Erste Verbindung Stuttgart - Singen / HzL 88585

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mumml
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Erste Verbindung Stuttgart - Singen / HzL 88585

Beitragvon mumml » Di 30. Jan 2018, 21:17

Hallo zusammen,

seit dem Fahrplanwechsel fährt der morgendliche RB17621 / HzL88585 ja nicht mehr von Stuttgart bis Singen sondern nur noch von Herrenberg bis Tuttlingen.
Was sind eigentlich die Gründe dafür, dass dieser Zug nicht mehr von Stuttgart kommt und nach Singen durchfährt? Die neuen Anschlüsse in Herrenberg und Tuttlingen sind extrem knapp.

Wer von nördlich Herrenberg mit der S1 kommt, der hat von 05:44 bis 05:47 einen knappen 3 Minuten Anschluss mit Bahnsteigwechsel in Herrenberg. Das tun sich jeden Morgen etwa 20 - 30 Leute an. Früher konnte man mit etwa 8 Minuten Übergang bahnsteiggleich in Böblingen umsteigen. Diese 3 Minuten sind schon ganz schön knapp. Da fängt man bereits an zu zittern, wenn die S1 eine Minute Verspätung hat.

Weiter südlich dann in Tuttlingen soll der HzL88585 um 07:19 ankommen. Das klappt aber nie, weil in diesem Zug so viele Schüler bis Tuttlingen Schulen mitfahren, dass es einfach zu lange dauert bis alle an den nur vier (!) Türen des Talent2 ein- und ausgestiegen sind. Der 425 hat hat doppelt so viele Türen, da klappt das deutlich besser. Längere Züge gehen vermutlich wegen der Bahnsteige nicht, oder? Was könnte man denn tun um die Situation zu verbessern?

In Tuttlingen muss man dann um den Anschluss nach Singen zittern, welcher um 07:24 abfahren soll. Zum Glück wartet dieser Zug meist auf die Reisenden aus dem HzL88585. Hier steigen auch täglich einige Leute um. Warum fährt der Talent2 nicht einfach weiter nach Singen, so wie früher der 425 auch?

Ich wäre sehr froh, wenn es früh morgens wieder einen durchgehenden Zug von Stuttgart nach Singen gäbe. Das würde ein stressarmes Ankommen in Singen gegen acht Uhr für alle Fahrgäste von nördlich Tuttlingen ermöglichen.

Viele Grüße!

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Re: Erste Verbindung Stuttgart - Singen / HzL 88585

Beitragvon Vielfahrer » Di 30. Jan 2018, 23:40

Hallo Mummi,

der frühere RE 19071 um 5:17 von Stuttgart nach Singen war ein sehr unpünktlicher Zug. Grund war, dass er häufig zu spät in Stuttgart (aus dem BW Plochingen kommend) bereitgestellt wurde und dann hinter der leider auch nicht immer pünktlichen S 1 von Böblingen nach Herrenberg hinterher fuhr. Die Folge waren recht häufig Verspätungen im kleineren Minutenbereich ab Herrenberg in Richtung Singen.

Durch äußerst knappe Fahrzeiten haben sich diese Verspätungen bis Rottweil nicht abgebaut sondern eher noch zugenommen. In Rottweil war dann Lokführerwechsel, was auch noch seine Zeit gedauert hat. Dann - und deswegen fuhr der Zug hauptsächlich, wurde er zwischen Rottweil, insbesondere zwischen Aldingen und Tuttlingen proppevoll mit bis zu 300 Fahrgästen, wovon ca. 80 bis 90 % Tuttlingen als Ziel hatten. Die Schulen in Tuttlingen beginnen um 7:30 Uhr und die Zugankunft gegen 7:18 Uhr am Halt Tuttlingen Schulen wäre ideal gewesen, wenn der Zug nicht sehr häufig deutlich später, teils erst nach 7:30 Uhr oder manchmal auch gar nicht, nach Tuttlingen eingetroffen wäre. Zig Briefe gingen zwischen Schulen, Landkreis, Nahverkehrsgesellschaft und Land hin und her, das Problem war nicht in den Griff zu bekommen.

Mit der Erarbeitung der Ausschreibungsfahrpläne des Netzes 3 b wurde dann insofern eine Lösung gefunden, indem dieser Zug nicht mehr ab Stuttgart verkehrt sondern in Herrenberg eingesetzt wird. Dies bedeutet zwar, dass im Verspätungsfalle der S 1 einige Reisende ihren Frühanschluss leider verlieren, dass aber für die große Masse der Fahrgäste, die ab Aldingen aufkommen (ca. 200 Zusteiger alleine in Aldingen, ungefähr 800 Ein- und Aussteiger zwischen Rottweil und Tuttlingen), Pünktlichkeit zu erwarten war.

Ursprünglich hätte der Zug nur bis Rottweil verkehren sollen (gemäß Ausschreibungsfahrplan), dort 50 Minuten stehen sollen und dann kurz vor 8 Uhr wieder im Takt nach Stuttgart fahren sollen. Dies hätte den Berufs- und Ausbildungsverkehr in Richtung Tuttlingen - Singen dann in Rottweil abgehängt, wovon sicherlich mehr Fahrgäste als kurz nach 5:45 Uhr in Herrenberg betroffen gewesen wären. Überdies hätte durch den ebenfalls ausschreibungsbedingt entfallenden ET 425, der bislang nach Singen überführt werden musste und dessen Kapazität optimal auch für den Verkehr Rottweil - Tuttlingen ausgelegt gewesen war, ein anderer Zug mit ca. 250 Sitzplätzen organisiert werden müssen. Dies war, um es auf den Punkt zu bringen, nicht möglich.

Es wurde dann eine Fahrplankonstruktion gewählt, dass der von Herrenberg kommenden Zug bis nach Tuttlingen fährt und den kompletten Nahverkehr mitbedient. In Tuttlingen wendet der Zug und fährt zurück nach Rottweil und sofort weiter nach Stuttgart im alten ausgeschriebenen Plan. Insofern konnte die Standzeit von Rottweil in eine Fahrleistung Rottweil - Tuttlingen - Rottweil umgewandelt werden, das Fahrzeug während der Verkehrsspitze also produktiv eingesetzt werden. Der Preis hierfür war aber, dass man in Tuttlingen auf einen anderen Zug umsteigen muss, der nach Lage der Fahrplanstrukturen nur aus Fridingen kommen konnte. Der Schülerzug Fridingen - Tuttlingen kommt dreiteilig an (ebenfalls bis zu 400 Fahrgäste im Zug). In Tuttlingen leert sich dieser Zug deutlich. Die beiden vorderen Einheiten fahren gleich weiter nach Immendingen und eine sogar bis Leipferdingen, die hintere steht gute 10 Minuten und fährt um 7:24 Uhr mit planmäßig 5 Minuten Übergang vom Herrenberger Zug nach Singen. Die Abfahrt erfolgt am gleichen Bahnsteig, so dass die Fahrgäste binnen 1 Minute umgestiegen sind, wenn es eilt.

Wie Du richtig beobachtest hast, klemmt es aber erneut. Die neuen Fahrzeuge haben nur halb soviele Türen wie der frühere ET 425. Deswegen dauert der Fahrgastwechsel deutlich länger als beim ET 425. Als ich in der vergangenen Woche diese Verbindung nach Zürich genutzt habe, hatte ich das Glück, dass der Zug von Herrenberg bis Rietheim praktisch voll pünktlich lief, also ohne 1 Minute Verspätung. Ab Rietheim sind dann soviele Schüler zugestiegen, dass der Zug bis Tuttlingen 4 Minuten Verspätung bekommen hat, insbesondere weil in Tuttlingen -Schulen rund 250 Schüler ausgestiegen sind. Dass das bei nur 4 Türen deutlich länger dauert als bei 8 Türen, dürfte klar sein. Insofern kam der Zug erst um 7:23 Uhr an.
Die HzL ist jedoch, so wurde mir von der Betriebsleitung aus Immendingen versichert, hinsichtlich dieses Anschlusses sensibilisiert. In den ersten Tagen des neuen Fahrplans muss der Anschluss ein paar mal hops gegangen sein, weil die Betriebszentrale aus Karlsruhe oder wer auch immer für das Ausfahrsignal aus Gleis 3 nach Singen verantwortlich ist, das Signal auf Grün gestellt hat und eine Information, wann der verspätete Zug aus Herrenberg eintrifft, wohl nicht vorlag. Das muss aber Ärger gegeben haben, weshalb jetzt gewartet wird, natürlich nicht ewig lang, aber schon einige Minuten.

Aus diesem Grund habe ich mich getraut, diese Frühverbindung nach Zürich zu nutzen. An meinem Reisetag hat es in Tuttlingen mit 1 Minute Übergang geklappt, keiner hat seinen Anschluss verpasst, die Zahl der Fahrgäste war aber deutlich geringer als zuvor. Es mögen so um die 30 gewesen sein, die ab Tuttlingen im Zug nach Singen saßen. In Singen kamen wir 2 Minuten zu früh an. Wartet die HzL in Tuttlingen einige Minuten auf den Herrenberger Zug, so gibt es Gleisbelegungsprobleme in Singen. Mir wurde berichtet, dass dann der RE nach Ulm gerade herausfährt, wenn die HzL einfährt, was für die betreffenden Reisenden sehr unschön ist.

An diesem Tag hatte ich das Glück, dass der RE aus Friedrichshafen nach Basel superpünktlich war und auch in Singen ohne Verzögerung quasi mit Zeigersprung abgefahren ist. So bin ich am Zugende in den VT 611 eingestiegen, um in Schaffhausen (Ankunft 8:14 am Gleis 5) auf den IC nach Zürich (Abfahrt 8:16 am Gleis 3) durch die Unterführung wechseln zu können. Erstaunlicherweise war ich nicht der einzige, sondern eine Hand voll Fahrgäste haben zu diesem Spurt angesetzt. Es hat geklappt und so war ich in Oerlikon um 8:43 Uhr, ansonsten wäre es Zürich HB 9:25 Uhr geworden und dann bis Oerlikon doch fast eine Stunde später.

Die Reisekette, die bei mir geklappt hat, kann man jedoch eigentlich niemandem empfehlen, weil sie in der Regel irgendwo schief geht. Das ist eigentlich schade, weil ansonsten für Termine vor 10 Uhr eigentlich nur der Flieger ab Stuttgart bleibt, der, rechtzeitig gebucht, auch nicht so teuer ist. Bei Abflug um 6 Uhr in Stuttgart ist man schon gegen 6:25 Uhr über Zürich, dreht noch eine Schleife und landet dann doch spätestens um 6:45 Uhr. Eine Besprechung um 8 Uhr ist damit in ganz Zürich überall möglich.

Wenn man sich dann überlegt, wer alternativ dazu eine Verbindung mit Umstieg in Herrenberg, Tuttlingen, Singen und Schaffhausen vorzieht, der wird schnell zum Schluss kommen, dass es sich hier angesichts der geringen Verlässlichkeit um allenfalls einzelne Fahrgäste handeln dürfte. Angesichts der immensen Bedeutung dieser Zugverbindung für den Berufs- und Ausbildungsverkehr, insbesondere nach Tuttlingen, kann man dies beklagen, wird es aber vermutlich nicht ändern können.

Viele Grüße vom Vielfahrer

Bm 6/6 18514
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Re: Erste Verbindung Stuttgart - Singen / HzL 88585

Beitragvon Bm 6/6 18514 » Mi 31. Jan 2018, 00:20

Für Reisende nach Zürich ist dieser Zug eigentlich sinnlos, seit er zwischen Singen und Schaffhausen ersatzlos gestrichen wurde und auch der sehr riskante kurzzeitige Anschluss in Schaffhausen wegen dem neuen Gäubahnfahrplan nicht mehr offiziell klappt.
Statt sich viele knappe Umstiege anzutun kann man auch gleich den umsteigefreien ersten IC nach Zürich nehmen, mit dem ist man nur zwei Minuten später in Zürich... Ab den Ringzughalten mit einem gemütlichen Umstieg in Tuttlingen.

Klar kann man auch den inoffiziellen Anschluss in Schaffhausen probieren, aber wirklich verlassen darauf sollte man sich nicht. Aber schon als es noch ein Zeit lang ein offizieller Anschluss vom IRE nach Basel war, war es immer eine heisse Sache. "611", "IRE" und "pünktlich" verträgt sich nicht so ganz (wobei es aber aus Richtung Basel schlimmer ist).
Deutlich besser war es davor, als der Zug noch durchgehend Stuttgart-Schaffhausen fuhr (und der Anschlusszug nach Zürich noch früher fuhr). Da waren es zwar auch nur 3 min Umsteigezeit in Schaffhausen, aber da der Zug riesige Fahrzeitreserven hatte, war er trotz vielen Verspätungen im Ringzugebiet in Schaffhausen meist mindestens so pünktlich, das der Zug nach Zürich(-Venedig) kurz gewartet hat.

Der Zug hat übrigens früher jahrelang schon in Herrenberg begonnen mit nur S-Bahn-Anschluss aus Stuttgart. Teils musste man gar in Rottweil oder ähnlichem Umsteigen, später fuhr er den noch kurioseren Laufweg Herrenberg-Engen mit Anschluss dort an die Schwarzwaldbahn (und zurück nach kurzere Wende genauso).
Mit dem Ringzug musste man dann wieder in Rottweil umsteigen in eine Hzl-Regioshuttle Doppeltraktion bis Singen, wo es Anschluss an einen Schnellzug nach Zürich gab. Kurzzeitig wurde der dann auf Schaffhausen zurückgenommen und man musste in einen DB-RE umsteigen, aber bald kam dann der 425 durchgehend Stuttgart-Schaffhausen als RE-HzL-RE mit drei Zugnummern und Anschluss an den EC nach Venedig.

Gruss

Florian

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Re: Erste Verbindung Stuttgart - Singen / HzL 88585

Beitragvon Robin » Mi 4. Apr 2018, 23:49

Guten Abend,

mal noch eine kleine Darstellung eines Problems zu genanntem Zug heute.

HzL 88585 mit +40 in Laufschrift angezeigt, kurz darauf fiel die Fahrt aus (anbei: Weiß jemand den Grund?). Mit ein paar Klassenkameraden nach München, der Finanzen wegen nur mit Regionalverkehr (QDL-Ticket). Dass dieser Zug ein Problemzug ist, wusste ich, dass er dann aber ausgerechnet heute ausfallen muss (war sicher kein Einzelfall) hat uns doch etwas durch den Wind gebracht. In Tuttlingen wäre Anschluss an IRE nach Ulm um 7:50 gewesen. Punktlandung! Denn der nachfolgende Ringzug kommt in Tuttlingen ja praktischerweise schon um 7:52 an. Lokführer gefragt, der konnte nichts sagen. Auf die, durchaus berechenbare, Verspätung des Zuges aus Villungen zu hoffen - lieber nicht. Reisebüro zu fragen wegen der unfreiwilligen Ausweitung des Tickets für vor 9 Uhr: Fehlanzeige. Geöffnet ab 8:30, wegen Erkrankung erst 8:45. Keiner der hilft. In Rottweil - einem Prestigebahnhof. Schließlich sind ja auch nur jene barrierefrei ausgeweitet und mit allem anderen an neuester Technik ausgestattet. Nur gibt mir kein Selecta-Automat und kein Aufzug eine Antwort auf Fragen (nichts gegen Aufzüge für entsprechende Personengruppen!).

Die Verlässlichkeit auf bestimmte Züge, auf Hilfe, auf Antworten - leider nicht. Das musste einfach mal wieder raus. Wir sind dann um 8:16 weitergefahren, mit einem neu gekauften Ticket - deshalb 60 Euro statt 40 Euro pro Person ausgegeben. In München eine Stunde später. Ich bin ja heilfroh, dass auf der Rückfahrt alle Anschlüsse gepasst haben - denn die +6 bereits im Stand (!) in Stuttgart ließen uns schon zittern, nachdem was man so zum Thema Anschlusssicherungen hört...

Und wieder stelle ich mir die Frage, warum man den berüchtigten 88585 nicht endlich auf die Reihe bekommt. Baustelle in Sulz? Die trägt vielleicht nochmal für Bonus-Chaos bei.

Grüße
Robin, der die Bahn heute aber auch loben will für Beförderung, nette Zugbegleiter und erstaunlich saubere Toiletten, deren Ruf tatsächlich schlechter ist, als angebracht, nicht zu vergessen die deutlich bessere Informationen auf der Rückfahrt.

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Re: Erste Verbindung Stuttgart - Singen / HzL 88585

Beitragvon Vielfahrer » Do 5. Apr 2018, 17:15

Hallo Robin,

die Baustelle in Sulz kann es nicht gewesen sein. Auch in Horb war der Zug mit 40 Minuten Verspätung angekündigt gewesen. Ich bin aber nicht mit der RB 17621 bzw. der HzL 88585 gefahren sondern mit der RB 17675 um 6:45 Uhr ab Horb. Da habe ich mich gewundert, wieviele Fahrgäste (in der Ferienwoche) um diese Zeit in Horb waren und in Richtung Rottweil wollten. Daraus ist zu schließen, dass RB 17621, wenn überhaupt, erst nach der RB 17675 gefahren ist.

Aus Gesprächen mit der NVBW ist mir bekannt, dass dort über eine geänderte Fahrlage der RB 17621 intensiv nachgedacht wird. Es soll sich primär um ein Umlaufproblem handeln. Man würde dann nämlich die RB 17621 wieder aus Stuttgart verkehren lassen, allerdings in einer ca. 15 Minuten früheren Fahrlage, also vor der ersten S-Bahn. Der Zug, der letztlich den kompletten Frühverkehr in Richtung Stuttgart kreuzt (und dadurch verspätungsanfällig ist), könnte zwischen Herrenberg und Rottweil dann deutlich entspannt werden. Zwischen Rottweil und Rietheim wäre es vermutlich die heutige Fahrlage. Hier reichen die Fahrzeiten aus. Ab Rietheim nach Tuttlingen ist der Zustieg wiederum sehr stark, weshalb der Halt in Wurmlingen-Nord, der von einer Handvoll Fahrgäste genutzt wird, entfallen soll. Dadurch könnte der 88585 auf dem schnellen Gleis durch Wurmlingen-Nord, was ca. 2 Minuten an Entspannung bringen würde. Die Ankunft in Tuttlingen wäre dann unverändert, aber vermutlich zuverlässig pünktlich. Es wirkt sich hier aus, dass die BR 442 wenige Türen für den Fahrgastwechsel hat. Bis in Tuttlingen-Schulen bis zu 250 Fahrgäste ausgestiegen sind, dauert es oftmals deutlich länger als 1 Minute, wobei hinzu kommt, dass der Bahnsteig und die abwärts führenden Treppen praktisch so mit Fahrgästen voll sind, dass auch dies einen rascheren Fahrgastfluss aus dem Zug hindert.

Viele Grüße vom Vielfahrer

mumml
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Re: Erste Verbindung Stuttgart - Singen / HzL 88585

Beitragvon mumml » Mi 11. Apr 2018, 22:01

Hallo zusammen,

vielen Dank, lieber Vielfahrer, für die ausführlichen Erklärungen rund um diesen Zug!

Ich finde, diese Verbindung am frühen morgen ist wichtig da es von nördlich Rottweil aus die einzige Möglichkeit ist vor 8 Uhr in Singen bzw. vor 9 Uhr in Zürich oder an Zielen an der Hochrheinbahn (Richtung Basel oder Konstanz) oder der Bodenseegürtelbahn zu sein. Besser wäre natürlich ein durchgehender IC/RE eine Stunde vor dem IC 181 mit Ankunft vor 8 Uhr in Singen.

Wenn die RB 17621 künftig vor der ersten S-Bahn ab Stuttgart fährt, dann würde das eine Abfahrt in Stuttgart um ca. 05:02 Uhr bedeuten. Das wäre schwierig für Fahrgäste welche nicht im näheren Umfeld um die Bahnhöfe Herrenberg, Böblingen und S-Hbf wohnen. Entsprechend wären fast leere Züge zu erwarten.

Um möglichst wenig Fahrgäste dieses Frühzuges zu verlieren und um die Situation dennoch zu entspannen könnte man vielleicht folgende Lösung in Betracht ziehen:

Die RB 17621 fährt ab Stuttgart um 05:05 und kommt in Böblingen um 05:25 auf Gleis 5 an, d.h. vor der ersten S1 und vor der ersten S60 (diese müsste dann in das besetzte Gleis 5 einfahren).
Dort wartet die RB 17621 auf die Ankunft der S1 aus Stuttgart um 05:29, hat Korrespondenz mit der S1 und fährt nach Anschlussaufnahme und vor der S1 Richtung Herrenberg wieder ab. Die S1 folgt im Blockabstand Richtung Herrenberg und kann die dadurch entstehende kleine Verspätung bis Herrenberg wieder abbauen, da zu dieser Zeit auf den Unterwegshalten nur wenig Fahrgastwechsel stattfindet.
Damit wäre die RB 17621 um ca. 05:40 in Herrenberg, 7 Minuten früher als heute und die RB 17621 könnte den IC 2286 in Neckarhausen statt in Horb kreuzen (ca. 06:03). So könnte man wahrscheinlich bis Talhausen an jeweils einem südlicher gelegenen Bahnhof als heute kreuzen und käme dann zuverlässiger um 06:38 in Rottweil an.

Viele Grüße,
mumml


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