Reaktivierungsliste BW: Ablachtalbahn Stockach - Meßkirch auf Prio 1
Verfasst: Do 15. Okt 2026, 00:27
Hallo zusammen,
das Landesverkehrsministerium B-W die Reaktivierungsprojekte neu priorisiert.
Das Problem ist der liebe Bund, der seit Jahren zu wenig Regionalisierungsmittel für die Durchführung des Zugverkehrs (SPNV) bereitstellt, und dessen bundeseigene DB InfraGO kräftig an den Trassenpreisen schraubt. Das Landesverkehrsministerium schreibt dazu unter https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/ser ... iert-voran: "Die Regionalisierungsmittel des Bundes sind nicht mehr auskömmlich. Zusätzlich wird der SPNV durch Trassenpreiserhöhungen („Schienenmaut“) in Folge eines EuGH-Urteils massiv belastet. In der Summe fehlt uns dadurch künftig, sofern sich die Situation nicht verbessert, jährlich ein dreistelliger Millionenbetrag. Daher ist in Baden-Württemberg aktuell, wie in allen anderen Bundesländern, selbst der Bestand des Zugangebots gefährdet." - Und folglich reicht das Geld nicht für die Bestellung von Zugverkehr auf allen Reaktivierungsstrecken.
Mich persönlich freut, dass für unsere Ablachtalbahn nun wenigstens auf dem aufkommensstarken südlichen Teilabschnitt Stockach - Meßkirch (20 km) SPNV-Mittel und Planungskostenzuschüsse bereit gestellt werden.
Der deutlich schwächer nachgefragte Nordabschnitt der Ablachtalbahn Meßkirch - Mengen wird vom Land zunächst zurückgestellt, erhält dort also keine SPNV-Bestellung. Die geringe Nachfrage hängt an
- der Ausrichtung der Verkehrsströme,
- den eher suboptimalen Anschlüssen in Mengen Ri. Ulm aufgrund der geplanten Verschiebung der Fahrlagen auf der Donautalbahn
und an
- der eher geringen Besiedlung.
Schon in der ersten Machbarkeitsstudie zeigte sich, dass die Ablachtalbahn ganz klar Ri. Bodensee orientiert ist. Das hat sich in der aktuellen Standi-Berechnung von 2026 i.A. des kommunalen Eisenbahninfrastrukturunternehmens bestätigt: https://foerderverein-ablachtalbahn.de/ ... KU2026.pdf
Nach Meßkirch, Sauldorf und Mühlingen hat auch der Stockacher Gemeinderat einer finanziellen Beteiligung an den nächsten Planungsschritten für die Reaktivierung zugestimmt, konkret der sog. Entwurfs- und Genehmigungsplanung.
Viele Grüße
Frank v. Meißner
das Landesverkehrsministerium B-W die Reaktivierungsprojekte neu priorisiert.
Das Problem ist der liebe Bund, der seit Jahren zu wenig Regionalisierungsmittel für die Durchführung des Zugverkehrs (SPNV) bereitstellt, und dessen bundeseigene DB InfraGO kräftig an den Trassenpreisen schraubt. Das Landesverkehrsministerium schreibt dazu unter https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/ser ... iert-voran: "Die Regionalisierungsmittel des Bundes sind nicht mehr auskömmlich. Zusätzlich wird der SPNV durch Trassenpreiserhöhungen („Schienenmaut“) in Folge eines EuGH-Urteils massiv belastet. In der Summe fehlt uns dadurch künftig, sofern sich die Situation nicht verbessert, jährlich ein dreistelliger Millionenbetrag. Daher ist in Baden-Württemberg aktuell, wie in allen anderen Bundesländern, selbst der Bestand des Zugangebots gefährdet." - Und folglich reicht das Geld nicht für die Bestellung von Zugverkehr auf allen Reaktivierungsstrecken.
Mich persönlich freut, dass für unsere Ablachtalbahn nun wenigstens auf dem aufkommensstarken südlichen Teilabschnitt Stockach - Meßkirch (20 km) SPNV-Mittel und Planungskostenzuschüsse bereit gestellt werden.
Der deutlich schwächer nachgefragte Nordabschnitt der Ablachtalbahn Meßkirch - Mengen wird vom Land zunächst zurückgestellt, erhält dort also keine SPNV-Bestellung. Die geringe Nachfrage hängt an
- der Ausrichtung der Verkehrsströme,
- den eher suboptimalen Anschlüssen in Mengen Ri. Ulm aufgrund der geplanten Verschiebung der Fahrlagen auf der Donautalbahn
und an
- der eher geringen Besiedlung.
Schon in der ersten Machbarkeitsstudie zeigte sich, dass die Ablachtalbahn ganz klar Ri. Bodensee orientiert ist. Das hat sich in der aktuellen Standi-Berechnung von 2026 i.A. des kommunalen Eisenbahninfrastrukturunternehmens bestätigt: https://foerderverein-ablachtalbahn.de/ ... KU2026.pdf
Nach Meßkirch, Sauldorf und Mühlingen hat auch der Stockacher Gemeinderat einer finanziellen Beteiligung an den nächsten Planungsschritten für die Reaktivierung zugestimmt, konkret der sog. Entwurfs- und Genehmigungsplanung.
Viele Grüße
Frank v. Meißner
