Beratung zur Kameraauswahl

Solltest du mal Hilfe bei speziellen Sachen brachen, so kannst du hier um Hilfe bitten ...
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Dirk B
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Beratung zur Kameraauswahl

Beitrag von Dirk B » So 20. Okt 2013, 13:08

Ein spezielles Hallo an die Fotofreaks hier im Forum!

Meine Frau und ich haben uns entschlossen, uns eine digitale Spiegelreflexkamera zuzulegen. Da wir uns bisher noch garnicht mit diesem Thema beschäftigt habe, wollte ich vor den ersten "Sondierungsgesprächen" mal eure Meinung dazu hören. Wir brauchen sicher kein HighEnd-Gerät, ansonsten sind wir noch für alles offen.

Was könntet ihr so empfehlen (Hersteller, Ausstattung usw.)?
Wie sind eure persönlichen Erfahrungen mit euren Kameras (Handling, Akkutypen und -laufzeiten, Geschwindigkeit usw.)?
Was würdet ihr wieder und was auf keinen Fall mehr kaufen (und warum)?
Welche Fehler habt ihr bei der Auswahl gemacht und wie kann ich diese vermeiden?

Für Tipps in alle Richtungen schon jetzt ein vorauseilendes Dankeschön!

Grüßle
Dirk
Was ist der Unterschied zwischen einer Demokratie und einer Diktatur? - In einer Demokratie wählt man sich seine Diktatoren selber....

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Sascha
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Re: Beratung zur Kameraauswahl

Beitrag von Sascha » So 20. Okt 2013, 13:36

Hallo Dirk,

das ist schwer zu sagen: Ich habe die Canon D1100, das ist das Einstiegsmodell von Canon und man bekommt es z.T für 300 Euro. Auch eine große Auswahl an Objektiven gibt es.

Manche schwören auf Canon, andere auf Nikon, ich früher auf Fuji (hat aber keine Spiegelreflex im Angebot).

Nehme die mehrere Testberichte (nicht nur von einem Verleger!) und vergleiche sie. Setze dir auch eine Grenze, was du ausgeben willst.

Also hilft nur ein, AUSPROBIEREN!

Gruß

Sascha :hallo/ade:

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Tf Reinhard
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Re: Beratung zur Kameraauswahl

Beitrag von Tf Reinhard » So 20. Okt 2013, 13:45

Hallo Dirk,

ich bin da zwar auch nicht der Meister, aber ich denke das Vorhaben "Spiegelreflex-"Kamera ist schon die halbe Miete. Wenn ich überlege wie viel Schrott es mit meiner ersten kompakten Digitalkamera gab, kann ich mich heute noch darüber ärgern. Für sich schnell bewegende Objekte völlig ungeeignet.

Ich habe noch nicht viel Kameratypen ausprobiert. Bin mit der Canon (noch die alte EOS 400D) eigentlich ganz zufrieden. Der Akku hält auch recht lange. Nur die letzte Hälte ist dann ganz schnell weg. Christian hatte den Nachfolger und sich ein Tamron-Objektiv geholt. Ein gescheites Objektiv ist fast wichtiger als die Kamera selbst. Inzwischen habe ich gelernt mehr mit manuellen Einstellungen zu fotografieren. Das Resultat ist meist besser als die Kameraautomatik.

Bin mal gespannt, welche anderen Hersteller noch empfohlen werden.

Reinhard (auf gute Bilder wartend)
Ich bn wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. Manche auch beides.

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Re: Beratung zur Kameraauswahl

Beitrag von KBS720 » So 20. Okt 2013, 14:11

Hallo,

ich habe auch mit der 400D + Kit 18-55 angefangen und da waren meine Bilder nicht so besonders. Allerdings habe ich durchaus schon super Bilder von 400D´s gesehen, sprich am Objektiv sollte man nicht sparen. Mittlerweile habe ich eine 60D mit dem 17-85mm und da wars ein weiterer Sprung.

Ich denke eine Canon 1***D oder 700D ist für den Einstieg sicher nicht schecht. Zum Thema Akku ich bekomme mit meinem Akku so um die 550 Aufnahmen im Schnitt rum hin, kommt drauf an wie oft man dran rum spielt oder sich an den Bildern ergötzt :verlegen: Ich denke die anderen Canonmodelle dürften ähnlich sein.

Sonst bleibt halt nur vergleichen und abwägen was man braucht. Ach ja eine Spiegelreflex macht eigentlich nur dann Sinn wenn man langfristig manuell fotografieren will, denn sonst ist sie nur ne größere bzw. bessere Digiknispe.

Grüße Andreas
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Re: Beratung zur Kameraauswahl

Beitrag von buckdanny » So 20. Okt 2013, 14:52

Wichtig ist auch die Haptik, liegt die Kamera gut in Euren Händen!

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Re: Beratung zur Kameraauswahl

Beitrag von Trainfreak » So 20. Okt 2013, 16:40

Wichtig finde ich, ist es wenn du dich mit den manuellen Einstellungsmöglichkeiten einer Kamera befasst. Wenn du da die Grundregeln einhaltest, kannst du mit jeder Spiegelreflexkamera gute Bilder machen.
Du musst nicht gleich einen kostenintensiven Fotokurs absolvieren. Du kannst auch mit erfahrenen Kollegen zusammen auf Foto Tour gehen, schauen was die so für Einstellungen machen und wichtig, fragen wieso sie die Einstellungen gerade jetzt so machen. So kannst du vieles lernen.
Zur Kamera: Mit den heutigen Einsteigermodellen von Canon und Nikon kannst du schon super Bilder schiessen. Bei einem Set wäre ich vorsichtig, da sind die Objektive vielmals Müll. Kamera und Objektiv müssen von der Leistung her zusammenpassen. Eine top Kamera mit einem billigen Objektiv bringt genau so wenig wie eine billige Kamera mit einem top Objektiv.

Ich persönlich hatte schon zu analogen Zeiten eine Canon Spiegelreflex und bin dann beim Umstieg auf digital bei Canon geblieben, damit ich die Objektive weiter benutzen konnte. Angefangen habe ich mit der EOS 20D und bin jetzt seit zwei Jahren mit der EOS 50D sehr zufrieden. Objektive habe ich auch alle von Canon. Mein ältestes Objektiv (12 Jahre alt) ist ein 28-135mm. Dann habe ich noch ein 17-55mm mit durchgehender Lichtstärke von 1:2.8, ein absolut empfehlenswertes Objektiv welches ich für Eisenbahnbilder hauptsächlich verwende. Um Flugzeugbilder zu machen habe ich noch ein 100-400mm. Als eiserne Reserve habe ich dann noch ein 18-55mm und 75-300mm Objektive in "billiger Ausführung". Bis auf das 18-55mm Objektiv sind alle mit einem Bildstabilisator ausgerüstet.

Gruss
Urs

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Re: Beratung zur Kameraauswahl

Beitrag von Friederich » So 20. Okt 2013, 20:25

Ich möchte mal so sagen: Ganz schlechte Kameras gibt es nicht mehr auf dem Markt. Ich habe vor vielen Jahren mit einer Ashai-Pentax K1000 und zwei Festbrennweiten (55 und 105 mm) angefangen. Diese war noch voll manuell. Später habe ich mir wieder eine Pentax zugelegt. Zusammen mit der ME war dann auch das erste Zoom-Objektiv drin. Diese Kamera hatte schon eine Zeitautomatik. Diese tat dann bis Ende 2006 brav ihren Dienst.

Weil ich mit Pentax zufrieden war kaufte ich mir dann eine IST*DL. Wieder von Pentax. Diese hat allerdings einen Sturz nicht überlebt. Und weil die alten Objektive immer noch an die digitalen passten kaufte ich mir wieder eine Pentax, diesmal eine K100D. Mit ihr war ich ganz zufrieden bis sie dann gegen Ende letzten Jahres immer schlechtere Bilder fabrizierte (unscharf, Farbfehler). Und der größte Fehler den ich machte, war für diese Kamera noch ein Tamron-Objektiv zu kaufen. Na ja, ich hätte es wissen müssen, hätte ich nicht den Testberichten, sondern den Kundenerfahrungen geglaubt. 18-200 mm sind nichtmal für "immer drauf" gut genug.

Seit knapp einem Jahr fotografiere ich nun mit einer Nikon D5100 und einem Nikkor 18-105 mm- Objektiv und bin eigentlich ganz zufrieden.

Die Akku-Laufzeiten sind auch in Ordnung. Wie viel Bilder ich mit einer Ladung machen kann, kann ich nicht sagen. Aber er hält recht lange.

Grüßle
Friederich
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Re: Beratung zur Kameraauswahl

Beitrag von gerry » So 20. Okt 2013, 20:56

Guten Abend,

auch ich fotografiere noch immer (seit über 6 Jahren) mit einer Canon EOS 400 D, die bei halbwegs vorhandenem Licht (d.h. bis ISO 400) zuverlässig gute Bilder liefert. Eisenbahnmotive fotografiere ich meistens mit dem Canon EF 28-135mm 3,5-5,6 IS , das ich noch aus Analog-Zeiten habe und das auch heute noch befriedigt. Allerdings habe ich mir kürzlich eine Kompaktkamera SONY DSC-RX 100 zugelegt. Die Bildqualität ist tatsächlich ein Quantensprung, was nicht nur an der doppelten Bildauflösung (20 statt 10 MPx) liegt, sondern auch an der Bildqualität bei hoher eingestellter Empfindlichkeit. Allerdings ist meine kleine Sony aufgrund ihres lahmen Autofocus für Eisenbahnmotive meist nicht zu gebrauchen. Als nächste Anschaffung steht daher eine Canon EOS 70D mit einem EF 24-85 mm an. Meinen Vorrednern kann ich nur zustimmen, dass man sich mit foto-handwerklichen Dingen intensiv befassen sollte, um nicht den haufenweise angebotenen Automatik-Funktionen hilflos ausgeliefert zu sein. Also, ich glaube eine Auflösung von 10-12 MPx ist heutzutage bei einer Spiegelreflex nicht mehr zeitgemäß. Da würde ich schon mindestens 18-20 MPx anpeilen (Nikon bietet schon in der Einsteigerklasse 24 MPx). Das gibt einfach auch eine viel größere Reserve für Ausschnittvergrößerungen.

Schönen Abend noch
Gerry

Karl Müller
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Re: Beratung zur Kameraauswahl

Beitrag von Karl Müller » So 20. Okt 2013, 22:24

Guten Abend,

also, ich benutze seit kurzem auch eine "Systemkamera" die Olympus PEN EP-L 3.

Bin sehr zufrieden, extrem schneller Autofocus,Serienbildfunktion mit 7 Bilder pro sec, Objektivwechsel ist auch dabei.

Die Bildqualität finde ich sehr gut.

Ich bin der Meinung eine Spiegelreflex muß es nicht zwingend sein!

Gruß Oli

@: Dirk, weißt du jetzt Bescheid ? Und, ich habe vor dem Kauf der Olympus Tagelang im WWW recherchiert-bis ich verrückt geworden bin, unzählige Informationen, und, alle sind irgendwie gut bis sehr gut ! Zu guter Letzt habe ich mich in einem klaschischen Fachgeschäft beraten lassen, habe sie ausprobiert - und gekauft !

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Hannes
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Re: Beratung zur Kameraauswahl

Beitrag von Hannes » Mo 21. Okt 2013, 12:52

Hallo,
meine Vorredner haben ja schon einiges geschrieben, was ich soweit unterschreiben kann. Die Kamera auf jeden Fall mal in die Hand nehmen und schauen, ob die Haptik und das Gewicht passt. Damals (2006) war mir Nikon zu schwer, Canon zu leicht und Sony war vom Gewicht her richtig, zudem die A-100 damals die erste Spiegelreflex von Sony, als sie das Geschäft von Konica Minolta übernommen hatten und Sachen wie der Bildstabi am Sensor haben mich gereizt. Objektivmäßig habe ich damals beim Händler in San Francisco ein Tamron-Superzoom, das allerdings für analoge Spiegelreflexe ausgelegt war (28-200/3.8-5.6) gekauft, weswegen ich ein halbes Jahr später mir ein Tamron 17-50/2.8 für den Weitwinkelbereich zugelegt habe, das ich heute noch mit Freude benutze. 2009 war dann die A-100 runtergeritten und ich habe mir die A-700 geleistet, die inzwischen auch nicht mehr hergestellt wird. Im Kit war damals ein 16-105 von Sony dabei, mit dessen Handling ich aber überhaupt nicht klarkam und das ich deswegen einem Freund weiterverkauft habe. Nach einem Objektivversuch mit Sigma (16-80/2.8 oder so), mit dessen Handling ich ebenfalls nicht klarkam, bin ich wieder bei Tamron gelandet (28-75/2.8), wobei das nicht ganz so oft zum Einsatz kommt. Von einem Freund habe ich noch gebraucht ein Sigma 70-210/2.8 übernommen, das allerdings etwas kontrastarm ist, das hat mein 2007 gebraucht beschafftes Minolta "Ofenrohr" 70-210/4 Macro ersetzt, kommt allerdings auch ganz selten zum Einsatz (weil es auch ein ziemlicher Brocken zum Schleppen ist).

Wie die aktuellen Modelle von Sony so sind, kann ich leider nicht beurteilen, habe gutes wie schlechtes gehört. Live-View, klappbares Display, digitale Wasserwaage und Filmen sind ja inzwischen Standard geworden. Sony hat zudem ja die Technik des transparenten Spiegels entwickelt, also gar keine Spiegelreflex mehr (ob auch in den unteren Preissegmenten, keine Ahnung). Der Bildstabi (bei Sony SuperSteadyShot genannt) begeistert mich aber immer wieder und man hat ihn mit jedem Objektiv, sonst sollte man beim Objektivkauf drauf achten (zumindest, wenn man vorhat, etwas mit längeren Belichtungszeiten Freihand zu experimentieren).

Je nachdem, wie ausgiebig deine Fototouren sind, würde ich durchaus zu einem Zweitakku raten, ich bin immer wieder froh drüber. Das Thema Speicherkarten ist auch eine Betrachtung wert, ich bin über CF inzwischen nicht mehr so glücklich und wäre froh, ich könnte die kleineren SD verwenden. Das auch vor dem Hintergrund, dass heutige Laptops/Netbooks etc. immer einen SD-Slot haben, ich aber einen externen Kartenleser mitschleppen muss, um meine CF auszulesen, will ich nicht die Kamera direkt dranstöpseln. Und mir ist es jetzt schon zweimal passiert, dass es einen Pin im CF-Slot verbogen hat, beim aktuellen lässt sich der zum Glück immer wieder geradebiegen.

Meine heutige Tendenz beim Kamerakauf würde vllt. mehr Richtung Nikon gehen, aber das müsste ich nochmal genauer schauen.

Letztendlich entscheidet ja auch der Geldbeutel, hier mal die Übersicht, was ich über die Jahre so ausgegeben habe (jeweils Kaufpreis):
Sony A100 mit Tamron 28-200: 920 US$ (damals etwa 600-650 €)
Tamron 17-50: 350 €
Minolta Ofenrohr gebraucht: 140 €
Zweitakku zur A100: ~30 € (kein Sony, genauen Preis weiß ich nicht mehr)
Speicherkarten (eine 2GB, eine 4 GB): ca. 100 €
Sony A700 (nur Body): 850 € (4 GB Speicherkarte im Wert von 70 € vom Händler obendrauf bekommen)
Zweitakku zur A700 (neue Technik bei Sony): 100 €
Tamron 28-75: 300 €
Sigma 70-210 gebraucht: 160 €
Stativ: 70 € (schon vor Digitalzeiten vorhandenes gebrauchtes, aber mal in Köln Hbf liegengelassenes hatte 50 € gekostet)
Externer Blitz (rein manuell ansteuerbar, über Ebay): 30 €
Fototasche 1 (groß, eher unhandlich, Schnäppchben bei Mediamarkt): 20 €
Fototasche 2 (klein, handlicher, aber nur Kamera mit Objektiv + Zubehör): ~60 €
Digitale Wasserwaage als Aufsatz am Sucher (leider mal im Winter verloren): 30 €

Grüße, Hannes
"Deutsche siegen im Fußball, aber bei der Bahn ist täglich Cordoba."
ÖBB-Chef Christian Kern in der Kronenzeitung vom 8.11.14

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