17.11.2017: Abschied aus dem Planverkehr

Die Trossinger - Eisenbahn. Aus der KBS 742 heraus genommen.
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17.11.2017: Abschied aus dem Planverkehr

Beitrag von Kinzigtalbahner » Di 7. Nov 2017, 23:33

Hallo zusammen,

kurze Info für den 17.11.2017: Nachdem der Freundeskreis der Trossinger Eisenbahn e.V. seit 2005 bei seinen Sonderfahrten immer wieder auch Planzüge ersetzt hat, endet diese Ära mit dem neuen Fahrplan im Dezember. Es gibt dann wieder ausreichend große Fahrplanlücken für Sonderzüge, da die HzL-Ringzüge ausreichend lange in Trossingen Stadt stehen und abgesehen von Hauptverkehrszeiten nur Systemkreuzungen in Trossingen Bahnhof bedienen.

Zum Abschied der Trossinger Eisenbahn aus dem Planverkehr (mal wieder) sollen am 17.11.2017 zur Mondscheinfahrt sämtliche Planzüge ab 20:29 Uhr (4 Zugpaare) mit den Triebwagen T3 und T5 gefahren werden. Wenn es klappt, steht das rechtzeitig vor der Fahrt hier: http://www.trossinger-eisenbahn.de

So lange die Akkus der Scheinwerfer halten, sind die Fahrzeuge in Trossingen Stadt voraussichtlich auch beleuchtet.

Viele Grüße,
Moritz

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Re: 17.11.2017: Abschied aus dem Planverkehr

Beitrag von Vielfahrer » Mi 8. Nov 2017, 16:38

Wenn es sinnvoll wäre, könnte man auch zukünftig die Trossinger Eisenbahn fallweise für den Pendelverkehr zwischen Stadtbahnhof und DB-Bahnhof als Mondscheinfahrten einsetzen. Das Problem aber wird sein, dass die Busanschlüsse in Trossingen Stadtbahnhof nach Aldingen und Tuttlingen verpasst werden, weil die spätere Ankunft der TE-Triebwagen (die schaffen das nicht in 5 Minuten) dann zu spät liegt.

Noch grundsätzlicher stellt sich die Frage, wenn die Strecke Rottweil - Villingen ab einem nicht allzufernen Tag elektrifiziert sein wird. Mit was wird dann auf der Trossinger Eisenbahn gefahren? Wenn dann nämlich Ringzug-Fahrzeuge (der 2. Generation) auf die Trossinger Strecke wollten, so müsste diese mit dem DB-Strom befahrbar sein....

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: 17.11.2017: Abschied aus dem Planverkehr

Beitrag von Christian » Mi 8. Nov 2017, 17:11

Off Topic
Zum Thema Fahrzeuge:

Sollte sich da nicht langsam mal wer Gedanken machen? Die Fahrzeuge sind ja auch nicht von heute auf morgen lieferbar *verwirrt2*

Was nicht auch was von einem Pilotprojekt die Rede? Hybride?
Bild
Wann wird es wohl so weit sein?

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Re: 17.11.2017: Abschied aus dem Planverkehr

Beitrag von Vielfahrer » Mi 8. Nov 2017, 17:31

Doch, Hybrid-Fahrzeuge sind auch Gegenstand von Überlegungen, also Fahrzeuge mit elektrischen Antrieb und Diesel, Akku oder Wasserstoff. Bislang gibt es in Deutschland nur wenige Prototypen. Das Laden von Akkus dauert teilweise 15 Minuten und ist daher umlaufrelevant. Es zeigt sich aber, dass diese in der Anschaffung und vor allem im Betrieb und Unterhaltung exorbitant teurer als elektrische Fahrzeuge sind und zudem auch nicht die Leistung der elektrischen Fahrzeuge bringen. Das hängt mit dem deutlich höheren Gewicht zusammen, das ggf. zwei Antriebssysteme benötigen.

Besser wäre es da vielleicht schon, wenn man auf der Trossinger Eisenbahn, die zukünftig fast nur noch im Pendelverkehr zwischen Stadtbahnhof und Staatsbahnhof betrieben wird, über ein AVG-Stadtbahn-Fahrzeug nachdenken würde.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: 17.11.2017: Abschied aus dem Planverkehr

Beitrag von Kinzigtalbahner » Mi 8. Nov 2017, 19:22

Hallo Vielfahrer,
Vielfahrer hat geschrieben:Wenn es sinnvoll wäre, könnte man auch zukünftig die Trossinger Eisenbahn fallweise für den Pendelverkehr zwischen Stadtbahnhof und DB-Bahnhof als Mondscheinfahrten einsetzen. Das Problem aber wird sein, dass die Busanschlüsse in Trossingen Stadtbahnhof nach Aldingen und Tuttlingen verpasst werden, weil die spätere Ankunft der TE-Triebwagen (die schaffen das nicht in 5 Minuten) dann zu spät liegt.
Wie viele Minuten soll der Übergang auf die Anschlussbusse eigentlich genau betragen, ist das schon absehbar?
Vielfahrer hat geschrieben:Noch grundsätzlicher stellt sich die Frage, wenn die Strecke Rottweil - Villingen ab einem nicht allzufernen Tag elektrifiziert sein wird. Mit was wird dann auf der Trossinger Eisenbahn gefahren? Wenn dann nämlich Ringzug-Fahrzeuge (der 2. Generation) auf die Trossinger Strecke wollten, so müsste diese mit dem DB-Strom befahrbar sein....
In der Studie zur Elektrifizierung der Strecke Villingen-Rottweil ist meines Wissens auch die Elektrifizierung der Trossinger Eisenbahn enthalten - inklusive einer Abschätzung zu den Kosten einer Umschalteinrichtung, um die Fahrleitung wechselweise sowohl mit 600/650V Gleichstrom, als auch mit den 15 kV Wechselstrom speisen zu können. Das ermöglicht es einerseits die Strecke mit Fahrzeugen eines gemeinsamen Pools (und damit einer Serie statt eines Exoten) betreiben zu können, andererseits sieht man daran auch, dass die Bedeutung der historischen Fahrzeuge der Trossinger Eisenbahn als lebendiges Technikdenkmal aus 1898 und als Sympathieträger und Attraktion für die Stadt Trossingen und die Stadtwerke erkannt und geschätzt wird.
Dennoch können natürlich auch Spenden an den Verein nicht schaden, um dieses Ziel eines Tages erreichen zu können oder etwa bei der Installation zusätzliche betrieblichen Möglichkeiten zu schaffen *:-)*

Viele Grüße,
Moritz

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Re: 17.11.2017: Abschied aus dem Planverkehr

Beitrag von Vielfahrer » Mi 8. Nov 2017, 21:03

Hallo Moritz,

die Ringzüge vom Staatsbahnhof treffen meines Wissens zur Minute 07 am Stadtbahnhof ein. Die Busse nach Schura - Durchhausen - Gunningen - Seitingen-Oberflacht - Tuttlingen fahren zur Minute 10 ab und sind in Tuttlingen in den Nullknoten eingebunden. Die Busse nach Aldingen fahren zur Minute 11 ab und bedienen in Aldingen den 30er-Ringzugknoten. Man kann den Weg vom Bahnsteig zum Bus in Trossingen natürlich in 1 Minute schaffen, aber dies ist m.E. zu knapp für Fahrgäste. Mindestens 3 Minuten oder besser 4 bis 5 Minuten sollten schon als Pufferzeit angesetzt werden, da ja die Züge bekanntlich auch dann noch als pünktlich gelten, wenn sie mit 5,9 Minuten Verspätung verkehren.

In der Studie wurde zunächst die Trossinger Eisenbahn nicht betrachtet, ebenso nicht die Strecke Hüfingen Mitte - Bräunlingen. Die Einbeziehung der Trossinger Eisenbahn wurde jedoch nachgeschoben, sprich, der Vorschlag mit der Umschalt-Einrichtung stammt in der Tat aus dieser Studie. Zu den Kosten dafür sagt die Studie nichts (im Gegensatz zur Elektrifizierung der DB-Strecken). Ich habe mir sagen lassen, dass das mitnichten um ein Apfel und ein Ei zu haben sei. Man wird da noch abwarten müssen. Die Prioritäten liegen eindeutig auf der Elektrifizierung der DB-Strecken, die beiden anderen NE-Strecken wird man dann schon noch berücksichtigen.

Viele Grüße vom Vielfahrer

Robin
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Re: 17.11.2017: Abschied aus dem Planverkehr

Beitrag von Robin » Sa 18. Nov 2017, 11:35

Anbei der Pressebericht zur letzten Ringzug-Mondscheinfahrt...

TROSSINGEN (romo) Mit seinen Triebwagen T3 und T5 hat der Freundeskreis Trossinger Eisenbahn am Freitagabend eine Mondschein-fahrt veranstaltet und dabei die Ringzüge ab 20.29 Uhr bis Betriebsschluss ersetzt.
„Wir sind alle keine Berufs-Eisenbahner“, sagt Stefan Ade, Lokführer beim Freundeskreis. Aus Spaß und Freude habe er sich einem extrem dicken Regelwerk für die Lokführerausbildung gewidmet, so Ade. „Diese Regeln wurden mit Blut geschrieben – bei früheren Unfällen schaute man, was der Grund war und wie er mit Regeln vermeidbar ist.“ Genauso wie Ade es getan hat, war es auch bei Moritz Scherzinger. Er ist Lokführer in Ausbildung und seine Abschlussprüfung steht ihm bald bevor. Er darf die Zuggarnitur auf der vier Kilometer langen Strecke nach Trossingen Bahnhof und zurück hin und her fahren. „Langweilig ist das keinesfalls – man macht es ja nicht jeden Tag. Hinzu kommen immer wieder andere Witterungsbedingungen“, erläutert der angehende Lokführer. Stefan Ade fügt hinzu: „Man muss auch immer ein Auge auf die Strecke vor sich haben.“ Das gilt auch, wenn die Höchstgeschwindigkeit der Triebwagen nur 45 km/h beträgt. „Fahren ist leicht. Aber wir haben einen deutlich längeren Bremsweg als beim Auto – insbesondere bei der Talfahrt.

Nicht zu viel und nicht zu wenig

Auf der ersten Fahrt hält Moritz Scherzinger gekonnt am Bahnsteig am Staatsbahnhof. „Wie gelernt“, findet sein Ausbilder Stefan Ade, der stolz auf seinen Azubi ist. Die Kunst ist es, nicht zu viel und nicht zu wenig zu bremsen. Bevor die Rückfahrt losgehen kann, muss ein Kollege den Bahnübergang per Schlüssel sichern. „Beim Ringzug geht das per Schalter vom Führerstand aus – wir haben diese Technik aber nicht“, erklärt Herr Ade. Oder besser gesagt Stefan. „Bei der Eisenbahn duzt man sich.“ Nachdem Moritz in Karlsruhe den Zug als abfahrbereit gemeldet hat, kann die Rückfahrt angetreten werden. 35 Promille Steigung gilt es jetzt zu bewältigen. Keine leichte Aufgabe bei feuchten Schienen. „Bei zu viel Power können die Räder durchdrehen – bei der Eisenbahn schleudern genannt.“ Doch die im 20. Jahrhundert von der Maschinenfabrik Esslingen gebauten Fahrzeuge schaffen es - und Moritz als ihr Chef erst recht.

Eine Faszination

Der vierjährige Vitus fährt schon die zweite Runde mit seiner Mutter, schaut aufgeweckt aus dem Fenster und sieht das Dunkel vorbeiziehen. „Er scheint fasziniert zu sein“, stellt seine Mutter fest. Doch auch für die Großen ist die Fahrt ein Erlebnis: Der 66-jährige Axel Zipperle, der sonst die Fahrkarten als Kundenbetreuer im Ringzug kontrolliert, ist angetan von der Technik und der guten Pflege der Wagen. „Ich schlage mal meinen Kollegen vor, ein paar Runden hier mitzufahren – als kleiner Ausflug.“ Bis dahin werden die historischen Fahrzeuge den Ringzug aber nicht mehr ersetzen – dieser wird ab Dezember nahezu im reinen Stundentakt fahren und lange Standpausen in der Stadt haben. „Da ist es für uns entspannter, in den 40 Minuten dazwischen Sonderfahren zu machen“, findet Stefan. „So gibt es auch nicht mehr den Druck, die Anschlüsse zu erreichen.“ Die verdutzten Gesichter der Reisenden beim Umsteigen am Bahnhof wird Stefan aber vermissen.

Gerne noch Änderungsvorschläge - der Bericht ist noch änderbar. *;-)*

Grüße
Robin
Zuletzt geändert von Robin am So 19. Nov 2017, 00:05, insgesamt 2-mal geändert.

sBähnle
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Re: 17.11.2017: Abschied aus dem Planverkehr

Beitrag von sBähnle » Sa 18. Nov 2017, 22:48

Hallo Robin,

vielleicht solltest Du besser schreiben: „Wir sind alle keine Berufs-Eisenbahner“, sagt Stefan Ade, Lokführer beim Freundeskreis.

Ausgebildete und geprüfte Eisenbahner sind wir schon, sonst würden wir das nicht machen dürfen - aber eben keine, die das beruflich machen, um ihren Lebensunterhalt damit zu verdienen ... ;-))

Grüßle
Stefan

Robin
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Re: 17.11.2017: Abschied aus dem Planverkehr

Beitrag von Robin » So 19. Nov 2017, 00:03

Nächtle Stefan,

vorhin mit dem 23:13-Uhr-Ringzug in TTRS angekommen...gerne nehme ich deinen Vorschlag entgegen. Morgen Mittag schicke ich ihn dann ab, sodass er am Dienstag wahrscheinlich und hoffentlich kommen wird.

Viele Grüße
Robin

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Re: 17.11.2017: Abschied aus dem Planverkehr

Beitrag von Robin » Mo 20. Nov 2017, 19:54

Ich bin Fan der 650er *daumenhoch*

Mit freundlichen Grüßen,
Robin

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