Winter in und um Dresden [m21B]
Verfasst: Sa 15. Dez 2012, 23:21
Hallo,
in den vergangenen Tagen ging es immer mal wieder mit der Kamera raus, mal einfach so bei gutem Wetter oder auch zu besonderen Zügen.

Am 7.12. machten meine Kamera und ich unsere erste Bekanntschaft mit einem Talent2, der als Saxonia-Express nach Leipzig bereitstand. RE 16714 wurde dabei nur aus einem Dreiteiler gebildet was mir nur einen Stehplatz ließ. Ganz so voll wie ich es befürchtete wurde es dann zwar zum Glück nicht, trotzdem unschön, dass ein 4-Wagen-Dosto-Zug durch einen dreiteiligen Flachtriebwagen ersetzt wurde....

Zu Fuß ging es von Niederau in Richtung Oberau. Mit unbekannter 101 wurde EC 175 auf der Berliner Bahn abgelichtet.

ICE 1745 wurde aus anderer Perspektive umgesetzt.
Güterzüge waren auch durchaus unterwegs, natürlich immer auf der anderen Strecke als man erwartet oder sonst gerade unpassend. So ging mir leider eine PKP-Cargo-189 mit KV-Zug durch die Lappen, so etwas hab ich hier in der Gegend auch noch nicht gesehen (Fahrtrichtung Dresden auf der Leipziger Bahn). Ein weiterer Fußmarsch Richtung ehemaliger Tunnel Oberau verlief motivtechnisch erfolglos, so dass ich es doch mal noch unten an der Leipziger Bahn probierte, auch wenn eine Lf6-Tafel etwas ungünstig stand und sonst Gestrüpp im Weg war. Eine Parallelfahrt von 143 und 411 auf beiden Strecken konnte ich leider nicht so ganz umsetzen, dafür klappte es wenig später mit meinem ersten Talent2-Streckenbild:


Die mit der RB31 aus Elsterwerda-Biehla folgende 143 058 wird hier aller Voraussicht nach auch nicht mehr lange ihren Dienst tun, soll diese Linie doch im Elbe-Elster-Netz zum Juni auch auf Talent2 umgestellt werden.

Auf den Weg der Fensterzüge ist immerhin Verlass und so wurde eine unbekannte 101 mit EC 378 wieder auf der Berliner Bahn abgelichtet. Danach versank die Sonne leider im die ganze Zeit am Horizont schon anwesenden Schlonz und ich machte mich per pedes wieder auf den Rückweg nach Niederau.

Am nächsten Morgen wurde ich nicht allzu früh wach was bei dem guten Wetter schade war. So wurde es an dieser Stelle in Freital-Hainsberg nichts mit der Ausfahrt des SDG-Zuges nach Dipps und ich konnte nur S-Bahn und diesen verspäteten IRE aus Nürnberg ablichten.

Wieder zu Fuß ging es in den Rabenauer Grund, wo ich eine Stelle für den Talfahrer suchte. Noch unentschlossen tauchte dieser nahezu geräuschlos auf, so dass nach einem kleinen Sprint nur noch diese Ansicht entstehen konnte, die mir aber aufgrund der Reflexion recht gut gefällt. Schön anzusehen waren auch die eingereihten Traditionswagen an der Zugspitze.

Nachdem ich das Tal noch etwas weiter aufwärts gegangen war, hatte ich eine Stelle für den Bergfahrer. Die Kamera musste auch schussbereit gehalten werden denn durch das enge verschlungene Tal ist auch dieser trotz kräftig arbeitender Lok kaum zu hören.



Am nächsten Tag gings wieder in den Rabenauer Grund, diesmal etwas eher, wenn auch nicht bald genug für zwei Züge eher da von 9:46 auf 12:16 eine etwas größere Lücke im 2h-Takt ist. So wurde nach der Anreise mit der vor der Haustür verkehrenden Buslinie A zum Weißeritzpark in Coßmannsdorf die Talfahrt an etwa gleicher Stelle wie am Vortag nur eine Brücke flussaufwärts abgepasst.

Weiter ging es dann bis kurz hinter Rabenau, wo ich mich dann für diese Position bei der Ausfahrt entschied. Wenn man auf der Infotafel am Bahnhof Rabenau liest, dass in den 30er Jahren teilweise die Züge im 20 min-Takt (!) das Tal hochgestampft sind ist der heutige 2h-Takt schon eine fotografische Herausforderung. Die Züge damals waren auch bis zu 14 Wagen stark und wurden mit Vorspann gefahren, in Rabenau zudem bis zu 30 Güterwagen täglich abgefertigt.

Positiv überrascht wurde ich immerhin eine halbe Stunde später als ich schon mehrere Pfiffe aus Richtung Hainsberg vernommen hatte und schließlich 99 734 mit einem Sonderzug des Weges kam. An manchen Stellen im Tal kommen sich Wanderweg und Bahntrasse ganz nahe.

Für die Talfahrt der 99 746 wurde wieder ein ähnlicher Standort wie am Vortag für die Bergfahrt gewählt, hier konnten aber geschickt die modern beschrifteten Wagen ausgeblendet werden. Zwischenzeitlich setzte auch der angekündigte Schneefall ein und ermöglichte dieses Bild.

Bevor es dann endgültig zu düster war und ich lang genug draußen war wurde die nächste Bergfahrt noch am Haltepunkt Coßmannsdorf abgepasst.

Für Freitag war ein TEE von Dresden nach Zwickau angekündigt, der sich zeitlich gut nach der morgendlichen Informatikübung einfügen ließ. Mit Sonne war nicht zu rechnen und so konnte ich das schon lange auf dem Plan stehende Motiv am Felsenkeller problemlos in dieser Blickrichtung umsetzen. 110 169 beförderte ihre sechs Wagen durch den Plauenschen Grund und damit eine der längsten Leistungen die man hier derzeit bei Tageslicht aufs Bild bekommt. Die Hainsberger Übergabe wollte leider nicht auftauchen oder war schon vor meiner Ankunft gefahren.

Von der anderen Aussichtsplattform kann dieser Blick genossen werden. 612er-Pärchen sind hier derzeit noch mit die längsten regulären Züge, hier der verspätete IRE aus Nürnberg, den es in zwei Jahren auch nicht mehr geben soll.

Alle halbe Stunde je Richtung gibt es 143er mit 2-Wagen-Dosto-Zügen entweder als RB30 Dresden-Zwickau oder als S3 Dresden-Tharandt. Hier eine RB30, erkennbar am älteren Wagenmaterial neben dem alten Bahnhofsgebäude.

Heute Mittag wurde ich dann beim Frühstück vom Lotsen der Räumfahrt Pirna-Bad Schandau über selbige informiert. Mit dem ÖV anreisen war dadurch natürlich schwierig und konnte nur bis Pirna gelöst werden. Somit kam das Fahrrad zum Einsatz und nach fast einer Stunde in der Kälte tauchte die Fuhre mit 204 022 der PRESS dann auch endlich vor Lohmen auf.

Noch beinahe sechs Stunde war die Mannschaft dann vor allem zwischen Neustadt und Sebnitz mit dem Wegfräsen von Schneeverwehungen beschäftigt.
Grüße, Hannes
in den vergangenen Tagen ging es immer mal wieder mit der Kamera raus, mal einfach so bei gutem Wetter oder auch zu besonderen Zügen.

Am 7.12. machten meine Kamera und ich unsere erste Bekanntschaft mit einem Talent2, der als Saxonia-Express nach Leipzig bereitstand. RE 16714 wurde dabei nur aus einem Dreiteiler gebildet was mir nur einen Stehplatz ließ. Ganz so voll wie ich es befürchtete wurde es dann zwar zum Glück nicht, trotzdem unschön, dass ein 4-Wagen-Dosto-Zug durch einen dreiteiligen Flachtriebwagen ersetzt wurde....

Zu Fuß ging es von Niederau in Richtung Oberau. Mit unbekannter 101 wurde EC 175 auf der Berliner Bahn abgelichtet.

ICE 1745 wurde aus anderer Perspektive umgesetzt.
Güterzüge waren auch durchaus unterwegs, natürlich immer auf der anderen Strecke als man erwartet oder sonst gerade unpassend. So ging mir leider eine PKP-Cargo-189 mit KV-Zug durch die Lappen, so etwas hab ich hier in der Gegend auch noch nicht gesehen (Fahrtrichtung Dresden auf der Leipziger Bahn). Ein weiterer Fußmarsch Richtung ehemaliger Tunnel Oberau verlief motivtechnisch erfolglos, so dass ich es doch mal noch unten an der Leipziger Bahn probierte, auch wenn eine Lf6-Tafel etwas ungünstig stand und sonst Gestrüpp im Weg war. Eine Parallelfahrt von 143 und 411 auf beiden Strecken konnte ich leider nicht so ganz umsetzen, dafür klappte es wenig später mit meinem ersten Talent2-Streckenbild:


Die mit der RB31 aus Elsterwerda-Biehla folgende 143 058 wird hier aller Voraussicht nach auch nicht mehr lange ihren Dienst tun, soll diese Linie doch im Elbe-Elster-Netz zum Juni auch auf Talent2 umgestellt werden.

Auf den Weg der Fensterzüge ist immerhin Verlass und so wurde eine unbekannte 101 mit EC 378 wieder auf der Berliner Bahn abgelichtet. Danach versank die Sonne leider im die ganze Zeit am Horizont schon anwesenden Schlonz und ich machte mich per pedes wieder auf den Rückweg nach Niederau.

Am nächsten Morgen wurde ich nicht allzu früh wach was bei dem guten Wetter schade war. So wurde es an dieser Stelle in Freital-Hainsberg nichts mit der Ausfahrt des SDG-Zuges nach Dipps und ich konnte nur S-Bahn und diesen verspäteten IRE aus Nürnberg ablichten.

Wieder zu Fuß ging es in den Rabenauer Grund, wo ich eine Stelle für den Talfahrer suchte. Noch unentschlossen tauchte dieser nahezu geräuschlos auf, so dass nach einem kleinen Sprint nur noch diese Ansicht entstehen konnte, die mir aber aufgrund der Reflexion recht gut gefällt. Schön anzusehen waren auch die eingereihten Traditionswagen an der Zugspitze.

Nachdem ich das Tal noch etwas weiter aufwärts gegangen war, hatte ich eine Stelle für den Bergfahrer. Die Kamera musste auch schussbereit gehalten werden denn durch das enge verschlungene Tal ist auch dieser trotz kräftig arbeitender Lok kaum zu hören.



Am nächsten Tag gings wieder in den Rabenauer Grund, diesmal etwas eher, wenn auch nicht bald genug für zwei Züge eher da von 9:46 auf 12:16 eine etwas größere Lücke im 2h-Takt ist. So wurde nach der Anreise mit der vor der Haustür verkehrenden Buslinie A zum Weißeritzpark in Coßmannsdorf die Talfahrt an etwa gleicher Stelle wie am Vortag nur eine Brücke flussaufwärts abgepasst.

Weiter ging es dann bis kurz hinter Rabenau, wo ich mich dann für diese Position bei der Ausfahrt entschied. Wenn man auf der Infotafel am Bahnhof Rabenau liest, dass in den 30er Jahren teilweise die Züge im 20 min-Takt (!) das Tal hochgestampft sind ist der heutige 2h-Takt schon eine fotografische Herausforderung. Die Züge damals waren auch bis zu 14 Wagen stark und wurden mit Vorspann gefahren, in Rabenau zudem bis zu 30 Güterwagen täglich abgefertigt.

Positiv überrascht wurde ich immerhin eine halbe Stunde später als ich schon mehrere Pfiffe aus Richtung Hainsberg vernommen hatte und schließlich 99 734 mit einem Sonderzug des Weges kam. An manchen Stellen im Tal kommen sich Wanderweg und Bahntrasse ganz nahe.

Für die Talfahrt der 99 746 wurde wieder ein ähnlicher Standort wie am Vortag für die Bergfahrt gewählt, hier konnten aber geschickt die modern beschrifteten Wagen ausgeblendet werden. Zwischenzeitlich setzte auch der angekündigte Schneefall ein und ermöglichte dieses Bild.

Bevor es dann endgültig zu düster war und ich lang genug draußen war wurde die nächste Bergfahrt noch am Haltepunkt Coßmannsdorf abgepasst.

Für Freitag war ein TEE von Dresden nach Zwickau angekündigt, der sich zeitlich gut nach der morgendlichen Informatikübung einfügen ließ. Mit Sonne war nicht zu rechnen und so konnte ich das schon lange auf dem Plan stehende Motiv am Felsenkeller problemlos in dieser Blickrichtung umsetzen. 110 169 beförderte ihre sechs Wagen durch den Plauenschen Grund und damit eine der längsten Leistungen die man hier derzeit bei Tageslicht aufs Bild bekommt. Die Hainsberger Übergabe wollte leider nicht auftauchen oder war schon vor meiner Ankunft gefahren.

Von der anderen Aussichtsplattform kann dieser Blick genossen werden. 612er-Pärchen sind hier derzeit noch mit die längsten regulären Züge, hier der verspätete IRE aus Nürnberg, den es in zwei Jahren auch nicht mehr geben soll.

Alle halbe Stunde je Richtung gibt es 143er mit 2-Wagen-Dosto-Zügen entweder als RB30 Dresden-Zwickau oder als S3 Dresden-Tharandt. Hier eine RB30, erkennbar am älteren Wagenmaterial neben dem alten Bahnhofsgebäude.

Heute Mittag wurde ich dann beim Frühstück vom Lotsen der Räumfahrt Pirna-Bad Schandau über selbige informiert. Mit dem ÖV anreisen war dadurch natürlich schwierig und konnte nur bis Pirna gelöst werden. Somit kam das Fahrrad zum Einsatz und nach fast einer Stunde in der Kälte tauchte die Fuhre mit 204 022 der PRESS dann auch endlich vor Lohmen auf.

Noch beinahe sechs Stunde war die Mannschaft dann vor allem zwischen Neustadt und Sebnitz mit dem Wegfräsen von Schneeverwehungen beschäftigt.
Grüße, Hannes