Vorabbekanntmachung Stadtverkehr Villingen-Schwenningen

Sonstiges, worüber man sich das "Maul" zerreisen kann.
Lucian Berndt
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Re: Vorabbekanntmachung Stadtverkehr Villingen-Schwenningen

Beitrag von Lucian Berndt » Sa 21. Sep 2019, 13:48

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Vielfahrer
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Re: Vorabbekanntmachung Stadtverkehr Villingen-Schwenningen

Beitrag von Vielfahrer » Sa 21. Sep 2019, 15:14

Hallo Lucian,
Man kann hoffen, dass es im VSB ein umdenken geben wird, nachdem sie sehen, wie katastrophal es ab Dezember im Raum Konstanz wird.
Der VSB ist ein reiner Tarifverbund, dem u.a. die SBG wie alle anderen Verkehrsunternehmen im Schwarzwald-Baar-Kreis angehören. Er hat keinerlei Kompetenzen hinsichtlich von Ausschreibungen usw.. Nach dem ÖPNV-Gesetz Baden-Württembergs sind die Landkreise Aufgabenträger für den straßengebundenen Verkehr. Sie müssen sich allerdings an die Gesetze halten. Diese sehen vor, dass bei Ablauf einer Linienverkehrsgenehmigung etwa zwei Jahre zuvor im EU-Amtsblatt darauf hinzuweisen ist, damit auch andere Verkehrsunternehmen sich ggf. bewerben können. Im jeweils gültigen Nahverkehrsplan ist festgelegt, welches Angebot mindestens zu erbringen ist, um eine Genehmigung zu erhalten. Dabei sieht das Gesetz vor, dass eigenwirtschaftlichen Angeboten Vorrang vor gemeinwirtschaftlichen Angeboten einzuräumen ist. Gehen mehrere eigenwirtschaftliche Anträge ein, die den im Nahverkehrsplan festgelegten Mindestanforderungen entsprechen, so kommt es zu einem Genehmigungs-Wettbewerb, also einem Zuschlag an dasjenige Verkehrsunternehmen, welches insgesamt das beste eigenwirtschaftliche Angebot abgegeben hat. Geht kein eigenwirtschaftliches Angebot ein, was z. B. in der Südbaar der Fall war, so muss der Aufgabenträger die im Nahverkehrsplan vorgesehenen Linien nebst Standard konzipieren und ausschreiben. Daran führt kein Weg vorbei. Es kommt dann das beste, nicht unbedingt das billigste, Angebot zum Zug. Zwischen der Vorabbekanntmachung und der Betriebsaufnahme liegt in der Regel ein Zeitraum von 2 Jahren. Die Kosten im Busbereich sind meist zu über 50 % Personalkosten. Der Diesel und die Busse sind für die verschiedenen Wettbewerber nur unwesentlich verschieden. Es kommt deshalb darauf an, die Fahrpläne möglichst so zu strukturieren, dass die dafür erforderlichen Personalkosten wettbewerbsfähig bleiben, d.h. keine unnützen Pausen einplanen, die Busse zügig fahren lassen und gut untereinander zu vernetzen und möglichst Spitzenverkehre zu vermeiden, indem z.B. die Schulzeiten geschickt gestaffelt werden.

Viele Grüße vom Vielfahrer

Lucian Berndt
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Re: Vorabbekanntmachung Stadtverkehr Villingen-Schwenningen

Beitrag von Lucian Berndt » Sa 21. Sep 2019, 15:22

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Re: Vorabbekanntmachung Stadtverkehr Villingen-Schwenningen

Beitrag von Vielfahrer » Sa 21. Sep 2019, 18:21

Hallo Lucian,

wenn mehrere Angebote vorliegen, dann muss man ja eine Entscheidung treffen, an wen der Zuschlag erteilt wird. Und dieser Zuschlag muss rechtssicher erfolgen, da immer damit zu rechnen ist, dass der oder die Unterlegenen dagegen klagen werden. Es muss also irgendwie eine eindeutige nachprüfbare Feststellung getroffen werden können. Zunächst einmal muss aber derjenige, der den Zuschlag erhält, leistungsfähig sein. Dazu sind bestimmte Nachweise erforderlich. Die werden auch von den Behörden geprüft. Und dann geht es vermutlich in den meisten Fällen nicht nur um den Preis, sondern auch um andere Kriterien. Beispielsweise spielt häufig die Qualität der Busse eine Rolle, die Reaktionszeit bei Störungen usw., auch wird von den Fahrern wird eine bestimmte Mindestqualifikation erwartet, z.B. ein bestimmtes Sprachniveau. Das wird dann so gemacht, dass z.B. Preise zu einem bestimmten Prozentsatz gewertet werden, Qualitäten auch, so dass es sich um einen Mix handelt. Zu den Vorschriften, die geprüft werden, zählt auch die Entlohnung der Busfahrer. Das Unternehmen muss sich verpflichten, einen anerkannten Tarifvertrag einzuhalten. Es kann mehr bezahlen, aber nicht weniger. In Baden-Württemberg wird hier meist der WBO-Tarif angewandt. Für welche Arbeitszeiten (Schichtzeit oder nur gefahrene Lenkzeiten usw.) der Lohn bezahlt wird, wird zwischen den Tarifparteien ausgehandelt und unterliegt keiner Vorgabe der Behörden. Die ganzen Angaben werden nachgeprüft. Es ist also nicht so, dass irgendeine Zahl, womöglich gar nur Kosten pro Kilometer, am Ende der Ausschreibung steht und die entscheidend ist. Insofern gewinnt nicht unbedingt derjenige, der am billigsten anbietet. Aber der Preis ist natürlich ein wesentliches Kriterium, welches aber nachvollziehbar zustande kommen muss (z.B. über Anzahl der benötigten Fahrzeuge, über Kilometerleistungen und Lohnstunden usw.).

Ich hatte auch vorgeschlagen, dass diejenigen Unternehmen, die Fahrer ausbilden (früher hat dies in vielen Fällen die Bundeswehr gemacht), einen Bonus bekommen sollten, da der Fahrermangel mit ein Hauptproblem für die Zukunft darstellen wird. Die Ausbildung eines Fahrers kostet ein Unternehmen eine fünfstellige Summe. Aber es ist nicht wie beim Fußball, wo Ablöse gezahlt wird. Bei einigen wenigen Unternehmen werden Fahrer ausgebildet und dann bezahlt anschließend ein anderes Unternehmen besser, das sich Ausbildungskosten gespart hat und weg ist der Fahrer. Wiederum andere Unternehmen besorgen sich ihre Fahrer über Agenturen, zahlen also eine Art Provision für die Vermittlung von Fahrern. Aber auch sie haben Kosten, z.B. für die Bereitstellung von Wohnraum oder Sprachkursen. Das ist alles ein weites Feld, aus dem sich die Behörden am besten raushalten.

Wenn es in Konstanz "krachen" sollte, dann ist das zunächst nichts Außergewöhnliches. Bei vielen Fahrplanumstellungen, bei denen auch gar keine Unternehmen wechseln, ist das der Fall. Wir hatten vor etlichen Jahren in der Ostbaar mal so einen Fall, wo gefühlt erst die 10. Version des Fahrplans dann funktioniert hat. Die Gründe dafür sind vielschichtig, manchmal sind es auch eigene Planungsfehler bzw. es ist auch schwer, das Verhalten der Fahrgäste immer richtig vorauszusehen, wenn verschiedene Beförderungsmöglichkeiten bestehen. Grundsätzlich ist es aber schon so, dass auch die Unternehmen stärker denn je Kosten zu vermeiden versuchen, also eher mit weniger Ressourcen als zu viel Ressourcen planen. Denn was nützt ein guter Fahrplan, wenn man gar nicht zum Zuge kommt.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: Vorabbekanntmachung Stadtverkehr Villingen-Schwenningen

Beitrag von Vielfahrer » Mi 6. Nov 2019, 18:32

Hallo,

heute Nachmittag tagte in Villingen-Schwenningen der Gemeinderat. Der öffentlichen Sitzung war ein nichtöffentlicher Teil vorgeschaltet, der nur einen Tagesordnungspunkt umfasste, nämlich den VS-Bus, dessen Konzession zum 31.12.19 ausläuft und der deshalb neu vergeben werden muss. Über den Rückzug des eigenwirtschaftlichen Angebots der bisherigen VS-Bus-Betreiber und die Hintergründe dazu wurde ja bereits hinreichend berichtet. Da die Sitzung nichtöffentlich war, kann ich leider keine Details preisgeben, nur soviel: Die Stadt VS wird noch in dieser Woche in einer Pressekonferenz Stellung zum VS-Bus-Angebotsumfang ab dem 01.01.2020 nehmen.

Interessant übrigens ist, dass die Beschäftigten des Schwarzwald-Baar-Klinikums die Zeitkarten den Winter über kostenlos vom Arbeitgeber erhalten, da die Parkplatzsituation am Schwarzwald-Baar-Klinikum insbesondere zum Zeitpunkt des Schichtwechsels extrem prekär ist. Aus diesem Grund wird auch in der kommenden Woche am Donnerstag vor Ort Gelegenheit geboten, mit den dort ca. 3.000 Beschäftigten über das ab dem 01.01.2020 gefahrene VS-Bus-Angebot zu sprechen.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: Vorabbekanntmachung Stadtverkehr Villingen-Schwenningen

Beitrag von Fridinger » Fr 8. Nov 2019, 17:56

Die Pressemeldung ist nun herausgegeben.

Anscheinend hat die SBG doch kein Angebot abgegeben... *verwirrt2*
Die Bahn hat einen Zirkus verklagt - der hatte doch tatsächlich behauptet, er sei der größte Zirkus der Welt.

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Re: Vorabbekanntmachung Stadtverkehr Villingen-Schwenningen

Beitrag von Vielfahrer » Fr 8. Nov 2019, 19:42

Hallo,

auch der Schwarzwälder Bote berichtet über die Pressekonferenz, in welcher seitens der Stadt das neue VS-Bus-Angebot, das ab dem 01.01.2020 gefahren wird, vorgestellt wurde. Die Fahrplanleistung steigt von 1,3 Mio. Buskm zzgl. 300.000 Rufbuskm auf 2,2 Mio. Buskm an. Rufbusse werden keine mehr eingesetzt.
Sämtliche Linien werden an Mo-Fr im 30-Minuten-Takt betrieben, in der Regel zwischen 6 und 20 Uhr an Mo-Fr und 7 - 15 Uhr an Sa. Außerhalb dieser Zeiten verkehren die Busse in der Regel im Stundentakt, auf verschiedenen stärker nachgefragten Buslinien wie etwa auf der Schnellbuslinie zwischen Villingen und Schwenningen und auf einigen anderen Linien durchgängig im 30-Minuten-Takt, auch an Sonn- und Feiertagen. Es ist sichergestellt, dass man aus dem gesamten Stadtgebiet um 5:45 Uhr am Schwarzwald-Baar-Klinikum sein kann, da um 6:00 Uhr dort die Frühschicht beginnt. Auch nach Ende der Spätschicht um 22 Uhr gelangt man mit dem VS-Bus noch ins gesamte Stadtgebiet zu allen Haltestellen. Immerhin arbeiten am Schwarzwald-Baar-Klinikum 3.000 Beschäftigte. Die Busse verlassen die Depots teilweise bereits vor 5 Uhr und kommen gegen 23:30 bis 0:30 Uhr wieder in die Depots in Villingen und Schwenningen zurück, in den Nächten von Fr auf Sa und Sa auf So verkehrt die Nacht-Acht halbstündlich zwischen Villingen und Schwenningen bis 3:30 Uhr.

Durch Überlagerung von Linien ergibt sich zwischen Villingen und Schwenningen (Linie 1, Linie 2 und Linie 3) alle 10 Minuten eine Fahrtmöglichkeit, ebenso in die großen Wohngebiete (z.B. Wöschhalde mit den Linien 4, 5 und 6).

Folgende Linien sind ab 01.01.20 in Betrieb:

Linie 1 Villingen Bf - Schilterhäusle - Schwarzwald-Baar-Klinikum - Hochschule für Polizei - Feintechnikschule - Schwenningen Bf und zurück
Linie 2 Hammerhalde - Theater am Ring - Villingen Bf - Schwarzwald-Baar-Klinikum - Hochschule für Polizei - Schwenningen Busbf - Deutenbergring und zurück
Linie 3 Villingen Bf - Steppach - Herdenen - Schwarzwald-Baar-Center - Strangen - Eschelen - Dauchinger Str. - Schwenningen Busbf - Schwenningen Bf und zurück
Linie 4 Villingen Bf - Steppach - Vorderer Eckweg - Wöschhalde - Haslach und zurück
Linie 5 Villingen Bf - Wieselsberger Straße - Vorderer Eckweg - Wöschhalde - Haslach und zurück
Linie 6 Villingen Bf - Klosterring - Offenburger Straße - Tiroler Straße - Oderstraße - Wöschhalde - Haslach und zurück
Linie 7 Villingen Bf - Riettor - Hotelfachschule - Bildstocker Platz - St. Konrad-Kirche - St. Lioba und zurück
Linie 8 Villingen Bf - Riettor - Kirnacher Str. - Peterzeller Str. - Kurgebiet und zurück
Linie 9 Villingen Bf - Riettor - Rietheimer Straße - Feldbergstraße - Warenburgschule und zurück
Linie 10 Villingen Bf - Tonhalle - Romäusgymnasium - Rosengarten - Hallenbad - Dattenbergstraße - Mangin - Westbahnhof - Berliner Str. - Triberger Str. und zurück
Linie 11 Villingen Bf - Landratsamt - Fürstenbergring - Kopsbühl und zurück
Linie 12 Schwenningen Grabenäcker - Wasenstraße - Busbahnhof - Deutenbergschulen - Rottweilerhof - Hammerstatt - Industriegebiet Ost Steinkirchring und zurück
Linie 13 Schwenningen Strangen - Römerstraße - Dauchinger Str. - Busbahnhof - Alleenstra0e - Kleines Eschle - Eisstadion - Messe und zurück
Linie 14 Schwenningen Rinelen - Dauchinger Straße - Busbahnhof - Alleenstraße - Gewerbeschule - Schwenningen Bf - Waldfriedhof - Messe und zurück
Linie 15 Deutenbergschulen - Busbahnhof - Schwennngen Bf - Feintechnikschule - Friedenschule - Steinerschule - Zollhaus Bf

Die Linie 15 wird jedoch als einzige Linie nicht im Takt betrieben sondern orientiert sich an schulischen Bedürfnissen. Für Zollhaus ist der Ringzug das stündliche Grundangebot nach Schwenningen und nach Villingen. In Villingen gibt es keine weiteren Linien, aber dennoch einige Schulbusverkehre, etwa von der Goldenbühlschule über das Riettor zur Südstadtschule und weiter in die Hammerhalde zu den relevanten Schulzeiten.

Die Durchbindung der heutigen Linie 12 über das Schwarzwald-Baar-Klinikum in Richtung Weilersbach - Kappel - Obereschach - Mönchweiler entfällt. Es muss zukünftig zwischen dem Schwarzwald-Baar-Klinikum und Mönchweiler auf die Linie 36 umgestiegen werden, die im Stundentakt verkehrt. Sie hat am Schwarzwald-Baar-Klinikum Anschluss von den Linien 1 und 2 aus Villingen und aus Schwenningen sowie am Schwarzwald-Baar-Center von der Linie 3 aus Villingen und Schwenningen, so dass für Weilersbach auch eine gute mindestens stündliche Anbindung aus Villingen und Schwenningen gegeben ist. Für den Schülerverkehr bleibt es bei direkten Busverbindungen zwischen Weilersbach und dem Deutenberg.

Zwischen Weilersbach und Mönchweiler fährt der Bus direkt nach Obereschach. Fahrgäste aus Kappel nach Mönchweiler müssen wie heute schon Fahrgäste aus Niedereschach in Obereschach nach Mönchweiler umsteigen. Busse, die in Obereschach nicht nach Mönchweiler fahren, wenden in Obereschach nach Kappel - Weilersbach - Schwarzwald-Baar-Klinikum zurück.

Die Linie 38 Villingen - Obereschach - Schabenhausen - Niedereschach verkehrt zukünftig ganztägig im exakten Stundentakt, ausgerichtet auf die Breisgau-S-Bahn und zurück über Kappel nach Obereschach - Villingen. In den Hauptverkehrszeiten wird die Linie halbstündlich betrieben. Dann aber fahren die Busse ab Obereschach über Kappel nach Niedereschach und über Schabenhausen - Obereschach zurück. Die Linie 38 verkehrt über das Industriegebiet Vockenhausen.

Wo möglich, sind in Villingen am Bahnhof sowie in Schwenningen am Bahnhof gute Anschlüsse vom Ringzug auf den Stadtverkehr und umgekehrt gegeben, wobei in Villingen dies je nach Linie mal auf die Schwarzwaldbahn, mal auf die Breisgau-S-Bahn und auch mal auf den Ringzug zutrifft.

Wichtig ist, dass es keinerlei Einschränkungen mehr wärhrend der Ferienzeiten gibt. Auch an Feiertagen oder an Silvester usw. entfallen die Verkehrsbeschränkungen komplett. Während andernorts z.B. am Heiligabend oder an Silvester ab 16 Uhr der Verkehr eingestellt wird, läuft er in Villingen-Schwenningen ungebrochen weiter.

Das einzige, was zunächst noch nicht verändert wird, ist der Tarif des VSB. Aber hier ist auf Mitte 2021 mit deutlichen Veränderungen zu rechnen, die sich jedoch noch im Stadium intensiver Beratung befinden. Im Laufe des Jahres 2020 sollen entsprechende Beschlüsse gefasst werden, und dann im Laufe des Jahres 2021 umgesetzt werden.

Die Zustimmung des Villingen-Schwenninger Gemeinderats zum stark verbesserten VS-Bus erfolgte einstimmig ohne Gegenstimme bei einer Enthaltung.

Notwendig sind nun weitere Schritte, wie die Ausweisung von Busspuren, Busbevorrechtigung an kritischen Kreuzungen und ggf. eine Reduktion von Parkplätzen, insbesondere dort, wo die den Linienverkehr stark behindern. Wünschenswert ist auch eine Anpassung der Parktarife an die tatsächlichen Kosten sein. Nur ein deutlich verbessertes Busverkehrsangebot alleine schafft die notwendige Verkehrswende nicht.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: Vorabbekanntmachung Stadtverkehr Villingen-Schwenningen

Beitrag von Bahner » Sa 9. Nov 2019, 15:22

Vielfahrer hat geschrieben:
Fr 8. Nov 2019, 19:42
Nur ein deutlich verbessertes Busverkehrsangebot alleine schafft die notwendige Verkehrswende nicht.

Viele Grüße vom Vielfahrer
Schon zwei mal nicht, wenn nur der Stadtverkehr, jedoch nicht der Überlandverkehr verbessert wird.

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Re: Vorabbekanntmachung Stadtverkehr Villingen-Schwenningen

Beitrag von Vielfahrer » So 10. Nov 2019, 07:51

Hallo Bahner,

zum Überlandverkehr gehört sicherlich auch die Schienenverbindung. Diese verbessert sich zwischen Donaueschingen und Villingen durchschlagend. Alle 30 Minuten eine Non-stop-Verbindung, dazu noch stündlich, mitunter noch öfter, ein Ringzug aus Bräunlingen nach Villingen. Dann enden weitere Züge aus Ulm nicht in Donaueschingen, sondern fahren bis Villingen, auch von Rottweil nach Villingen gibt es grundsätzlich tägliche Verbindungen im Stundentakt, dazu noch weitere, teils schnelle Zusatzverbindungen. Und wer in der Südbaar wohnt, erreicht diese Schienenverbindungen nach Villingen durchweg in guter Qualität. Es dürfte also kein Problem mehr sein, z.B. von der Scheffellinde in Achdorf, von Bonndorf, Fützen, Riedöschingen, Unterbränd oder Gutmadingen mit dem ÖV mehrmals am Tag z.B. in die Tiroler Straße in Villingen zu kommen.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: Vorabbekanntmachung Stadtverkehr Villingen-Schwenningen

Beitrag von Fridinger » So 10. Nov 2019, 08:03

Hat man sich in VS eigentlich beim neuen NVP überlegt, einzelne schnelle Buskurse in der Hauptverkehrszeit über die B523 nach Tuttlingen für Pendler einzurichten? Glaube zwar kaum, dass Tuttlingen da mitgespielt hätte, aber da wäre zumindest ein erhebliches Potenzial vorhanden.

Leider gibt es ja in Zukunft noch nichtmal mehr durchgehende Busverbindungen Schwenningen-Tuttlingen, und Ringzug über Rottweil ist da deutlich langsamer.
Die Bahn hat einen Zirkus verklagt - der hatte doch tatsächlich behauptet, er sei der größte Zirkus der Welt.

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