Hallo,
wie die Schwäbische Zeitung Leutkirch heute berichtet, war ein SWR-Team heue in Isny:
In den Tagesthemen am Montagabend wird auch ein Beitrag über Isny zu sehen sein. Am Vormittag war ein SWR-Team extra dafür im Allgäu, die Bahninitiative Isny-Leutkirch zu interviewen.
Nicht alle Tage muss das Filmteam sich erst einmal durch das Unterholz kämpfen, um einen Beitrag zu drehen. Am Montagmorgen stand Bürgermeister Rainer Magenreuter zunächst auf dem Marktplatz Rede und Antwort, bevor es mit einigen Mitgliedern der Bahninitiative Isny-Leutkirch zur alten Eisenbahnbrücke an der Argen ging.
Neubau und Reaktivierung der alten Bahnstrecken spielen große Rolle
Hintergrund der Berichterstattung ist die Mobilitätswende in Deutschland. Der Neubau und die Reaktivierung alter Bahnstrecken spielen dabei eine große Rolle. Dazu wurden am Montag in Berlin Zahlen veröffentlicht, laut denen Baden-Württemberg auf Platz Nummer eins bei der Reaktivierung steht.
Isny hat vor rund einem Jahr unter Zustimmung des Gemeinderats eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben. Das Projekt ist ein Baustein in der Ausbauoffensive des Landes zur Verdopplung der ÖPNV-Nutzung und dient damit der wichtigen Erreichung der Klimaschutzziele. Die Ergebnisse der Studie, die sich mit den Kosten, möglicher Trassenführung und möglichen Haltestellen beschäftigt, sollen bis spätestens Ende des Jahres vorliegen.
Viele Grüße vom Vielfahrer
Wieder Bahnanschluss für Isny?
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Vielfahrer
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Re: Wieder Bahnanschluss für Isny?
Hallo,
länger war von den Reaktivierungsansätzen für die Strecke Leutkirch - Isny nichts mehr zu hören oder zu lesen. Die Schwäbische Zeitung im Allgäu hat das Thema nunmehr wieder aufgegriffen und dazu u.a. mit Herrn Hiemer gesprochen. Herr Hiemer war früher Fahrdienstleiter in verschiedenen Allgäuer Bahnhöfen und ihm ist es zu verdanken, dass im Kurhaus in Isny auch Jahrzehnte nach der Stilllegung der Leutkircher Strecke noch Fahrkarten der DB gekauft werden konnten. Als Verkehrsminister Winfried Hermann mal die Stadt Isny besuchte, nannte er den Fahrkartenschalter, betrieben durch die Stadt Isny, ein "Weltkulturerbe". Er entsprach dem Antrag der Stadt Isny, eine neue Machbarkeitsstudie für eine mögliche Reaktivierung nach Leutkirch zu erstellen und finanzierte sie auch in großen Teilen. Die Studie ist seit längerem fertig, bislang aber nicht veröffentlicht worden. Dem Bericht der Schwäbischen Zeitung zufolge soll in den kommenden Wochen die Machbarkeitsstudie der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Den Bericht hat Redakteur Johannes Raunecker verfasst. Er wurde am 04.02.26 in der Schwäbischen Zeitung veröffentlicht:
Seit 50 Jahren abgehängt: Wird die Bahnstrecke endlich reaktiviert?
Die Machbarkeitsstudie, die Aufschluss darüber geben soll, ob die Bahnlinie Isny-Leutkirch reaktiviert werden könnte, steht vor ihrer Veröffentlichung. Das bestätigte die Stadt.
Mit seiner Geduld ist der Isnyer Franz Hiemer mittlerweile am Ende. Sie wird nun aber nicht mehr allzu lang auf die Probe gestellt. Denn die Stadt Isny bestätigt der Redaktion: Das Zahlenwerk, auf das Hiemer wie viele andere Isnyer seit vielen Monaten warten, wird demnächst - „in den kommenden Wochen, im Frühjahr“ - veröffentlicht.
Worum es geht? Um die Machbarkeitsstudie, die Aussagen darüber treffen soll, ob die Bahnstrecke Isny-Leutkirch reaktiviert werden könnte. Die Studie ist längst fertig, drehte aber noch viele Extrarunden durch verschiedenste Ämter und Behörden, die ebenfalls in die Pläne involviert sind.
Franz Hiemer ist Mitglied der Bürgerinitiative Leutkirch-Isny-Bahn, die sich für die Reaktivierung der Strecke einsetzt. Die neue, „alte“ Strecke würde sich vor allem an Bürger aus Isny richten, denn die sind abgeschnitten vom Zug. In den 1970er-Jahren wurde die bestehende Bahnstrecke stillgelegt.
Fertig ist die Studie, die von einem Büro aus der Schweiz ausgearbeitet wurde, bereits seit über einem Jahr. Seither liegt sie aber in der Schublade unter anderem der Stadt Isny, dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg - aber auch beim entsprechenden Ministerium aus Bayern. Denn auch der Freistaat ist involviert.
Und das, obwohl sich das Absinnen zunächst nur um die Wiederbelebung einer Strecke in Baden-Württemberg dreht. Warum auch Bayern einbezogen wurde? Hiemer, der als Experte in Sachen Fahrpläne gilt, deutet an: Die Strecke könnte noch weitergeführt werden, eben bis nach Bayern.
Selbst an der Studie mitgearbeitet
Hiemer weiß das, weil er selbst als Experte an der Erstellung der Studie mitgearbeitet hat. Das endgültige Ergebnis und vor allem die Bewertung der Studie liegt ihm aber noch nicht vor. Deshalb ist er sehr gespannt auf die Veröffentlichung in den kommenden Wochen. Einen genaueren Zeitpunkt nannte die Stadt Isny nicht. Unklar ist, ob die Landtagswahl in Baden-Württemberg abgewartet werden soll, weil sich die Zuständigkeiten in den Ministerien danach ändern könnten.
Schon zu Corona-Zeiten beschäftigte die Studie Bürger wie Franz Hiemer in Isny. Dass es so lange dauert, bis sie nun der Öffentlichkeit präsentiert wird, findet er „traurig“. Es sei jetzt höchste Eisenbahn, dass offen über das Studienergebnis gesprochen werde. Denn nur dann könne das Projekt eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung bekommen.
Zu welchem Schluss die Studie kommt? Lohnt sich die Anbindung der Allgäu-Stadt an das Bahnnetz? Hiemer, der Einblick hat, geht davon aus, dass die Studie „positiv ausgeht“. Doch gewiss ist er nicht. „Ich hoffe auf ein gutes Ergebnis.“
Vor mehr als einem Jahr teilte Isny Bürgermeister Rainer Magenreuter mit, dass die Veröffentlichung der bereits erstellten Studie noch dauern werde. „Ich gehe davon aus, dass die Abstimmung einige Zeit in Anspruch nehmen wird“, sagte er der Redaktion. Ein Grund: Auch die Stadt Leutkirch musste noch eingebunden werden, schließlich würde ein Teil der Strecke auf Leutkircher Gemarkung verlaufen.
Viele Grüße vom Vielfahrer
länger war von den Reaktivierungsansätzen für die Strecke Leutkirch - Isny nichts mehr zu hören oder zu lesen. Die Schwäbische Zeitung im Allgäu hat das Thema nunmehr wieder aufgegriffen und dazu u.a. mit Herrn Hiemer gesprochen. Herr Hiemer war früher Fahrdienstleiter in verschiedenen Allgäuer Bahnhöfen und ihm ist es zu verdanken, dass im Kurhaus in Isny auch Jahrzehnte nach der Stilllegung der Leutkircher Strecke noch Fahrkarten der DB gekauft werden konnten. Als Verkehrsminister Winfried Hermann mal die Stadt Isny besuchte, nannte er den Fahrkartenschalter, betrieben durch die Stadt Isny, ein "Weltkulturerbe". Er entsprach dem Antrag der Stadt Isny, eine neue Machbarkeitsstudie für eine mögliche Reaktivierung nach Leutkirch zu erstellen und finanzierte sie auch in großen Teilen. Die Studie ist seit längerem fertig, bislang aber nicht veröffentlicht worden. Dem Bericht der Schwäbischen Zeitung zufolge soll in den kommenden Wochen die Machbarkeitsstudie der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Den Bericht hat Redakteur Johannes Raunecker verfasst. Er wurde am 04.02.26 in der Schwäbischen Zeitung veröffentlicht:
Seit 50 Jahren abgehängt: Wird die Bahnstrecke endlich reaktiviert?
Die Machbarkeitsstudie, die Aufschluss darüber geben soll, ob die Bahnlinie Isny-Leutkirch reaktiviert werden könnte, steht vor ihrer Veröffentlichung. Das bestätigte die Stadt.
Mit seiner Geduld ist der Isnyer Franz Hiemer mittlerweile am Ende. Sie wird nun aber nicht mehr allzu lang auf die Probe gestellt. Denn die Stadt Isny bestätigt der Redaktion: Das Zahlenwerk, auf das Hiemer wie viele andere Isnyer seit vielen Monaten warten, wird demnächst - „in den kommenden Wochen, im Frühjahr“ - veröffentlicht.
Worum es geht? Um die Machbarkeitsstudie, die Aussagen darüber treffen soll, ob die Bahnstrecke Isny-Leutkirch reaktiviert werden könnte. Die Studie ist längst fertig, drehte aber noch viele Extrarunden durch verschiedenste Ämter und Behörden, die ebenfalls in die Pläne involviert sind.
Franz Hiemer ist Mitglied der Bürgerinitiative Leutkirch-Isny-Bahn, die sich für die Reaktivierung der Strecke einsetzt. Die neue, „alte“ Strecke würde sich vor allem an Bürger aus Isny richten, denn die sind abgeschnitten vom Zug. In den 1970er-Jahren wurde die bestehende Bahnstrecke stillgelegt.
Fertig ist die Studie, die von einem Büro aus der Schweiz ausgearbeitet wurde, bereits seit über einem Jahr. Seither liegt sie aber in der Schublade unter anderem der Stadt Isny, dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg - aber auch beim entsprechenden Ministerium aus Bayern. Denn auch der Freistaat ist involviert.
Und das, obwohl sich das Absinnen zunächst nur um die Wiederbelebung einer Strecke in Baden-Württemberg dreht. Warum auch Bayern einbezogen wurde? Hiemer, der als Experte in Sachen Fahrpläne gilt, deutet an: Die Strecke könnte noch weitergeführt werden, eben bis nach Bayern.
Selbst an der Studie mitgearbeitet
Hiemer weiß das, weil er selbst als Experte an der Erstellung der Studie mitgearbeitet hat. Das endgültige Ergebnis und vor allem die Bewertung der Studie liegt ihm aber noch nicht vor. Deshalb ist er sehr gespannt auf die Veröffentlichung in den kommenden Wochen. Einen genaueren Zeitpunkt nannte die Stadt Isny nicht. Unklar ist, ob die Landtagswahl in Baden-Württemberg abgewartet werden soll, weil sich die Zuständigkeiten in den Ministerien danach ändern könnten.
Schon zu Corona-Zeiten beschäftigte die Studie Bürger wie Franz Hiemer in Isny. Dass es so lange dauert, bis sie nun der Öffentlichkeit präsentiert wird, findet er „traurig“. Es sei jetzt höchste Eisenbahn, dass offen über das Studienergebnis gesprochen werde. Denn nur dann könne das Projekt eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung bekommen.
Zu welchem Schluss die Studie kommt? Lohnt sich die Anbindung der Allgäu-Stadt an das Bahnnetz? Hiemer, der Einblick hat, geht davon aus, dass die Studie „positiv ausgeht“. Doch gewiss ist er nicht. „Ich hoffe auf ein gutes Ergebnis.“
Vor mehr als einem Jahr teilte Isny Bürgermeister Rainer Magenreuter mit, dass die Veröffentlichung der bereits erstellten Studie noch dauern werde. „Ich gehe davon aus, dass die Abstimmung einige Zeit in Anspruch nehmen wird“, sagte er der Redaktion. Ein Grund: Auch die Stadt Leutkirch musste noch eingebunden werden, schließlich würde ein Teil der Strecke auf Leutkircher Gemarkung verlaufen.
Viele Grüße vom Vielfahrer