SEV im Ammertal und im Ermstal

Strecken in Baden-Württemberg, die unten nich aufgeführt sind.
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Vielfahrer
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SEV im Ammertal und im Ermstal

Beitrag von Vielfahrer »

Hallo,

bis Ende der Sommerferien ist die Ammertalbahn komplett gesperrt, um die Elektrifizierungsarbeiten abschließen zu können. Bis dahin läuft zwischen Tübingen und Herrenberg ein Ersatzverkehr mit Schnell- und Linienbussen, der natürlich etwas langsamer als die Ammertalbahn läuft. In der heutigen Ausgabe des Schwäbischen Tagblatts wird kritisiert, dass die Busfahrzeiten nicht eingehalten würden. Während die Ammertalbahn 24 Minuten benötigt, brauchen die Schnellbusse 35 Minuten und die alle Haltestellen abklappernden Linienbusse ca. 45 Minuten Fahrzeit. Eine Kundin, die täglich von Herrenberg nach Tübingen fährt, berichtet jedoch, dass die Busse zur Verkehrsspitze bis zu 70 Minuten benötigen würden, was mich angesichts der häufigen Verkehrsstaus zwischen Tübingen und Unterjesingen zur Hauptverkehrszeit auch nicht wundert. Berichtet wird auch, dass hin und wieder Fahrten ausgefallen sind. Für den starken Schülerverkehr sind zusätzliche nicht vertaktete Busse eingeplant worden.

Berichtet wird auch, dass aktuell die Elektrifizierung im Ermstal zwischen Metzingen und Bad Urach in Arbeit ist. Allerdings wird zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 der 30-Minuten-Takt im Ermstal noch nicht verkehren können, da das ESTW in Dettingen-Gsaidt voraussichtlich erst ab April 2023 in Betrieb genommen werden kann. Von diesem Stellwerk aus soll dann auch die Ammertalbahn gesteuert werden. Der Landkreis Reutlingen hofft aber, dass der 30-Minuten-Takt mit elektrischen Triebzügen dann ab April tatsächlich aufgenommen werden kann.

Viele Grüße vom Vielfahrer
Karl Müller
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Re: SEV im Ammertal und im Ermstal

Beitrag von Karl Müller »

Die Pendler im Ammertal können einem leidtun, weitere 3 Monate Verzögerung im Altinger Abschnitt, ich frage mich nur woher immer die vielen Busse mitsamt Personal kommen!?
Gruß
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Villinger
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Re: SEV im Ammertal und im Ermstal

Beitrag von Villinger »

Guten Morgen,

bei den vergangenen SEV konnte ich vor Ort oftmals Busse vom RAB und einigen privaten Unternehmen (Klumpp usw.) feststellen. Gerade der RAB hat doch durch einige weggebrochenen Verkehre im angestammten Gebiet, wo das Personal schon seit Jahrzehnten beim selben Arbeitgeber vorhanden ist, dort etwas mehr Luft als andere - könnte ich mir vorstellen.
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Vielfahrer
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Re: SEV im Ammertal und im Ermstal

Beitrag von Vielfahrer »

Hallo,

wenn ich mit meinem Hund im Ammertal unterwegs bin, dann sehe ich auf der Bundesstraße zwischen Tübingen und Herrenberg in der Tat relativ viele RAB-Gelenkbusse. Sollte in den Sommermonaten eher kein Problem sein. Außerdem bin ich beim letzten SEV des öfteren mit Klumpp-Bussen, auch Doppeldecker über Feldwege, gefahren. Klumpp kommt aus Baiersbronn, fuhr aber auch im SEV zwischen Aulendorf und Ravensburg im vergangenen Jahr. Ferner waren Busse des Unternehmens Süsser aus Deckenpfronn eingesetzt. Aktuell ist mir aber keiner mehr aufgefallen. Die Busse sind nach meinen Beobachtungen recht gut besetzt, d.h. die Sitzplätze sind teils alle besetzt. Dass der SEV nach Herrenberg nunmehr bis Dezember dauern soll, ist für die Fahrgäste bedauerlich. Es kostet einfach deutlich mehr Zeit. Ab Fahrplanwechsel sollen aber Zeitungsberichten zufolge nicht nur elektrische Züge fahren. Bis etwa April 2023 sollen weiterhin eine Anzahl RegioShuttles eingesetzt werden, weil die elektrischen Triebzüge nicht sofort zur Verfügung stehen werden. Zuletzt haben die Nutzerzahlen der Ammertalbahn stagniert. Offenbar wirken sich die unzuverlässigen Anschlüsse, Verspätungen, zu geringe Beförderungskapazitäten usw. doch so aus, dass sich die Leute nach Alternativen umgeschaut haben. Bleibt zu hoffen, dass der elektrische Verkehr ab kommendem Jahr zuverlässig läuft und dann die 10.000er-Marke an Fahrgästen pro (Schul-)Tag geknackt werden kann.

Viele Grüße vom Vielfahrer
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720-Schwarzwaldbahn
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Re: SEV im Ammertal und im Ermstal

Beitrag von 720-Schwarzwaldbahn »

Villinger hat geschrieben: Do 12. Mai 2022, 09:03 Guten Morgen,

bei den vergangenen SEV konnte ich vor Ort oftmals Busse vom RAB und einigen privaten Unternehmen (Klumpp usw.) feststellen. Gerade der RAB hat doch durch einige weggebrochenen Verkehre im angestammten Gebiet, wo das Personal schon seit Jahrzehnten beim selben Arbeitgeber vorhanden ist, dort etwas mehr Luft als andere - könnte ich mir vorstellen.
Ich glaube nicht das die RAB übermässig viel Personal vorhält als Planmässig benötigt wird, zumal im Raum Calw/Nagold/Herrenberg auch Verkehre dazu gekommen sind. Allerdings sind mir bei der RAB, nicht nur in Tübingen sondern auch außerhalb des RAB Stammgebietes schon mehrfach Fahrer mit SEV Flexteam Bekleidung aufgefallen und auch sonst sieht man RAB Busse mittlerweile fast überall zwischen Freiburg (oder eher schon Basel), Stuttgart und dem Bodensee.
Vielfahrer
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Re: SEV im Ammertal und im Ermstal

Beitrag von Vielfahrer »

Hallo,

gestern bin ich mit einem RAB-Gelenkbus von Tübingen nach Herrenberg gefahren. Der Bus kam verspätet aus Herrenberg an und fuhr mit 9 Minuten Verspätung zurück nach Herrenberg. Die Verkehrssituation am Samstagmittag war entspannt, aber in Herrenberg hatten wir bei Ankunft 12 Minuten Verspätung. Alle Fahrgäste haben die S-Bahn in Richtung Stuttgart verpasst (10 Minuten Umstiegszeit laut Fahrplan). Mir hat es gerade noch auf den Anschlussbus nach Nagold gereicht, da dieser auf der anderen Seite des Bahnhofs in der Kalkofenstraße nicht pünktlich abgefahren ist. Bis Nagold lief es gut, aber die Abgangsverspätung von Herrenberg wurde bis Nagold ZOB nicht abgebaut.

Kurz vor Mitternacht bin ich von Nagold nach Herrenberg zurückgefahren. Abfahrt pünktlich, nur 3 Zusteiger in Nagold. In Herrenberg waren wir 3 Minuten zu früh.

Bei der Rückfahrt um 0:22 Uhr ab Herrenberg war ein Gelenkbus von Wiest+Schürmann aus Hechingen eingesetzt. Auch hier war auf der Straße fast nichts unterwegs. Bis Tübingen wurden rund 2 Minuten herausgefahren. Im Bus hat die Innenanzeige nicht funktioniert. Es handelte sich wohl um ein ansonsten im Schwarzwald-Baar-Kreis eingesetzten Bus (VSB-Logo). 3 Fahrgäste sind bis Tübingen gefahren, in Gültstein und in Altingen sind je zwei weitere ausgestiegen. Zusteiger außer in Herrenberg Bahnhof gab es keine. Unterwegs kam ein Gegenkurs (RAB-Gelenkbus) entgegen, der ca. 25 Fahrgäste beförderte.

Bekanntlich können in SEV-Kursen keine Fahrkarten gekauft werden, weshalb ich am Tübinger Westbahnhof zunächst eine Fahrkarte herauslassen wollte. Der Automat gab aber an, dass Tübingen - Nagold ein Verbundtarif wäre (was definitiv nicht stimmt) und zeigte ferner an, dass ich alternativ auch ein Baden-Württemberg-Ticket um 21.- € lösen könnte. Da habe ich mir dann doch auf dem Computer zuhause eine Fahrkarte für 3,10 € (incl. BC-Rabatt, da BW-Tarif) ausgedruckt. Offenbar sollen die Kunden an den Fahrkartenautomaten für dumm verkauft und abkassiert werden.

Viele Grüße vom Vielfahrer
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