Knödel satt und dann einmal übern Erzgebirgskamm [m50B]
Verfasst: Do 28. Jun 2012, 14:05
Hallo,
schon wieder ein paar Tage her ist das schöne Wetter Ende letzter Woche, was mich zu ein paar Bildern verleitet hat. Ein paar Ziele konnten damit abgehakt werden, auch wenn mir jetzt Zeit für andere Sachen fehlt.

Letzte Woche Mittwoch war es trüb, trotzdem hatte ich mal die Kamera dabei und bin nach der Fahrradwerkstatt mal kurz zum Hp Strehlen. Unter dem alten Bahnsteigdach begegnen sich zwei Züge der S2.

Mit der nächsten S1 bin ich dann nach Heidenau weiter, wo ich endlich mal das alte Stellwerk umgesetzt hab. 189 011 kam just im Gleiswechselbetrieb daher und ermöglichte mir daher...

...dieses Bild eines vermutlich leeren Getreidezuges mit Metrans 186 182, die vor dem Gleiswechsel warten musste, bis 189 011 wieder auf dem regulären Streckengleis unterwegs war.

Am Freitag Nachmittag ging es dann ins Elbtal und nach Robins Anregung mal an den S-Bahn-Haltepunkt Obervogelgesang. Nach einem Jahr gelang mir endlich mein erstes Sonnenfoto einer aufpolierten bordeauxroten 180er in Form von 180 016, die mit Neuwagen aus Tschechien einer S-Bahn hinterherkam. Ganz so sauber wie anfangs sind die Loks natürlich nicht mehr, aber immer noch sauberer wie sie über Jahre hinweg waren. Wie sie z.B. 2008 noch aussah, kann man hier sehen.

Wie man links der Lok erkennen kann, wäre der Wolkenschaden gar nicht so unwahrscheinlich gewesen.

Beim nächsten S-Bahn-Takt hatte ich wiederum Glück, dass der Zug nach Meißen-Triebischtal so minimal verspätet war, dass es zu einer Steuerwagenbegegnung vor meiner Linse kam.

Als ich mich dann so mit der neuen Überleitstelle Obervogelgesang beschäftigt habe und feststellte, dass sie derzeit nur über eine Schlüsselsperre verfügt (siehe rechts im Bild), kam 482 046 mit Transcerealien des Weges. Könnte HSL gewesen sein, wenn sie nicht inzwischen schon einen neuen Mieter hat.

Und die neue Üst noch schön mit Handhebeln.

Für Liebhaber der mechanischen Sicherungstechnik hier noch einmal etwas detaillierter.


482 046 folgte 180 018, die auch Neulack erhalten hat, die ich aber schon mal bekommen habe. Mit Hangartner aber noch nicht, von daher war es mir nicht ganz unrecht.

Ich wechselte nach dem nächsten S-Bahn-Takt nach Stadt Wehlen, wo dann 182 018 mit ihrer S1 im Streiflicht erlegt wurde. Oli hatte mir zwischenzeitlich vom Hp Strehlen eine bordeauxrote 180er mit gemischten Frachten gemeldet, so dass ich eig. sofort nach dem EC nach Strand wollte. Ich entschied mich dann zwar doch, etwas früher loszuradeln, doch hatte die noch anwesende Fotowolke in Strand dann etwas dagegen, innerhalb von 2 h noch ein zweites Sonnenbild von 180 016 anzufertigen. Zwei Minuten später hätte es volle Sonne gehabt... Aus Verdruss habe ich auch noch blöd ausgelöst. Wer es sich trotzdem angucken mag, klicke hier.

In Rathen bin ich dann am Bahnhof "hängengeblieben", auch wenn nicht allzu viele Bilder raussprangen. Allerdings passt der Sonnenstand hier nur im Sommer so gut, dazu muss man aber moderne Infrastruktur mögen. Nachdem ich mir gerade in der Bahnhofswirtschaft was zu essen bestellt hatte, kam eine 189 mit Containerzug des Weges und ich konnte nicht mehr rechtzeitig auf den anderen Bahnsteig. Als ich meine zwei Wiener mit Brötchen aufgegessen hatte, schickte mir man allerdings noch 285 109 mit Neuwagen vorbei, die ich vorhin schon mit Fcs auf dem Weg nach Bad Schandau beobachten konnte. Danach machte ich mich auf dem Drahtesel auf dem Weg nach Pirna, da der Nachtzug nun in diesem Jahr noch einmal ohne Anzeichen von Bautätigkeit in Pirna umgesetzt werden sollte. Dieses Vorhaben wussten aber leider ein paar Wolken am Horizont erfolgreich zu vereiteln während es in Richtung Tschechien wolkenfrei war.

Am nächsten Morgen ging es dann schon wieder früh aus den Federn, Ziel waren ein paar Nachtzugbilder an der Elbe bei Briesnitz. IC 2238 nach Warnemünde war entgegen EN 476 pünktlich unterwegs, startet ja aber auch erst in Dresden und erfreute uns mit der Lok in unsere Richtung.

Eine unbekannte ITL-185 war ebenfalls unterwegs und brachte mal wieder Neuwagen aus Richtung Tschechien vorbei.

Um das Motiv von Pierre aus der DSO-Galerie umzusetzen, hätte man baden gehen müssen, führt die Elbe doch derzeit mehr Wasser als noch vor ein paar Wochen. So begnügte ich mich mit dieser Umsetzung und während noch die Sonne schien kam immerhin eine 372 mit einem Güterzug aus Leipzig des Weges. Für die Nachtzüge zog natürlich ein Wolkenfeld auf das ringsum von blauem Himmel umgeben war.

Für den mit +170 verspäteten Nachtzug sind wir an den Bü Strand gefahren. Dort war das Licht zwar dann doch schon einen Ticken zu weit rum aber andere Stellen sind mir nicht eingefallen. Mit dem EC eine halbe Stunde eher hätte es wohl noch besser ausgesehen und groß erkennen, dass es ein Nachtzug ist, kann man leider auch nicht.

Das Motiv mit der Bastei konnte auch mal passend eingelegt werden und so fuhr uns und einem anderen Fuzzy, der auf 35 1097 wartete, die 371 002 mit dem 171 vor die Linsen. Das Najbrt-Design harmoniert recht gut mit dem ungarischen Wagen.

Der Wasserkocher interessierte uns nicht wirklich, wichtiger war uns ein Standardbild an der Carolabrücke in Bad Schandau :Frol: So warteten wir noch 180 018 mit ihrem KV-Zug ab, von der wir zwar nix wussten, aber manchmal lohnt sich das Warten. So fuhr mit die Maschine das 3. Mal innerhalb einer Woche bei Sonnenschein vor die Linse und hier war zum Glück auch noch der vordere Pantho angehoben. 180 018 weist zudem als Besonderheit noch zwei seitliche DB-Logos an den Führerständen auf.

Während eine Großzahl Fuzzies 35 1097 abwartete kümmerten sich Oli und ich um den Alltag in Form von 642 341 auf der Carolabrücke. Leider ist der Blick von der Straßenbrücke aus, wie er z.B. in der DSO-Galerie vorhanden ist, auf Grund einer Glas-Lärmschutzwand und hochgewachsener Bäume derzeit nicht mehr möglich, so dass wir uns mit dieser Variante begnügen mussten.
Oli setzte mich dann am Bahnhof ab, wo ich dann in den Elbe-Labe-Sprinter gestiegen bin, um nach Decin zu kommen. Unterwegs den Fahrschein für die Fahrt nach Moldava gekauft, sollte es doch am Nachmittag noch eine Wanderung auf der seit 1945 nicht mehr befahrenen Strecke zwischen Moldava und Hermsdorf-Rehefeld geben.

Ankunft in Decin: Links mein Elbe-Labe-Sprinter, der seit Dezember 2011 nur noch mit 642ern verkehrt, rechts mein Anschlusszug nach Most in Form eines CityElefant der CD, einem Doppelstockelektrotriebwagen von Skoda.

Die im Gegensatz zu ihren ersten beiden Anhängseln noch nicht vernaijbrte 162 018 stand mit dem R 781 nach Prag abfahrbereit da. Den Zug hätte ich wohl auch bis Usti nehmen können, aber so war noch ein schönes Portraitfoto meines CityElefanten möglich.

814 036 ist soeben verspätet aus Liberec eingetroffen. Wie auf der Front und auch bei der Lok auf dem vorherigen Bild ersichtlich ist man in letzter Zeit wohl wieder verstärkt dran, den Fahrzeugen Namen zu verpassen.

Nach der Ankunft meines Zuges in Most: Links im Bild im Schatten des Bahnsteigs stehen 60 Jahre alte tschechische Eisenbahntechnik in Form einer "Nähmaschine" der Baureihe M 262. Die Reise unterwegs war zwar wenig spektakulär, doch während der Fahrt durchs böhmische Braunkohlerevier kamen mir einige Bunkerzüge entgegen und konnten abgestellte Bunkergarnituren gesichtet werden. Das wäre sicherlich auch einmal einen Ausflug wert.

Most ist eine 70.000-Einwohner-Stadt, die einmal gänzlich dem Bergbau weichen musste. Einzig erhaltenswert erschien damals die Kirche, die dafür um 800 m versetzt wurde und jetzt neben ein paar wenigen Häusern verloren "in der Gegend rumsteht". Der Rest der Stadt besteht, ohne dass ich sie jetzt komplett gesehen hätte, zu großen Teilen aus realsozialistischen Beton wie auch die Gegend um den Bahnhof, der hier zu sehen ist.

Die Straßenbahnendstation am Bahnhof, im Hintergrund steht ein Tatra-Wagen rum.

Der frühere Busbahnhof, der inzwischen auch nicht mehr genutzt wird.

Am Bahnhofsvorplatz fahren jetzt noch Stadtbusse ab, im Hintergrund die vorhin erwähnte Kirche, links auf dem Berg ein neoklassizistisches Schloss.

Der Zugang in der Bahnhofshalle, der früher Richtung Busbahnhof führte. Das Restaurant gibt es natürlich schon lange nicht mehr und auch das Bistro hat inwzischen geschlossen. Einzig die WCs und Duschen sind geblieben.


Entlang zahlloser Industrieanlagen ging es mit Os 26804 um 13.46 ab Most in Richtung Moldava. Nachdem der Talrand dann erreicht ist, geht es relativ stramm bergan, motivlich gibt die Strecke aber wenig her, da sie größtenteils durch Waldgebiet führt. Die Viadukte wären jedoch sicherlich einen Versuch wert. In Dubi sind dann ein paar Minuten Aufenthalt, hier liegt eine Spitzkehre. Passend zu unserem Aufenthalt kam dann zum Glück die Sonne nochmals heraus und ermöglichte ein paar Sonnenaufnahmen unserer Brotbüchsengarnitur.


Der Bahnhof Dubi ist dafür, dass es dort m.W. höchstens noch diese Ausflugszüge gibt, recht gut sogar mit motorisierten Weichen ausgestattet, hat aber auch noch immer seine Ausstattung aus der Dampflokzeit wie die Schlackegrube beweist. Im Hintergrund erkennt man links die Strecke ins Tal und die rechts den Berg hinauf.

Bis zum letzten Tunnel ging es nun stets bergan bis Moldava. Die beiden Tunnel sind auch technisch in keinem allzu guten Zustand und in Deutschland würde es die Strecke wohl auch nicht mehr geben. Nach dem letzten Tunnel wird der Bahnhof Mikulov Nove Mesto und damit die Hochebene des Erzgebirgskamms erreicht, hier wäre die Strecke auf ihren letzten 3-4 km lang wohl noch etwas fotogen, man könnte mal einen Ausflug unternehmen. Von Altenberg aus wäre das gar nicht mal so weit und mit dem Fahrrad in wenigen km fast nur bergab zu machen. Hier ist der Zug nun kurz vor der deutschen Grenze in Moldava mit seinem imposanten Empfangsgebäude angekommen, welches komplett mit neuen Fenstern und Türen ausgestattet worden ist, wofür auch immer. Auch wenn es nicht so scheinen mag, man darf es auch noch betreten.

Die Ausfahrt in Richtung Freiberg, seit 1945 ist unter der Brücke, deren rechtes Widerlager schon die deutsche Grenze bildet, allerdings Schluss.

Blick von der im vorigen Bild erkennbaren Brücke auf den Bahnhof, der immerhin noch über eine Umfahrmöglichkeit verfügt. Für die Rückfahrt hatten sich sogar einige Fahrgäste mehr als für die Hinfahrt eingefunden, was uns in dieser recht menschenleeren Gegend doch ziemlich erstaunt hat. Das Bahnhofsrestaurant fand auch regen Zuspruch, wir hatten aber keine Zeit dafür. Hier befindet man sich übrigens auf gut 800 m über dem Meer, zum Vergleich: Dresden liegt auf 113 m. Dementsprechend war es auch etwas frischer. Das rechte Bild zeigt dann den Blick auf die deutsche Seite, die Natur hat sich schon etwas Terrain zurückerobert, wenn auch überschaubar wenig.

Unterwegs auf der alten Trasse, die inzwischen Teil des Kammwegs ist und im Winter auch als Loipe genutzt werden kann. Wer genau hinsieht kann im Hintergrund noch einmal die Straßenbrücke erkennen.


Die erste Überführung kurz vor dem früheren Bahnhof Hermsdorf-Rehefeld, der bis 1972 noch Endbahnhof aus Richtung Freiberg war. Die weißen Schilder sind übrigens keine Grabstätten sondern Baumanpflanzungen im Rahmen von Treffen des nahen Hotels. Für das Bild hab ich den Grenzbach, der nur gute 40-50 cm breit ist, noch einmal überquert.

Das Areal des früheren Bahnhofs Hermsdorf-Rehefeld, der mit ein paar Eisenbahnutensilien (wenn auch nicht immer epochal-territorial passend) ausgestattet wurde und ein Skihotel bietet.

Wieder etwas weiter abwärts, hier habe ich auch noch einmal die Staatsgrenze überquert, was vor wenigen Jahren/Jahrzehnten auch noch nicht so einfach möglich gewesen wäre. Die Bahntrasse dürfte gut erkennbar sein.

Entgegen dem seit 1945 brachliegenden Abschnitt Hermsdorf-Rehefeld - Moldava fehlen zwischen Holzhau und Hermsdorf-Rehefeld die Brücken, obwohl hier erst seit 1972 der Betrieb ruht. Es handelte sich jedoch wohl um Stahlträgerbrücken.

In Holzhau-Teichhaus ist sogar noch die Bahnsteigkante vorhanden und größtenteils intakt, wenn auch hier auf Grund des Grases wenig erkennbar. Der Rasen auf dem Bahnsteig ist jedoch schön gemäht. Hier fuhren bis zur Betriebseinstellung in den Sommermonaten auch Ausflugszüge für Ferienlager mit Doppelstockwagen, wie mein Begleiter, der selbst einmal mit der Bahn zum Urlaub in diese Gegend gekommen war, zu berichten wusste. Der Bahnsteig weist für solch ein Kuhkaff deshalb auch eine entsprechende Länge auf.

Kurz vor Holzhau und dem heutigen Streckenende steht dieses frühere Bahnwärterhaus.

100 m weiter kriegt man dann den Prellbock der heute noch betriebenen Strecke aufs Bild.

Etwas verwunderlich erscheinen mag, dass der Prellbock so weit außerhalb des Bahnhofs zu finden ist. Der Grund liegt jedoch im früheren Güterverkehr.

Passend haben wir den Zug der Freiberger Eisenbahn erreicht. Der Tf genießt noch seine Pause auf einer Bank am Bahnhof, bevor es um 17:35 Uhr zurück nach Freiberg geht. Ganz neu ist auch noch die Bahnsteigkante aus Formsteinen, da bei der neuerlichen Instandsetzung die alte zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde. Dass diese Strecke überhaupt noch bis in das Flächenkaff Holzhau betrieben wird darf angesichts der sächsischen Bahnpolitik verwunderlich erscheinen.

Mit dem Shuttle ging es dann flott zurück nach Freiberg, die Strecke ist immerhin gut in Schuss und die Freiberger Eisenbahn bietet unter der Woche einen Stundentakt, am Wochenende alle 2h.

In Freiberg war mir dann nach 1,5 Jahren dann endlich ein Bild dieses Eaos möglich (sonst immer nur aus dem Zug gesehen), der mit seiner Lackierung bzw. deren Resten etwas aus seinen Artgenossen heraussicht und dem Kenner signalisiert, dass er einmal im Mittelpufferversuchszug der Deutschen Reichsbahn unterwegs war. Da der IRE am Wochenende nicht verkehrt, musste ich dann noch gut 50 Minuten auf meine RB nach Dresden warten, wo es dann immerhin wieder deutlich wärmer als auf den Höhen des Erzgebirges war.
Grüße, Hannes
schon wieder ein paar Tage her ist das schöne Wetter Ende letzter Woche, was mich zu ein paar Bildern verleitet hat. Ein paar Ziele konnten damit abgehakt werden, auch wenn mir jetzt Zeit für andere Sachen fehlt.

Letzte Woche Mittwoch war es trüb, trotzdem hatte ich mal die Kamera dabei und bin nach der Fahrradwerkstatt mal kurz zum Hp Strehlen. Unter dem alten Bahnsteigdach begegnen sich zwei Züge der S2.

Mit der nächsten S1 bin ich dann nach Heidenau weiter, wo ich endlich mal das alte Stellwerk umgesetzt hab. 189 011 kam just im Gleiswechselbetrieb daher und ermöglichte mir daher...

...dieses Bild eines vermutlich leeren Getreidezuges mit Metrans 186 182, die vor dem Gleiswechsel warten musste, bis 189 011 wieder auf dem regulären Streckengleis unterwegs war.

Am Freitag Nachmittag ging es dann ins Elbtal und nach Robins Anregung mal an den S-Bahn-Haltepunkt Obervogelgesang. Nach einem Jahr gelang mir endlich mein erstes Sonnenfoto einer aufpolierten bordeauxroten 180er in Form von 180 016, die mit Neuwagen aus Tschechien einer S-Bahn hinterherkam. Ganz so sauber wie anfangs sind die Loks natürlich nicht mehr, aber immer noch sauberer wie sie über Jahre hinweg waren. Wie sie z.B. 2008 noch aussah, kann man hier sehen.

Wie man links der Lok erkennen kann, wäre der Wolkenschaden gar nicht so unwahrscheinlich gewesen.

Beim nächsten S-Bahn-Takt hatte ich wiederum Glück, dass der Zug nach Meißen-Triebischtal so minimal verspätet war, dass es zu einer Steuerwagenbegegnung vor meiner Linse kam.

Als ich mich dann so mit der neuen Überleitstelle Obervogelgesang beschäftigt habe und feststellte, dass sie derzeit nur über eine Schlüsselsperre verfügt (siehe rechts im Bild), kam 482 046 mit Transcerealien des Weges. Könnte HSL gewesen sein, wenn sie nicht inzwischen schon einen neuen Mieter hat.

Und die neue Üst noch schön mit Handhebeln.

Für Liebhaber der mechanischen Sicherungstechnik hier noch einmal etwas detaillierter.


482 046 folgte 180 018, die auch Neulack erhalten hat, die ich aber schon mal bekommen habe. Mit Hangartner aber noch nicht, von daher war es mir nicht ganz unrecht.

Ich wechselte nach dem nächsten S-Bahn-Takt nach Stadt Wehlen, wo dann 182 018 mit ihrer S1 im Streiflicht erlegt wurde. Oli hatte mir zwischenzeitlich vom Hp Strehlen eine bordeauxrote 180er mit gemischten Frachten gemeldet, so dass ich eig. sofort nach dem EC nach Strand wollte. Ich entschied mich dann zwar doch, etwas früher loszuradeln, doch hatte die noch anwesende Fotowolke in Strand dann etwas dagegen, innerhalb von 2 h noch ein zweites Sonnenbild von 180 016 anzufertigen. Zwei Minuten später hätte es volle Sonne gehabt... Aus Verdruss habe ich auch noch blöd ausgelöst. Wer es sich trotzdem angucken mag, klicke hier.

In Rathen bin ich dann am Bahnhof "hängengeblieben", auch wenn nicht allzu viele Bilder raussprangen. Allerdings passt der Sonnenstand hier nur im Sommer so gut, dazu muss man aber moderne Infrastruktur mögen. Nachdem ich mir gerade in der Bahnhofswirtschaft was zu essen bestellt hatte, kam eine 189 mit Containerzug des Weges und ich konnte nicht mehr rechtzeitig auf den anderen Bahnsteig. Als ich meine zwei Wiener mit Brötchen aufgegessen hatte, schickte mir man allerdings noch 285 109 mit Neuwagen vorbei, die ich vorhin schon mit Fcs auf dem Weg nach Bad Schandau beobachten konnte. Danach machte ich mich auf dem Drahtesel auf dem Weg nach Pirna, da der Nachtzug nun in diesem Jahr noch einmal ohne Anzeichen von Bautätigkeit in Pirna umgesetzt werden sollte. Dieses Vorhaben wussten aber leider ein paar Wolken am Horizont erfolgreich zu vereiteln während es in Richtung Tschechien wolkenfrei war.

Am nächsten Morgen ging es dann schon wieder früh aus den Federn, Ziel waren ein paar Nachtzugbilder an der Elbe bei Briesnitz. IC 2238 nach Warnemünde war entgegen EN 476 pünktlich unterwegs, startet ja aber auch erst in Dresden und erfreute uns mit der Lok in unsere Richtung.

Eine unbekannte ITL-185 war ebenfalls unterwegs und brachte mal wieder Neuwagen aus Richtung Tschechien vorbei.

Um das Motiv von Pierre aus der DSO-Galerie umzusetzen, hätte man baden gehen müssen, führt die Elbe doch derzeit mehr Wasser als noch vor ein paar Wochen. So begnügte ich mich mit dieser Umsetzung und während noch die Sonne schien kam immerhin eine 372 mit einem Güterzug aus Leipzig des Weges. Für die Nachtzüge zog natürlich ein Wolkenfeld auf das ringsum von blauem Himmel umgeben war.

Für den mit +170 verspäteten Nachtzug sind wir an den Bü Strand gefahren. Dort war das Licht zwar dann doch schon einen Ticken zu weit rum aber andere Stellen sind mir nicht eingefallen. Mit dem EC eine halbe Stunde eher hätte es wohl noch besser ausgesehen und groß erkennen, dass es ein Nachtzug ist, kann man leider auch nicht.

Das Motiv mit der Bastei konnte auch mal passend eingelegt werden und so fuhr uns und einem anderen Fuzzy, der auf 35 1097 wartete, die 371 002 mit dem 171 vor die Linsen. Das Najbrt-Design harmoniert recht gut mit dem ungarischen Wagen.

Der Wasserkocher interessierte uns nicht wirklich, wichtiger war uns ein Standardbild an der Carolabrücke in Bad Schandau :Frol: So warteten wir noch 180 018 mit ihrem KV-Zug ab, von der wir zwar nix wussten, aber manchmal lohnt sich das Warten. So fuhr mit die Maschine das 3. Mal innerhalb einer Woche bei Sonnenschein vor die Linse und hier war zum Glück auch noch der vordere Pantho angehoben. 180 018 weist zudem als Besonderheit noch zwei seitliche DB-Logos an den Führerständen auf.

Während eine Großzahl Fuzzies 35 1097 abwartete kümmerten sich Oli und ich um den Alltag in Form von 642 341 auf der Carolabrücke. Leider ist der Blick von der Straßenbrücke aus, wie er z.B. in der DSO-Galerie vorhanden ist, auf Grund einer Glas-Lärmschutzwand und hochgewachsener Bäume derzeit nicht mehr möglich, so dass wir uns mit dieser Variante begnügen mussten.
Oli setzte mich dann am Bahnhof ab, wo ich dann in den Elbe-Labe-Sprinter gestiegen bin, um nach Decin zu kommen. Unterwegs den Fahrschein für die Fahrt nach Moldava gekauft, sollte es doch am Nachmittag noch eine Wanderung auf der seit 1945 nicht mehr befahrenen Strecke zwischen Moldava und Hermsdorf-Rehefeld geben.

Ankunft in Decin: Links mein Elbe-Labe-Sprinter, der seit Dezember 2011 nur noch mit 642ern verkehrt, rechts mein Anschlusszug nach Most in Form eines CityElefant der CD, einem Doppelstockelektrotriebwagen von Skoda.

Die im Gegensatz zu ihren ersten beiden Anhängseln noch nicht vernaijbrte 162 018 stand mit dem R 781 nach Prag abfahrbereit da. Den Zug hätte ich wohl auch bis Usti nehmen können, aber so war noch ein schönes Portraitfoto meines CityElefanten möglich.

814 036 ist soeben verspätet aus Liberec eingetroffen. Wie auf der Front und auch bei der Lok auf dem vorherigen Bild ersichtlich ist man in letzter Zeit wohl wieder verstärkt dran, den Fahrzeugen Namen zu verpassen.

Nach der Ankunft meines Zuges in Most: Links im Bild im Schatten des Bahnsteigs stehen 60 Jahre alte tschechische Eisenbahntechnik in Form einer "Nähmaschine" der Baureihe M 262. Die Reise unterwegs war zwar wenig spektakulär, doch während der Fahrt durchs böhmische Braunkohlerevier kamen mir einige Bunkerzüge entgegen und konnten abgestellte Bunkergarnituren gesichtet werden. Das wäre sicherlich auch einmal einen Ausflug wert.

Most ist eine 70.000-Einwohner-Stadt, die einmal gänzlich dem Bergbau weichen musste. Einzig erhaltenswert erschien damals die Kirche, die dafür um 800 m versetzt wurde und jetzt neben ein paar wenigen Häusern verloren "in der Gegend rumsteht". Der Rest der Stadt besteht, ohne dass ich sie jetzt komplett gesehen hätte, zu großen Teilen aus realsozialistischen Beton wie auch die Gegend um den Bahnhof, der hier zu sehen ist.

Die Straßenbahnendstation am Bahnhof, im Hintergrund steht ein Tatra-Wagen rum.

Der frühere Busbahnhof, der inzwischen auch nicht mehr genutzt wird.

Am Bahnhofsvorplatz fahren jetzt noch Stadtbusse ab, im Hintergrund die vorhin erwähnte Kirche, links auf dem Berg ein neoklassizistisches Schloss.

Der Zugang in der Bahnhofshalle, der früher Richtung Busbahnhof führte. Das Restaurant gibt es natürlich schon lange nicht mehr und auch das Bistro hat inwzischen geschlossen. Einzig die WCs und Duschen sind geblieben.


Entlang zahlloser Industrieanlagen ging es mit Os 26804 um 13.46 ab Most in Richtung Moldava. Nachdem der Talrand dann erreicht ist, geht es relativ stramm bergan, motivlich gibt die Strecke aber wenig her, da sie größtenteils durch Waldgebiet führt. Die Viadukte wären jedoch sicherlich einen Versuch wert. In Dubi sind dann ein paar Minuten Aufenthalt, hier liegt eine Spitzkehre. Passend zu unserem Aufenthalt kam dann zum Glück die Sonne nochmals heraus und ermöglichte ein paar Sonnenaufnahmen unserer Brotbüchsengarnitur.


Der Bahnhof Dubi ist dafür, dass es dort m.W. höchstens noch diese Ausflugszüge gibt, recht gut sogar mit motorisierten Weichen ausgestattet, hat aber auch noch immer seine Ausstattung aus der Dampflokzeit wie die Schlackegrube beweist. Im Hintergrund erkennt man links die Strecke ins Tal und die rechts den Berg hinauf.

Bis zum letzten Tunnel ging es nun stets bergan bis Moldava. Die beiden Tunnel sind auch technisch in keinem allzu guten Zustand und in Deutschland würde es die Strecke wohl auch nicht mehr geben. Nach dem letzten Tunnel wird der Bahnhof Mikulov Nove Mesto und damit die Hochebene des Erzgebirgskamms erreicht, hier wäre die Strecke auf ihren letzten 3-4 km lang wohl noch etwas fotogen, man könnte mal einen Ausflug unternehmen. Von Altenberg aus wäre das gar nicht mal so weit und mit dem Fahrrad in wenigen km fast nur bergab zu machen. Hier ist der Zug nun kurz vor der deutschen Grenze in Moldava mit seinem imposanten Empfangsgebäude angekommen, welches komplett mit neuen Fenstern und Türen ausgestattet worden ist, wofür auch immer. Auch wenn es nicht so scheinen mag, man darf es auch noch betreten.

Die Ausfahrt in Richtung Freiberg, seit 1945 ist unter der Brücke, deren rechtes Widerlager schon die deutsche Grenze bildet, allerdings Schluss.

Blick von der im vorigen Bild erkennbaren Brücke auf den Bahnhof, der immerhin noch über eine Umfahrmöglichkeit verfügt. Für die Rückfahrt hatten sich sogar einige Fahrgäste mehr als für die Hinfahrt eingefunden, was uns in dieser recht menschenleeren Gegend doch ziemlich erstaunt hat. Das Bahnhofsrestaurant fand auch regen Zuspruch, wir hatten aber keine Zeit dafür. Hier befindet man sich übrigens auf gut 800 m über dem Meer, zum Vergleich: Dresden liegt auf 113 m. Dementsprechend war es auch etwas frischer. Das rechte Bild zeigt dann den Blick auf die deutsche Seite, die Natur hat sich schon etwas Terrain zurückerobert, wenn auch überschaubar wenig.

Unterwegs auf der alten Trasse, die inzwischen Teil des Kammwegs ist und im Winter auch als Loipe genutzt werden kann. Wer genau hinsieht kann im Hintergrund noch einmal die Straßenbrücke erkennen.


Die erste Überführung kurz vor dem früheren Bahnhof Hermsdorf-Rehefeld, der bis 1972 noch Endbahnhof aus Richtung Freiberg war. Die weißen Schilder sind übrigens keine Grabstätten sondern Baumanpflanzungen im Rahmen von Treffen des nahen Hotels. Für das Bild hab ich den Grenzbach, der nur gute 40-50 cm breit ist, noch einmal überquert.

Das Areal des früheren Bahnhofs Hermsdorf-Rehefeld, der mit ein paar Eisenbahnutensilien (wenn auch nicht immer epochal-territorial passend) ausgestattet wurde und ein Skihotel bietet.

Wieder etwas weiter abwärts, hier habe ich auch noch einmal die Staatsgrenze überquert, was vor wenigen Jahren/Jahrzehnten auch noch nicht so einfach möglich gewesen wäre. Die Bahntrasse dürfte gut erkennbar sein.

Entgegen dem seit 1945 brachliegenden Abschnitt Hermsdorf-Rehefeld - Moldava fehlen zwischen Holzhau und Hermsdorf-Rehefeld die Brücken, obwohl hier erst seit 1972 der Betrieb ruht. Es handelte sich jedoch wohl um Stahlträgerbrücken.

In Holzhau-Teichhaus ist sogar noch die Bahnsteigkante vorhanden und größtenteils intakt, wenn auch hier auf Grund des Grases wenig erkennbar. Der Rasen auf dem Bahnsteig ist jedoch schön gemäht. Hier fuhren bis zur Betriebseinstellung in den Sommermonaten auch Ausflugszüge für Ferienlager mit Doppelstockwagen, wie mein Begleiter, der selbst einmal mit der Bahn zum Urlaub in diese Gegend gekommen war, zu berichten wusste. Der Bahnsteig weist für solch ein Kuhkaff deshalb auch eine entsprechende Länge auf.

Kurz vor Holzhau und dem heutigen Streckenende steht dieses frühere Bahnwärterhaus.

100 m weiter kriegt man dann den Prellbock der heute noch betriebenen Strecke aufs Bild.

Etwas verwunderlich erscheinen mag, dass der Prellbock so weit außerhalb des Bahnhofs zu finden ist. Der Grund liegt jedoch im früheren Güterverkehr.

Passend haben wir den Zug der Freiberger Eisenbahn erreicht. Der Tf genießt noch seine Pause auf einer Bank am Bahnhof, bevor es um 17:35 Uhr zurück nach Freiberg geht. Ganz neu ist auch noch die Bahnsteigkante aus Formsteinen, da bei der neuerlichen Instandsetzung die alte zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde. Dass diese Strecke überhaupt noch bis in das Flächenkaff Holzhau betrieben wird darf angesichts der sächsischen Bahnpolitik verwunderlich erscheinen.

Mit dem Shuttle ging es dann flott zurück nach Freiberg, die Strecke ist immerhin gut in Schuss und die Freiberger Eisenbahn bietet unter der Woche einen Stundentakt, am Wochenende alle 2h.

In Freiberg war mir dann nach 1,5 Jahren dann endlich ein Bild dieses Eaos möglich (sonst immer nur aus dem Zug gesehen), der mit seiner Lackierung bzw. deren Resten etwas aus seinen Artgenossen heraussicht und dem Kenner signalisiert, dass er einmal im Mittelpufferversuchszug der Deutschen Reichsbahn unterwegs war. Da der IRE am Wochenende nicht verkehrt, musste ich dann noch gut 50 Minuten auf meine RB nach Dresden warten, wo es dann immerhin wieder deutlich wärmer als auf den Höhen des Erzgebirges war.
Grüße, Hannes








