Gutachten zur Zukunft des Ringzugs wird vorgestellt

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Re: Gutachten zur Zukunft des Ringzugs wird vorgestellt

Beitrag von Bahner » Fr 12. Okt 2018, 14:07

Noch wurde leider überhaupt keinen Schritt gegangen.
Bis auf Konzepte und Gerede ist noch rein gar nichts passiert.
Bis Villingen - Rottweil elektrifiziert wird, dauert also wohl noch Jahre..... :enttäuscht:

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Re: Gutachten zur Zukunft des Ringzugs wird vorgestellt

Beitrag von Vielfahrer » Fr 12. Okt 2018, 22:31

Zum Verständnis der geplanten Ringzuglinien muss man sehen, dass als kleinste Einheit zukünftig nicht mehr RegioShuttles sondern dreiteilige Elektrozüge zum Einsatz kommen werden (z.B. dreiteilige Flirt). Wenn man in Villingen aus Richtung Rottweil kommend diese Züge nach St. Georgen und Bräunlingen flügeln würde, so wären zwischen Rottweil und Villingen quasi 6-teilige Züge unterwegs mit einer Kapazität von ca. 400 Plätzen im Stundentakt. Es kommt der Metropolexpress bzw. der Villingen-Trossinger Zug hinzu (der selbstverständlich weitere Pendel zwischen Trossingen Stadtbf und Trossingen Staatsbahnhof unternimmt), so dass pro Stunde ca. 600 Fahrgastplätze angeboten würden. Bei 17 Stunden Betrieb wären dies ca. 20.000 im Tagesquerschnitt. Bei heute rund 3.000 Fahrgästen wurde dies zurecht als Überangebot gesehen. Aus diesem Grund soll nicht geflügelt werden, wenn Elektrozüge zum Einsatz kommen. Die Stammlinie soll dann von St. Georgen über Villingen - Rottweil Stadtmitte nach Tuttlingen verlaufen. Der Abschnitt Bräunlingen - Villingen soll bis Villingen West gefahren werden, wobei angedacht ist, den Zug im entsprechend herzurichtenden früheren Bahnhof Kirnach zu wenden. Alle Prognosen sagen für Villingen West ein hohes Nachfragepotential voraus, welches bei dieser Konstruktion auf für den Raum Donaueschingen/Hüfingen/Bräunlingen genutzt werden könnte. Und die LInie Fridingen - Tuttlingen - Donaueschingen mit sofortigem Anschluss an die Breisgau-S-Bahn nach Freiburg liegt m.E. auch gut. Bleibt das Aitrachtal, das mit Dieselzügen befahren werden wird. Da der Ringzug dann nicht mehr über Dieselfahrzeuge verfügen wird, schon gar nicht unter Fahrdraht, andererseits die Linie Ulm - Tuttlingen auf lange Sicht noch nicht elektrifiziert werden wird, wurde der Gedanke entwickelt, diese Züge ab Immendingen, wo der Anschluss auf die Schwarzwaldbahn hergestellt wird, nach Blumberg verkehren zu lassen.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: Gutachten zur Zukunft des Ringzugs wird vorgestellt

Beitrag von Vielfahrer » Mi 17. Okt 2018, 16:44

Hallo,

am kommenden Montag wird das Zukunftsgutachten zum Ringzug um 14 Uhr im Sitzungssaal des Landratsamts Rottweil von SMA vorgestellt. Da der zuständige Ausschuss des Schwarzwald-Baar-Kreises gleichzeitig tagt, wird es in Villingen ca. 16 Uhr oder etwas später werden, bis dieser Tagesordnungspunkt aufgerufen wird. Vielleicht passt das dem einen oder anderen sogar besser hinsichtlich der Arbeitszeiten. Außerdem befasst sich der Ausschuss in Villingen mit dem Tarifgutachten, wozu ebenfalls SMA referieren wird. Ferner wird die Firma Zwicker Ingenieure anwesend sein, die sich mit der Planung der Ringzughalte St. Georgen Industrie, Peterzell Dorf, Peterzell-Königsfeld und Villingen West befasst hat. Ein weiterer Tagesordnungspunkt befasst sich mit dem Stand der Umsetzung des Nahverkehrsplans im Südlos 1 - 4 (Raum Blumberg - Geisingen - Donaueschingen - Hüfingen - Bräunlingen - Hammereisenbach - Vöhrenbach und Döggingen - Ewattingen - Bonndorf) sowie der geplanten Regiobuslinie Villingen - Furtwangen. Es geht dabei weniger um die Fahrpläne als um die Art und Weise der Ausschreibung, also ob ein Bruttovertrag (Erlösrisiko beim Aufgabenträger) oder ein Nettovertrag (Erlösrisiko beim Unternehmen) abgeschlossen werden soll. Da diese Frage eng mit der Einnahmeaufteilung im Verbund zusammenhängt, könnte sich eine interessante Diskussion ergeben.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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