Frage zu Verspätungen auf der KBS 740

Alles zur Strecke Stuttgart - Singen kann hier rein.
Heinz aus Rottweil
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Frage zu Verspätungen auf der KBS 740

Beitrag von Heinz aus Rottweil » Mi 7. Mär 2018, 10:05

Hallo ins Forum,

Diese Woche hat der IC 2281 Rottweil an 18.41 Uhr täglich zunehmend Verspätungen. Vorgestern fast 20 Minuten und gestern fast 30 Minuten. Der Zug wird offensichtlich auf freier Strecke bei Sulz für längere Zeit abgestellt und fängt sich so die Verspätung ein. Hängt das wieder mit der Baustelle am Bhf Sulz zusammen.
Ich finde auf den Bahnseiten leider keinen Hinweis darauf. Wenn Info vorläge und dies für mehrere Tage andauerd, würden sich der eine oder andere Fahrgast wahrscheinlich dafür entscheiden eine Verbindung früher oder später zufahren, wie 20 Minuten irgendwo auf der Strecke zu stehen.

Zudem, kann dadurch ja nie der Anschluss der HZL nach Villingen/Bräunlingen gehalten werden, so dass auch diese Fahrgäste zur eigentlichen Verspätung noch auf den nächsten Zug warten müssen.

Grüße aus Rottweil

Heinz *hallo1*

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Re: Frage zu Verspätungen auf der KBS 740

Beitrag von Vielfahrer » Mi 7. Mär 2018, 13:00

Vorgestern bin ich im Gegenzug IC 184 unterwegs gewesen, der in Tuttlingen pünktlich abgefahren ist. Normalerweise kreuzen wir den angesprochenen IC in Oberndorf, aber das hatte sich, wenn ich das richtig bemerkt hatte, nach Grünholz verlagert. Als wir dann schließlich dort abgefahren sind, meldete sich der Zugführer und teilte leider mit, dass wir nunmehr 13 Minuten Verspätung hätten und dass in Horb die Anschlüsse nach Pforzheim und Tübingen leider nicht warten könnten. Dann bin ich weiter bis Böblingen im Zug geblieben und dort wenige Minuten später auf die S1 zurück nach Herrenberg, was bei Verspätungen dieser Größenordnung am sinnvollsten ist. Die S-Bahn war superpünktlich und ich habe in Herrenberg die Ammertalbahn nach Tübingen erreicht. Dort aber war es dann doch merkwürdig. Angezeigt wurde, dass die Ammertalbahn anstatt 19:48 Uhr erst um 19:51 Uhr verkehren würde, was aber nicht stimmte. Sie fuhr pünktlich um 19:48 Uhr ab. Leider nur bis kurz nach Gültstein, dann gab es mit dem RegioShuttle irgendwelche Probleme und der Lokführer musste im Freien aussteigen und zum hinteren Fahrzeug gehen. Lange ging dann mal gar nichts und erst nach rund 15 Minuten sind wir langsam weiter nach Entringen gefahren. Der Gegenzug wurde in Entringen gewendet und wir konnten dann mit 30 Minuten Verspätung nach Tübingen weiterfahren, der schadhafte Shuttlezug blieb in Entringen erst mal stehen. Waren dann halt mal wieder 3 1/2 Stunden von Villingen bis Tübingen.

Mit dem IC 184 habe ich seit Januar mindestens 5 mal in Horb den Anschluss verpasst. Ursache war immer der IC2 der Gegenrichtung.
Mir graut vor dem Tag, an welchem die IC-Wagen der SBB mit den ÖBB-Taurus-Loks durch die IC2 komplett ersetzt werden sollen.
Die einzige Hoffnung ist, dass ab Juni 2018 sich dadurch eine Besserung ergeben soll, dass die IC2-Garnituren in Stuttgart nicht mehr getauscht werden sollen sondern ca. 30 Minuten am Bahnsteig stehen bleiben sollen und dann auf die Gäubahn zurückfahren. Vielleicht klappt es dann etwas besser.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: Frage zu Verspätungen auf der KBS 740

Beitrag von Trennhuepfer » Mi 7. Mär 2018, 18:20

Fairerweise muss man aber anmerken, dass die Verpsätungen ausgehend vom IC 2 Fahrzeugbedingt eher untergeordnet sind... Das Hauptproblem liegt an dem viel zu eng bemessenen Fahrplan seit Fahrplanwechsel im Dezember 2017. Viel zu knappe Haltezeiten und zu straff geknüpfte Kreuzungen, vorausfahrende S-Bahnen usw. In der Theorie alles fahrbar, in der Praxis schleppen wir kleine Verspätungen den ganzen Tag von einem Zug auf den Nächsten. Der genannte IC 2281 trifft das mitten in der HVZ sicherlich am härtesten und wenn dann wegen der Bahnsteigarbeiten in Sulz dort keine Kreuzungsmöglichkeit besteht, dann bleibt er eben 30min in Neckarhausen stehen bis der ET 442 und der nachfolgende Sschweizer-IC die Bahn frei gemacht haben.

Tom2988
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Re: Frage zu Verspätungen auf der KBS 740

Beitrag von Tom2988 » Mi 7. Mär 2018, 19:50

Auch wenn ich eher selten auf der Gäubahn unterwegs bin, hab ich doch schon den Eindruck, dass die Verspätungen meist an den Kreuzungen liegen.
Die Gäubahn wird erst dann pünktlicher, wenn sie 2 Gleisig ausgebaut ist. Das gleiche gilt im übrigen auch für die Hocchrhein- und Bodenseegürtelbahn.

Viele Grüße

Tom

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Re: Frage zu Verspätungen auf der KBS 740

Beitrag von Heinz aus Rottweil » Mi 7. Mär 2018, 21:15

Hallo ins Forum,

Auch heute das gleiche Spiel, der Zug kam mit 22 + in Rottweil an, da er fast 20 Minuten bei Sulz (ich vermute mal Grünholz) geparkt war. Wenn ich es noch richtig weiß, war dies ja schon mal über Wochen so, als in Sulz gebaut wurde, damals wurde aber im Fahrplan und auch über Pressearbeit darauf hingewiesen.

Weiß den jemand, wie lange sich diese Bauarbeiten noch hinziehen werden, dass wäre ja auch mal von Interesse.

Grüße aus Rottweil

Heinz *hallo1*

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Re: Frage zu Verspätungen auf der KBS 740

Beitrag von Vielfahrer » Do 8. Mär 2018, 00:07

Hallo Heinz,

heute war es so: Der IC 2281 war, als ich um 17:39 Uhr in Villingen in die HzL nach Rottweil eingestiegen bin, mit +12 Minuten in Rottweil angegeben, der IC 184 ab Singen hingegen pünktlich. So war es dann auch in Rottweil. Ich bin mit dem IC 184 mit 2 Minuten Verspätung Richtung Horb gefahren. In Oberndorf war der IC 2281 aber nicht da, laut RIS war er aber in Sulz schon abgefahren. Ich habe mich dann richtig gewundert, wie in Grünholz heute kein IC 2281 da war, auch nicht in Sulz. Erst in Neckarhausen gegen 18:40 Uhr haben wir ihn gekreuzt. IC 184 blieb heute pünktlich, deswegen hatte der IC 2281 ab Neckarhausen sicherlich gute 30 Minuten Verspätung. Als Grund bei den +12 war übrigens eine Signalstörung angegeben. Später, also nach 19 Uhr, habe ich nochmals geschaut, da hieß es wegen Bauarbeiten. Heute hatten also nordwärts fahrende Kunden Glück, hingegen den zur besten Zeit sicherlich gut besetzten IC 2281 hat es wiederum voll erwischt. Keine Anschlüsse in Rottweil nach Villingen, keine Anschlüsse in Tuttlingen in Richtung Leipferdingen, keine Anschlüsse in Singen in die Schweiz. Sicherlich wurden Hunderte von Fahrgästen in ihren Reiseplänen gestört. Ein Eindruck, der sich zunehmend bei den Fahrgästen verfestigt. Die Gründe sind vielzählig. Letzte Woche blieb ein Güterzug liegen, dann war eine Weiche gestört, dann wurde ein Pferd überfahren, dann wird in Sulz gebaut usw.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: Frage zu Verspätungen auf der KBS 740

Beitrag von GP4Flo » Mi 14. Mär 2018, 20:13

Liegt es eigentlich an der NVBW oder an der DB, dass oft solche Fantasiefahrpläne aufgestellt werden, die nur theoretisch fahrbar sind? Bei den Rheintal RE zwischen Offenburg und Basel ist es ja ähnlich. Die sind nur bei trockenem Wetter abends ohne viel Fahrgäste wirklich pünktlich, ansonsten bauen sich immer ein paar Minuten Verspätung auf. Es bleibt zwar, wenn keine Überholung dazwischen kommt, meist bei unter 5 Minuten und die Anschlüsse werden dank der wartenden Münstertalbahn in der Regel gehalten. Aber komisch ist es schon, dass dies wohl schon seit Jahren niemanden bei der DB bzw. NVBW zu stören scheint. Meine Hinweise zu diesem Problem im Rahmen der Fahrgastbeteiligung wurden zuletzt vollständig ignoriert und nicht beantwortet.

Einzig die Regionalbahnen im Rheintal sind sind der Umstellung auf die 146er und Doppelstockwagen pünktlicher geworden und können sogar etwas Verspätung aufholen. Das ist aber auch nur so, da die Fahrpläne noch auf die alten 110er ausgelegt sind. Ich fürchte nach der Umstellung auf die neuen Mireo bzw. Desiro HC Triebwagen wird die Pünktlichkeit wieder abnehmen, da man dann wieder zu optimistisch rechnet.

Da wünsche ich mir doch häufig Schweizer Verhältnisse, wo man einen realistischen Fahrzeitpuffer von 8 % als Grundlage nimmt und nicht 4 % (?) wie hier. Diese 4 % sind ja schon bei normaler (energiesparender) Fahrweise komplett aufgebraucht und stellen somit gar keinen echten Puffer dar.

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Re: Frage zu Verspätungen auf der KBS 740

Beitrag von Vielfahrer » Mi 14. Mär 2018, 21:58

Hallo,

darauf habe ich das Verkehrsministerium auch scon angesprochen. Mir scheint, dass dort inzwischen auch die Erkenntnis greift, dass verlässliche Fahrpläne besser sind als "optimale" Fahrpläne, die letztlich nicht funktionieren. Es liegt in der Tat auch daran, dass die Reservezeiten in den Schweizer Fahrplänen viel üppiger bemessen sind. Meine Erfahrung ist, dass man sich auf zwei- oder drei-Minuten-Anschlüsse in der Schweiz verlassen kann, während hierzulande alles unter 7 oder 8 Minuten kritisch ist. Heute kam ich beispielsweise von einer Sitzung beim Kanton Schaffhausen und fuhr um 17 Uhr zurück in Richtung Tübingen. Der IC 184 kam pünktlich aus Zürich, fuhr in Singen aber mit 2 Minuten Verspätung um 17:39 Uhr ab. IC 2389 kam ca. 10 Minuten zu spät nach Singen, also nach dem Seehas von Engen. 2 Minuten vor dessen Ankunft fuhr aber der Anschluss IC 489 am gleichen Bahnsteig pünktlich nach Zürich ab. Hätte der IC 489 gewartet, wäre er nicht unter 5 Minuten Verspätung weggekommen. So aber haben alle Schweiz-Reisenden ihren Anschluss verpasst, weil der IC aus Stuttgart ca. 10 Minuten mitgebracht hat.
in Tuttlingen dann war der Gegenzug, obwohl im RIS als pünktlich angezeigt nicht da. Ich habe schon gedacht, ich hätte ihn übersehen (was in Tuttlingen ja eigentlich nicht möglich ist). Er kam dann in Wurmlingen-Nord (wir auf dem langsamen Gleis) entgegen, hatte also in Tuttlingen wiederum ca. 8 Minuten Verspätung. Da in Singen nicht umgestiegen werden muss, hat sich die Verspätung bis nach Zürich gezogen. Wir waren dann ca. 4 Minuten zu spät in Rottweil und entsprechend zu spät in Oberndorf mit den entsprechenden Folgen für die weiteren Züge. Es läuft einfach unzuverlässig, weil die Zeiten zu knapp sind. Dass dem so ist, hatte mir vor zwei Jahren schon DB-Netz bestätigt. Man hat dann die Notbremse gezogen und in Spaichingen das Gleis 1 (langsames Gleis) aufgegeben, aber es reicht trotzdem nicht.

Am Morgen hatten wir im Landratsamt in Villingen eine Fahrplanbesprechung, bei der die schlechte Betriebsqualität auf der Gäubahn auch ein Thema war. So hatten ja die Vertreter der NVBW bei der letzten Konferenz ihren Anschluss in Rottweil aus den üblichen Gründen auch verpasst. Es geht ihnen so, wie mir leider recht häufig in Horb oder in Herrenberg. Verlassen kann man sich darauf nicht. Offenbar ist es auch nicht der Anspruch von DB-Fernverkehr. Von den ständigen Verspätungen nicht verschont bleiben die Ringzüge, die etwa in Rottweil erst abfahren können, wenn der verspätete IC aus Tuttlingen eingetroffen ist. Dann wird der Busanschluss in Richtung Gosheim in Aldingen verklemmt usw. und die dortigen Fahrgäste dürfen in Aldingen eine Stunde herumstehen. Aus der Sicht der Betroffenen kommt die HzL unpünktlich, aber sie musste in Rottweil auf die verspäteten IC warten, kann also gar nichts dafür.

Es hilft m.E. nur eine Generalsanierung der Fahrpläne, also ein struktureller Ansatz, bei welchem die Verspätungsbringer eliminiert werden. Soweit ich weiß, wird daran auch gearbeitet und ich kann nur hoffen, dass das greift, ehe die treuesten Kunden zuvor aufgegeben haben.

Viele Grüße vom Vielfahrer

Heinz aus Rottweil
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Re: Frage zu Verspätungen auf der KBS 740

Beitrag von Heinz aus Rottweil » Di 20. Mär 2018, 18:53

Hallo ins Forum,

Ich bin dafür, dass man den RE 52281/IC 2281Stuttgart ab 17.17 Uhr Rottweil an 18.41 Uhr zum unpünktlichsten Zug ernennt !!! Gestern war er + 45 in Rottweil, heute wird aktuell angezeigt + 61. Gestern wohl Stellwerkstörung in Herrenberg, heute technische Störung am neuen Zug !!!!!

Wenn ich persönlich Fahrgast wäre, hätte ich schon lange aufgegeben, ich wollte mir das nicht antun, nach einem langen Arbeitstag und 1.15 Stunde Heimfahrt jeden Tag in den Zug zu sitzen und wie in der Lotterie hoffen, dass ich einigermaße pünktlich heimkomme. Zudem hat man keinerlei Planungssicherheit am Abend mehr.

Die Ursachen sind wie bereits mehrfach beschrieben verschiedenster Art, aber das kann man eigentlich mit dem noch wenigen treuen Fahrgästen (immerhin zahlt für die Monatskarte fast 280 €) nicht machen. Da nützt auch der Geldbetrag nichts, welchen die DB wegen Unpünktlichkeit/Zugausfällen zahlen muss. Das intressiert doch dort niemand.

Vielleicht würden es private Anbieter besser hinbringen oder die SBB, aber bis so was kommt dürfte die Anzahl der Fahrgäste noch weiter geschrumpft sein.

Grüße aus Rottweil

Heinz *blären* *blären* *blären* *blären*

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Re: Frage zu Verspätungen auf der KBS 740

Beitrag von Heinz aus Rottweil » Di 20. Mär 2018, 19:48

Hallo noch ein Update,

Es kommt noch schlimmer, es ist wohl ein Güterzug bei Oberndorf wegen technischem Defekt liegen geblieben, die Strecke ist derzeit komplett gesperrt, der IC 283 hat mittlerweile + 75, der Güterzug muss wohl erst abgeschleppt werden, erst mal eine Lok/Lokführer auftreiben) und wenn es dann weitergeht ist wohl noch ziemlich ungewiß. Die Schwenninger und Villinger Anschlußreisenden haben jetzt schon zwei Anschlüsse verpaßt.

Ankunftszeit im Moment 20.58 Uhr.

Gruß von Heinz

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