NBS Wendlingen - Ulm

Strecken in Baden-Württemberg, die unten nich aufgeführt sind.
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Vielfahrer
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NBS Wendlingen - Ulm

Beitrag von Vielfahrer »

Hallo,

heute früh bin ich mal wieder via Wendlingen nach Ulm gefahren. Dabei habe ich den Zug um 7:24 Uhr ab Wendlingen genommen. Vom MEX aus Richtung Stuttgart sind etliche Fahrgäste, u.a. mit Koffern und sonstigem Reisegepäck auf "Deutschlands schnellsten Regionalexpress" umgestiegen, dessen Fahrt bis Ulm pünktlich war. In Merklingen sind 25 Fahrgäste zugestiegen, darunter 5 Schulkinder. Die 5 Wagen allerdings sind für die aktuelle Nachfrage noch deutlich zuviel an Beförderungskapazität. Bei der Rückfahrt ab Ulm habe ich den IRE um 12:26 Uhr genommen. In Merklingen gab es keinen Zustieg in Fahrtrichtung Wendlingen, den Ausstieg konnte ich nicht beobachten. In meinem Großraumwagen haben sich noch vier andere Fahrgäste befunden.

Die Fahrt von Ulm über Wendlingen nach Tübingen West kostete mich 6,85 €, dabei war der Stadtverkehr in Ulm/Neu-Ulm und der Tübinger Stadtverkehr schon im Preis des BW-Tarifs inbegriffen. Irgendwie ein Schnäppchen-Preis, insbesondere gemessen an einer Taxifahrt vom Tübinger Hbf zu mir in die Weststadt, wo je nach Tageszeit schon mal 15 € fällig werden. Das einzig negative an der Bahnfahrt ist, dass man nur so kurz fährt. Kaum sitzt man, hält der Zug in Merklingen und nur wenige Minuten später ist in Wendlingen schon Endstation. Dass in Wendlingen inzwischen viele ICE durchfahren, ist auch gewöhnungsbedürftig. Früher kam ich nach Wendlingen nur, wenn das Ziel das Einrichtungshaus Behr war, für einige Jahre nun ist es die Umstiegsstation nach Ulm, die eine knappe Stunde Zeitersparnis bringt.

Viele Grüße vom Vielfahrer
Karl Müller
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Re: NBS Wendlingen - Ulm

Beitrag von Karl Müller »

Guten Morgen,
Danke für den Reisebericht. Für die Stuttgarter ist der IRE 200 zunächst uninteresant, denn, der IRE 5 benötigt OHNE Umstieg nur 6 Minuten länger gen Ulm, also ist der Umstieg in Wendlingen eher für die Achse Metzingen-Rt-Tübingen zeitlich ein Vorteil.
Und, Ja, in Wendlingen umsteigen ist nicht schön, zumal es auch gen Kirchheim/Teck oder Oberlenningen Wartezeiten von 25 Minten gibt.
Gruß Oli
Vielfahrer
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Re: NBS Wendlingen - Ulm

Beitrag von Vielfahrer »

Hallo,

so schlecht ist der Umstieg in Wendlingen in der Realität nicht. Die Wartezeit aus Tübingen/nach Tübingen liegt zwar bei 15 bis 20 min, aber der IRE steht ja auf Gleis 3 schon da, so dass man weder im Regen noch in der Kälte stehen muss. Und in den komfortablen Waggons funktioniert das Internet und die Stromversorgung sehr gut, ferner hat der Zug 10 Toiletten - im Gegensatz zum Bahnhof Wendlingen, wo es keine zu geben scheint. Also ich bin mit dem Wendlinger Umstieg voll zufrieden. Die S-Bahn aus Kirchheim passt in Wendlingen nicht, das stimmt. Ebenso passt der Regiobus von Kirchheim über Wendlingen Bf zum Stuttgarter Flughafen nicht. Die Umstiegszeit beträgt 1 min, was definitiv untauglich ist. Keine Ahnung, warum das so gemacht wurde. Gerade während des Lokführerstreiks bei der SWEG wäre der Flughafenbus eine attraktive Alternative gewesen, wenn sie besser abgestimmt gewesen wäre. Von dort aus nach Tübingen gibt es viele Busverbindungen.
Übrigens gibt es am Umstiegspunkt Merklingen Bahnhof auch mehrere Toiletten und zwar kostenfreie und saubere. Das ist eben kommunales Engagement!

Viele Grüße vom Vielfahrer
Vielfahrer
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Re: NBS Wendlingen - Ulm

Beitrag von Vielfahrer »

Hallo,

heute bin ich nach Oberelchingen via Wendlingen - NBS - Ulm gefahren. Zug fuhr in Tübingen pünktlich um 10:30 Uhr ab. In Wendlingen konnte ich gleich in den schon bereit gestellten IRE 200 nach Ulm einsteigen. Im Zug waren ganze 9 Fahrgäste (mit mir, verteilt auf 5 Waggons). Es kamen dann zwei ICE aus Richtung Plochingen, die auf die NBS in Richtung Ulm fuhren. Der IRE 200 setzte sich ohne Anschluss aus Richtung Stuttgart in Bewegung, also leider mit einer einstelligen Anzahl an Fahrgästen. In Merklingen sind um 11:39 Uhr 8 Fahrgäste nach Ulm zugestiegen. War also insgesamt eine schwache Frequenz.

Zurück bin ich um 16:29 Uhr ab Ulm. Im IRE 200 saßen bei Abfahrt in Ulm 78 Fahrgäste. In Merklingen sind etliche ausgestiegen. Zahl konnte ich nicht feststellen. Wir kamen pünktlich in Wendlingen auf Gleis 3 an. Die meisten Fahrgäste sind dann auf das Gleis 1 auf den MEX in Richtung Stuttgart - Osterburken umgestiegen. Zur Abfahrtszeit des MEX in Richtung Tübingen tauchte dann ein ICE auf, der westlich Wendlingens auf die NBS abbog. Kurz darauf kam noch eine Lok, die gen Tübingen fuhr. Der MEX nach Tübingen hatte dann 7 Minuten Verspätung durch die vorausfahrenden Züge, so dass ich in Tübingen trotz 13 Minuten planmäßiger Umstiegszeit auf den Stadtbus diesen noch verpasst habe. So bin ich in die Weststadt mit der Ammertalbahn gefahren, die eine Viertelstunde später fuhr, jedoch pünktlich war.

In Oberelchingen wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde der "Elchbus" eingeweit, eine im Stundentakt verkehrende Ortsbuslinie, die von den Bahnhöfen Thalfingen, Oberelchingen und Unterelchingen jeweils ca. 60 bis 70 Höhenmeter in die hochgelegenen Siedlungsbereiche der Gemeinde Elchingen fährt. Bei der Klosterkirche in Oberelchingen hat man einen wunderschönen Blick zu den Alpen, wobei das vom Karwendelgebirge über die Zugspitze und die Vorarlberger Alpen und den Calanda bei Chur bis zum Tödi (südlich Glarus) reicht. Eher im Vordergrund liegt das AKW Gundremmingen, Bosch-Rexrodt in Glockerau, das Industriegebiet Eschach in Weißenhorn und natürlich das Ulmer Münster. Die Stätte ist durchaus historisch. Hier hatte Napoleon die Österreicher geschlagen. Beim Blick ins Donautal sah ich einen geschlossenen Bahnübergang, vor dem sich eine stattliche Anzahl an Autos ansammelte. Grund war gegen 13 Uhr ein Containerzug in Richtung Ulm, der satte 38 Waggons, alle mit Containern beladen, zog.

Viele Grüße vom Vielfahrer
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Re: NBS Wendlingen - Ulm

Beitrag von VT-Lover »

Servus, ja die RE Züge scheinen nicht besonders gut ausgeladtet, war auch bei meiner Mitfahrt letzen Montag Vormittag so. Und ja, man ist super schnell in Ulm und auch weiterführend in München. In meinem Fall war ich in genau 5 Stunden am Chiemsee, die Busse im Vor-und Nachlauf mit eingeschlossen, bisher konnte man mit einer knappen Stunde mehr rechnen. Und eben im ICE war es eine noch flottere, aber ziemlich langweilige Fahrt über die Alb, da hat man ja kaum wad von der schönen Landschaft...
Grüßle aus dem Tal der Murg
Markus
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Re: NBS Wendlingen - Ulm

Beitrag von Vielfahrer »

Hallo,

und wieder einmal bin ich heute über die NBS Wendlingen - Ulm zu einer Sitzung nach Isny gefahren. Dabei habe ich ab Wendlingen den IRE 200 um 6:24 Uhr genommen, also die Taktabfahrt, die in Merklingen Schwäbische Alb von 6:38 Uhr bis 7:01 Uhr eine Pause einlegt, um u. a. passend zu den Unterrichtszeiten der Ulmer Schulen anzukommen.
Ab Wendlingen haben 9 Personen den Zug benutzt. Bei Ankunft in Ulm waren es 80 Personen, die ausgestiegen sind, d.h. der Halt in Merklingen Schwäbische Alb hat das Fahrgastpotential um rund 70 Personen gesteigert. Zug war auf die Minute pünktlich, auch der 425er von Ulm nach Lindau-Reutin, den ich bis Aulendorf nutzen musste. Der knappe Umstieg in Aulendorf hat funktioniert, ebenso der sehr knappe Umstieg in Kißlegg auf den GABY nach München. Der hält auch am Gleis 3, aber ganz vorne, während der RegioShuttle aus Aulendorf ziemlich hinten hält. Mit einem kleinen Spurt hat es aber gerade noch gereicht. Außer mir ist noch ein Fahrgast in dieser Relation umgestiegen. In Leutkirch waren es auch nur wenige Minuten, bis der Bus nach Isny abgefahren ist. Eingesetzt wird dort vom RAB ein Subunternehmer aus Nagold (Hanna-Reisen), während die angestammte bisherige Subunternehmerfirma Sohler-Reisen aus Wangen offenbar ausgebootet wurde. Die Busfahrt nach Isny wurde pünktlich gefahren und beförderte knapp 20 Fahrgäste (auf Teilstrecken). Weitere Besprechungsteilnehmer aus Zürich und aus Mannheim mussten auf Taxis ab Lindau bzw. Memmingen ausweichen, da die entsprechenden Leistungen von GABY nicht gefahren sind.

Die Rückfahrt habe ich dann via Leutkirch - Aulendorf - Sigmaringen im VT 612 angetreten, der recht gut besetzt gewesen war. Die maximale Verspätung lag bei 6 Minuten, die wir uns in Storzingen beim Warten auf den IRE aus Stuttgart eingehandelt haben.

Viele Grüße vom Vielfahrer
Karl Müller
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Re: NBS Wendlingen - Ulm

Beitrag von Karl Müller »

Tja,
Es ist und belibt für die Stuttgarter Fahrgäste uninteresant mit Umstieg in Wendlingen gen Ulm zu fahren. Allein der Raum Tübingen-Nürtingen ist für die Fahrgäste geeignet den Umstieg in Wendlingen in Kauf zu nehmen. Allenfalls die Plochinger gewinnen 10 Minuten,aber, alle anderen können OHNE Umstieg in einer nur gering verlängerten Fahrzeit in Ulm ankommen.
Ob die Stuttgarter Raumschaft die Merklinger Alb als Touristisches Ziel erkennt? Man kann von Merklingen aus prima mit dem Fahrrad richtung Stuttgart (Filstal oder andere Routen) radeln, ggf mit einem anderen Zug im Filstal weiter , oder, Richtung Urach und Reutlingen, das ist durchaus zu schaffen.
Also, soooo lange es dieses aktuelle Fahrplanmodell gibt wird es aus dem Raum Stuttgart kaum Fahrgäste geben - im IRE 200. Und, ja, 1-2 Wagen würden ausreichen, aber, bei 2 Loks mangels Steuerwagen....es könnte auch um die Bremsprozente gehen, - das diese mit 4-5 Wagen erreicht werden.
Gruß Oli
Vielfahrer
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Re: NBS Wendlingen - Ulm

Beitrag von Vielfahrer »

Gestern habe ich auf der Fahrt nach Friedrichshafen den IRE 200 um 7:26 Uhr ab Wendlingen nach Ulm benutzt. Nachdem ich in Wendlingen eingestiegen bin, waren insgesamt 11 Fahrgäste in den 5 Wagen. Bis zur ca. 15 min späteren Abfahrt sind dann noch weitere Fahrgäste vom MEX aus Stuttgart gekommen, die ich aber nicht gezählt habe. In Merklingen sind um 7:39 Uhr 27 Fahrgäste auf dem Bahnsteig 1 gestanden und vermutlich alle auch eingestiegen. Der IRE 200 war also doch recht schwach besetzt gewesen, aber pünktlich auf die Minute.

Am Rande der Sitzung des Interessenverbands Südbahn habe ich mich mit den Planern der NVBW unterhalten. Die insgesamt recht schwache Auslastung der Linie ist auch dort bekannt. Was die Pünktlichkeit betrifft, erläuterte man mir, dass im Fahrplan zwischen Ulm und Wendlingen beim IRE 200 rund 6 min Reserve seien, da der Fernverkehr leider nicht immer pünktlich verkehren würde. So war es dann auch am Nachmittag bei der Rückfahrt (15:29 ab Ulm). Der Zug war anständig besetzt, wohl nahezu 100 Fahrgäste bei Abfahrt in Ulm. Auf dem Bahnsteig 2 in Merklingen stand aber nur 1 Fahrgast. Wieviele ausgestiegen sind, habe ich nicht beobachten können. Wir sind dann wegen eines verspäteten ICE ein paar Minuten vor Wendlingen gestanden, aber dennoch pünktlich auf die Minute in Wendlingen auf Gleis 3 angekommen. Ein beachtlicher Fahrgaststrom (geschätzt über 50 Reisende) ging durch die Bahnsteigunterführung in Richtung Gleis 1 (MEX Tübingen - Stuttgart), andere verblieben auf dem Bahnsteig, um den Zug in Richtung Tübingen zu nehmen.

Sehr positiv war, dass auf der Hin- wie Rückfahrt alles pünktlich war (Ausnahme der Stadtbus in Tübingen, der mich mit einer um 8 min. verspäteten Abfahrt nach Hause gefahren hat).

Vorgestellt wurde in Friedrichshafen vom Verkehrsministerium durch MD Berthold Frieß und die Planer Steffen Lang und Nils Hennemann die mittelfristige Konzeption der Südbahnverkehre, also ab dem Fahrplanjahr 2028. Dann wird die Konzeption so aussehen, dass eine schnelle IRE-Linie von Karlsruhe über Stuttgart (tief) - Flughafen - Merklingen - Ulm - Friedrichshafen nach Lindau-Reutin im Stundentakt verkehrt. Gewisse Stellschrauben gibt es aber noch bezüglich der Haltepolitik zwischen Friedrichshafen und Lindau-Reutin. Alle 4 Halte (Langenargen, Kreßbronn, Nonnenhorn und Wasserburg) können nicht bedient werden. Denkbar wären alternierende zweistündliche Halte in jeweils 2 Stationen oder ggf. in diesem Abschnitt auch nur ein 2-h-Takt, ergänzt durch eine ebenfalls zweistündliche Verlängerung eines REX über Lindau-Reutin hinaus bis Friedrichshafen.

Die andere schnelle Linie soll von Ulm über Friedrichshafen - Radolfzell - Singen nach Basel führen. Hier wird es aber noch etwas länger als 2028 werden, da die heutige Infrastruktur (Kreuzungsabschnitte, Elektrifizierung, Leit- und Sicherungstechnik) erneuert bzw. erweitert werden muss. Die aktuell im Raum stehenden 600 Mio. € sollen über das GVFG finanziert werden, was aber die kommunale Seite überfordert. Land und Landkreise befinden sich jedoch in intensiven Gesprächen hierüber. Beide streben aber die sog. Vorzugslösung an, also den 30-min-Takt mit RB sowie den überlagerten Stundentakt mit der Ulm-Basel-Linie.

Erwähnt wurde auch, dass der Bahnhof Aulendorf um einen weiteren Bahnsteig ergänzt werden soll. Das dürfte dann auch Aufzüge beinhalten usw. Es ist notwendig, um die Regio-S-Bahn aus Ulm in den Knoten Aulendorf fahren zu können.

Der Interessenverband Südbahn wird im Übrigen weiter bestehen bleiben. Für Landrat Lothar Wölfle vom Bodenseekreis war es die letzte Sitzung des Interessenverbands unter seiner Leitung. Als Nachfolger wurde Landrat Harald Sievers aus Ravensburg gewählt. Offiziell verabschiedet als Geschäftsführer des Interessenverbands Südbahn wurde auch Wilfried Franke. Sein Nachfolger, Dr. Wolfang Heine, ist schon einige Monate als Geschäftsführer des Interessenverbands tätig und wie Wilfried Franke Verbandsdirektor des Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben. Als Dank für die hervorragende Arbeit erhielten Franke wie Wölfle eine Reisegutschein mit der Berninabahn incl. Hotelübernachtung.

Viele Grüße vom Vielfahrer
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