Hallo,
wer hätte das im vergangenen Jahr erwartet: die Ammertalbahn ist eine Insel stabiler Fahrpläne! Während auf der Gäubahn Verspätungen vieler IC-Züge von teils über 30 Minuten in beiden Richtungen zu verzeichnen sind, auch Regionalexpresszüge mit ähnlichen Verspätungen unterwegs sind, der S-Bahn-Verkehr nach Herrenberg schon länger einem Lotteriespiel gleicht, fahren die Züge der Ammertalbahn halbstündlich zwischen Herrenberg und Tübingen, in der Regel mit 0 Minuten Verspätung. Ebenso die zusätzlichen Verdichterzüge zur Hauptverkehrszeit zwischen Tübingen und Entringen. In Tübingen endet die Stabilität der Fahrpläne dann allerdings schon wieder. Die Strecke nach Reutlingen – Stuttgart ist häufig wegen Streckenüberlastungen stark verspätet, die Zollernbahn nach Balingen – Sigmaringen – Aulendorf ebenfalls und auch die obere Neckartalbahn von Tübingen über Rottenburg nach Horb läuft nicht immer gut. Wer auf diesen Strecken unterwegs sein muss und zum Beispiel auf Busanschlüsse angewiesen ist, der ist wahrlich nicht zu beneiden.
Viele Grüße vom Vielfahrer
Die Ammertalbahn - Insel der Stabilität
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Vielfahrer
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Re: Die Ammertalbahn - Insel der Stabilität
Hallo,
trotz guter Nachfrage und hoher Pünktlichkeit (97% der Anschlüsse in Herrenberg an die S-Bahn werden erreicht) wird ab dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember der Fahrplan der Ammertalbahn ausgedünnt. Grund dafür ist, dass DB-Regio, die die Zugfahrten von Tübingen nach Herrenberg und von Tübingen bzw. Reutlingen nach Bad Urach durchführt, nicht genug Fahrzeuge zur Verfügung hat. Die Brechung der Zugläufe Herrenberg - Bad Urach bzw. umgekehrt in Tübingen ist aber der Grund dafür, dass das Ammertal zuverlässig und pünktlich läuft.
Im Ermstal wird ab Fahrplanwechsel der seit 3 Jahren geplante 30-Minuten-Takt eingeführt. Das erfordert aber ein Fahrzeug mehr, ein Fahrzeug, das quasi durch die Brechung in Tübingen bereits verplant ist.
Angeregt hat DB-Regio wieder durchgehende Fahrten von Bad Urach nach Herrenberg bzw. zurück. Dagegen hat sich der Zweckverband ÖPNV im Ammertal ausgesprochen, weil er befürchtet, dass damit die bis im vorigen Jahr vorhandenen massiven Verspätungen wieder ins Ammertal eingeschleppt werden. Er besteht weiterhin auf einer Brechung in Tübingen mit der Folge eines zuverlässigen und pünktlichen Taktverkehrs im Ammertal.
Da die DB aber nicht genügend Fahrzeuge zur Verfügung hat, werden jetzt die Fahrpläne im Ammertal ausgedünnt. Es entfallen die Züge um 8:41, 20:41 und 23:41 ab Tübingen in Richtung Herrenberg und um 9:19, 21:19 und 23:49 von Herrenberg in Richtung Tübingen. Außerdem werden die Kurzpendel zwischen Tübingen und Entringen von Mo-Fr auf Schultage reduziert und über die Mittagszeit komplett gestrichen. Da dürfte es in verschiedenen Zügen dann recht eng zugehen.
In den Sommerferien wurde ja ein Schienenersatzverkehr ungewollt gefahren, weil die Radsätze der eingesetzten Triebwagen starkem Verschleiß unterlagen. Daraufhin wurden die Gleise in engen Kurven geschmiert. Inzwischen wurde n diese Arbeiten aber eingestellt. Ein beauftragtes Gutachten zur Ursache der Verschleißerscheinungen liegt bislang noch nicht vor. Nach Einschätzung der DB wäre es für die Fahrzeuge besser, wenn sie nicht nur im Ammertal sondern wieder auf der ganzen Strecke Herrenberg - Bad Urach eingesetzt würden. Dazu hat sie einen Stundentakt-Fahrplan entwickelt, der aber vom Zweckverband ÖPNV im Ammertal abgelehnt wurde.
Viele Grüße vom Vielfahrer
trotz guter Nachfrage und hoher Pünktlichkeit (97% der Anschlüsse in Herrenberg an die S-Bahn werden erreicht) wird ab dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember der Fahrplan der Ammertalbahn ausgedünnt. Grund dafür ist, dass DB-Regio, die die Zugfahrten von Tübingen nach Herrenberg und von Tübingen bzw. Reutlingen nach Bad Urach durchführt, nicht genug Fahrzeuge zur Verfügung hat. Die Brechung der Zugläufe Herrenberg - Bad Urach bzw. umgekehrt in Tübingen ist aber der Grund dafür, dass das Ammertal zuverlässig und pünktlich läuft.
Im Ermstal wird ab Fahrplanwechsel der seit 3 Jahren geplante 30-Minuten-Takt eingeführt. Das erfordert aber ein Fahrzeug mehr, ein Fahrzeug, das quasi durch die Brechung in Tübingen bereits verplant ist.
Angeregt hat DB-Regio wieder durchgehende Fahrten von Bad Urach nach Herrenberg bzw. zurück. Dagegen hat sich der Zweckverband ÖPNV im Ammertal ausgesprochen, weil er befürchtet, dass damit die bis im vorigen Jahr vorhandenen massiven Verspätungen wieder ins Ammertal eingeschleppt werden. Er besteht weiterhin auf einer Brechung in Tübingen mit der Folge eines zuverlässigen und pünktlichen Taktverkehrs im Ammertal.
Da die DB aber nicht genügend Fahrzeuge zur Verfügung hat, werden jetzt die Fahrpläne im Ammertal ausgedünnt. Es entfallen die Züge um 8:41, 20:41 und 23:41 ab Tübingen in Richtung Herrenberg und um 9:19, 21:19 und 23:49 von Herrenberg in Richtung Tübingen. Außerdem werden die Kurzpendel zwischen Tübingen und Entringen von Mo-Fr auf Schultage reduziert und über die Mittagszeit komplett gestrichen. Da dürfte es in verschiedenen Zügen dann recht eng zugehen.
In den Sommerferien wurde ja ein Schienenersatzverkehr ungewollt gefahren, weil die Radsätze der eingesetzten Triebwagen starkem Verschleiß unterlagen. Daraufhin wurden die Gleise in engen Kurven geschmiert. Inzwischen wurde n diese Arbeiten aber eingestellt. Ein beauftragtes Gutachten zur Ursache der Verschleißerscheinungen liegt bislang noch nicht vor. Nach Einschätzung der DB wäre es für die Fahrzeuge besser, wenn sie nicht nur im Ammertal sondern wieder auf der ganzen Strecke Herrenberg - Bad Urach eingesetzt würden. Dazu hat sie einen Stundentakt-Fahrplan entwickelt, der aber vom Zweckverband ÖPNV im Ammertal abgelehnt wurde.
Viele Grüße vom Vielfahrer
-
Karl Müller
- Schaffner

- Beiträge: 2128
- Registriert: Mo 13. Jun 2011, 12:25
Von wegen!
Guten Morgen,
zur Wahrheit gehört auch das auf der Ammertalbahn Zugleistungen gestrichen werden!
Zitat aus der PM des Zweckverband ÖPNV im Ammertal:
Folgende Verbindungen fallen nach derzeitigem Stand voraussichtlich bis Anfang März 2026 aus:
08:41 Uhr Tübingen – Herrenberg (Mo-Fr)
09:19 Uhr Herrenberg – Tübingen (Mo-Fr)
20:41 Uhr Tübingen – Herrenberg (Mo-Fr)
21:19 Uhr Herrenberg – Tübingen (Mo-Fr)
23:11 Uhr Tübingen – Herrenberg (Mo-Fr)
23:49 Uhr Herrenberg – Tübingen (Mo-Fr)
Weiter kommt es zu Änderungen bei den Zwischentaktzügen zwischen Tübingen und Entringen. Der Zwischentakt fährt ab dem Fahrplanwechsel an Schultagen nur noch von 06:00 Uhr – 09:00 Uhr und 15:30 Uhr – bis 18:30 Uhr, der Zwischentakt zur Mittagszeit entfällt. In den Schulferien entfällt der Zwischentakt komplett.
Und, auch wenn es auf der Ammertalbahn gut läuft ist es kein Wunder, fährt die doch weitgehend isoliert vom anderen Netz.
Mein D-Ticket habe ich zum Dez gekündigt - die Reisen mit der Eisenbahn sind in den letzten Monaten schier unterträglich geworden, aufgrund der absoluten Unzuverlässigkeit des System Eisenbahn.
Eine Verdoppelung der Reisezeit ist zur Zeit durchaus Realität, oder, mindestens 1h Verspätung.
Wer da schuld hat -oder auch nicht ist zunächst dem Reisenden egal, er möchte nur von A nach B fahren, und zwar so wie es im Fahrplan angegeben ist.
Selbst den Kurzpendel Tü - Rt während der Sperrung bekommt DB Regio nicht immer gebacken, und ob wirklich Züge im 30 Minutentakt ab Sonntag nach Urach fahren.....?
MFG Oli
zur Wahrheit gehört auch das auf der Ammertalbahn Zugleistungen gestrichen werden!
Zitat aus der PM des Zweckverband ÖPNV im Ammertal:
Folgende Verbindungen fallen nach derzeitigem Stand voraussichtlich bis Anfang März 2026 aus:
08:41 Uhr Tübingen – Herrenberg (Mo-Fr)
09:19 Uhr Herrenberg – Tübingen (Mo-Fr)
20:41 Uhr Tübingen – Herrenberg (Mo-Fr)
21:19 Uhr Herrenberg – Tübingen (Mo-Fr)
23:11 Uhr Tübingen – Herrenberg (Mo-Fr)
23:49 Uhr Herrenberg – Tübingen (Mo-Fr)
Weiter kommt es zu Änderungen bei den Zwischentaktzügen zwischen Tübingen und Entringen. Der Zwischentakt fährt ab dem Fahrplanwechsel an Schultagen nur noch von 06:00 Uhr – 09:00 Uhr und 15:30 Uhr – bis 18:30 Uhr, der Zwischentakt zur Mittagszeit entfällt. In den Schulferien entfällt der Zwischentakt komplett.
Und, auch wenn es auf der Ammertalbahn gut läuft ist es kein Wunder, fährt die doch weitgehend isoliert vom anderen Netz.
Mein D-Ticket habe ich zum Dez gekündigt - die Reisen mit der Eisenbahn sind in den letzten Monaten schier unterträglich geworden, aufgrund der absoluten Unzuverlässigkeit des System Eisenbahn.
Eine Verdoppelung der Reisezeit ist zur Zeit durchaus Realität, oder, mindestens 1h Verspätung.
Wer da schuld hat -oder auch nicht ist zunächst dem Reisenden egal, er möchte nur von A nach B fahren, und zwar so wie es im Fahrplan angegeben ist.
Selbst den Kurzpendel Tü - Rt während der Sperrung bekommt DB Regio nicht immer gebacken, und ob wirklich Züge im 30 Minutentakt ab Sonntag nach Urach fahren.....?
MFG Oli