Neue Nahverkehrskonzeption im Ulmer Westen

Alles zur Donaubahn (Donautalbahn) kann hier rein.
Eine Überschneidung mit der Höllentalbahn ist möglich.
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Neue Nahverkehrskonzeption im Ulmer Westen

Beitrag von Vielfahrer » Do 3. Sep 2020, 11:25

Hallo,

im Zusammenhang mit der für Dezember 2022 anstehenden Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs Merklingen an der NBS Wendlingen - Ulm wird der komplette Linienbusverkehr auf der Ulmer Alb neu organisiert. Dies hat auch Auswirkungen auf die Donautalbahn. Es ist vorgesehen, in Blaustein, Herrlingen, Blaubeuren und Schelklingen für nahtlose Verknüpfungen mit Buslinien ins Umland zu sorgen. Dazu müssen die Leistungen ausgeweitet werden, was u.a. dadurch geschehen soll, dass schienenparallele Busleistungen, wie sie heute noch von vielen Ortschaften aus direkt bis Ulm führen, aufgegeben werden sollen. Verstärkt bzw. teilweise ausschließlich im Takt sollen die Buslinien auch untereinander verknüpft werden, wobei der Stadt Laichingen, die einen neuen ZOB in der Gartenstraße plant, als Drehscheibe abseits der Schienenverbindungen eine große Bedeutung zukommt. Eckpunkte der Linienplanungen sind Bad Urach (halbstündlicher Taktverkehr auf der Ermstalbahn von und nach Reutlingen), Münsingen (Schwäbische Albbahn), Schelklingen (Donautalbahn in Richtung Ulm und Tuttlingen), Blaubeuren, Herrlingen und Blaustein mit zahlreichen verknüpften Buslinien, Merklingen mit Busverbindungen u.a. in den Raum Wiesensteig, Gosheim, Geislingen, Dornstadt, Blaubeuren).

Auf der Donautalbahn soll nach Möglichkeit die Regio-S-Bahn Donau-Iller, also zusätzlich zum vorgesehenen stündlichen RE-Verkehr nach Donaueschingen, ein halbstündlicher Nahverkehr mit Halt auf allen Stationen bis Blaubeuren bzw. Munderkingen umgesetzt werden. Dazu soll im Laufe des kommenden Jahres in Blaubeuren ein neuer Mittelbahnsteig an den Gleisen 2 und 3 entstehen, das Gleis 1 bleibt erhalten. Es grenzt unmittelbar an die Bushaltestelle Blaubeuren Bahnhof an, die wie der in der Innenstadt gelegene Busbahnhof Blaubeuren modernisiert werden soll.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: Neue Nahverkehrskonzeption im Ulmer Westen

Beitrag von Vielfahrer » Di 8. Sep 2020, 21:19

Hallo,

die Konturen für das neue Nahverkehrskonzept im Zusammenhang mit der ab dem 12.12.22 anstehenden Inbetriebnahme des Bahnhofs Merklingen zeichnen sich allmählich ab. So soll es ab Bad Urach eine Busverbindung über Böhringen - Donnstetten - Westerheim - Laichingen ZOB nach Blaubeuren Bf mit Zuganschluss nach 7 Minuten Umstiegszeit nach Ulm geben, zugleich eine Buslinie von Bad Urach über Böhringen - Zainingen - Feldstetten nach Laichingen ZOB - Machtolsheim - Merklingen Ort - Merklingen Bf mit ebenfalls Zuganschluss von/nach Ulm in der anderen Stunde. Eine weitere Linie soll von Merklingen Bf über Laichingen ZOB nach Heroldstatt - Münsingen verkehren. Es gibt dann natürlich noch zahlreiche weitere Buslinien, die hier nicht alle aufgeführt werden können. In Laichingen wird in den nächsten Wochen damit gerechnet, dass die Zuschüsse für die Finanzierung des neuen ZOB Gartenstraße zugesagt werden. Ähnlich wie in Furtwangen am Rößleplatz sollen sich Busse so gegenüber stehen, dass beim Umstieg keine Fahrbahnen betreten werden müssen. Auch die Stadt Blaubeuren befasst sich mit den erforderlichen Planungen. Dort wird das Ziel verfolgt, alle Stadtteile mindestens stündlich an den Bahnhof und die Innenstadt Blaubeurens anzubinden. Dazu sollen auch Haltestellen modernisiert werden. Glücklicherweise gibt es seit vergangener Woche ein Sonderprogamm des Landes, welches die Kommunen im Rahmen von über das Landes-GVFG finanzierten Investitionen nutzen können. Es sieht vor, dass das Land von den ca. 20 bis 25 % Planungskosten, die bezogen auf die Investitionssumme anfallen, mit 15 % Basisförderung den Löwenanteil übernimmt. Aus Landessicht ist dies notwendig, um die wegen der Coronakrise ins Stocken geratenen Projekte zu beleben.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: Neue Nahverkehrskonzeption im Ulmer Westen

Beitrag von Vielfahrer » Mo 21. Sep 2020, 09:08

Hallo,

die Stadt Blaubeuren hat einen Planungsauftrag für eine Neugestaltung der Bushaltestelle am Bahnhof Blaubeuren an ein einschlägiges Büro aus Münsingen vergeben. Der Blaubeurener Busbahnhof (am Bahnhof) wird werktäglich von ca. 3.500 Fahrgästen genutzt, wie aus den Unterlagen hervorgeht. Stark sind die Verkehrsbeziehungen in die Richtungen Ulm und Schelklingen - Ehingen und abends zurück, aber auch aus den Richtungen Schelklingen und Blaustein und Herrlingen morgens in die Innenstadt Blaubeurens, wo sich das Schulzentrum befindet. Bislang gibt es nur zwei recht desolat wirkende Bushaltestellen am Gleis 1, die jedoch durch einen unüberwindbaren Zaun vom Bahnsteig getrennt sind, so dass Umwege bis zum Bahnhofsgebäude bislang notwendig sind. Falls es die Räumlichkeiten zulassen, sollen zukünftig bis zu 5 Abfahrtsplätze ermöglicht werden, um der konzeptionell unterstellten Verknüpfung von Bus und Bahn bessere Voraussetzungen zu geben. Das Bahnhofsgebäude selbst wurde von der Bahn AG an einen Privaten verkauft nebst mehreren Parkplätzen, die nun einer Vergrößerung des Busbahnhofs im Wege stehen.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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