber mit etwas mehr Aufenthaltszeit auf den Schweizer Bahnhofen, damit ich besser fotografieren kann.
Ich hoffe der Beitrag findet beim einen oder anderen Interesse, vielleicht macht von Euch auch mal einer die Fahrt, bei schönem Wetter nur zu empfehlen.
Eine gute Restwoche wünscht Euch
Heinz aus Rottweil


